Die germanische Völkerwanderung veränderte das Gesicht des spätantiken Europa grundlegend: Die Germanen verlagerten sich nach Süden und Westen, in den frei gewordenen Raum drängten sich slawische Völker. Die Wanderung der Germanen in den Westen Und den Süden trug entscheidend zum Untergang des weströmischen Reiches bei. So entstanden neue germanische Staatswesen. 

Obwohl von all den neu errichteten Staaten nur dem Westgoten-, dem Langobarden-, dem angelsächsischen und vor allem dem Frankenreich eine längere Dauer beschieden war, prägten die Bevölkerungsverschiebungen doch nachhaltig die politische, soziale und kulturelle Struktur des mittelalterlichen Europas.