Das 13. Jahrhundert ist beherrscht durch die beiden größten Persönlichkeiten in der Geschichte des Landes, durch Albert III. (1190 - 1253) und Meinhard II. (1258 - 1295). Es entstehen, vornehmlich in der ersten Hälfte des Jahrhunderts, der herrschaftliche Wohn- und Verwaltungstrakt des Ostpalastes, das Mushaus und Wirtschaftsgebäude. Südpalast und Kapelle werden zweigeschossig.
Gleichzeitig mit der Ebauung des Ostpalastes wird der Südpalast etwas erhöht, wie es der neuen Burgenarchitektur, etwa der Pfalz in Nürnberg, entspricht. Im Obergeschoß von Süd- und Ostpalast sind die aufeinanderstoßenden Mauern nicht mehr durch Trennfugen getrennt. Der Südpalast erhält eine Galerie oder Zwischendecke, von der eine Rundbogenpforte in die Oberkapelle führt. Auch die Kapelle wird erhöht, sie erhält eine Galerie und den oberen Altarraum mit den Hausreliquien. In die Zeit fällt auch die leichte Vergrößerung der Vorhalle zum Südpalas unter Verwendung der ursprünglichen Zwei- und Dreibogenfenster und der gerade in Mode kommenden gebrannten Ziegeln. Der doppelgeschossige Südpalast dient der Repräsentation und spiegelt den nie erlahmenden Machtanspruch Albert III. und Meinhard II.
Mittelpunkt der Hof- und Lehensverwaltung wird die Kanzlei mit neu eingeführter Schriftlichkeit aller Rechtsgeschäfte, zu der oft noch die öffentlichen Notare zugezogen sind.