Samstag 8 Uhr 30:
Endlich ging’s los auf die lang ersehnte (aber leider letzte) Projektwoche
unserer BRG-Laufbahn. Es stand uns eine 15-stündige Busfahrt bevor. Wir fuhren
über das Dreiländereck, Venedig, Ventimiglia und Nizza und kamen schließlich um
halb eins in der Früh bei unseren Gastfamilien an, die schon sehnsüchtig auf uns
wartetenJ, und fielen gleich erschöpft ins Bett.
Am
nächsten Tag trafen wir uns beim Hôtel de Ville, wo wir uns ganz aufgeregt von
unseren Gastfamilien erzählten. Nachdem wir mit den Lehrern einen kurzen
Spaziergang zur Festung gemacht hatten, von der man eine tolle Aussicht über
Cannes hat, wurden wir von Isak, unserem netten (unglaublich aber wahr)
Busfahrer für diese Woche, abgeholt, der uns dann entlang der Corniche d’Or
kutschierte. Wir sahen viele Villen, die direkt am Meer lagen, und viele
wünschten sich, stolzer Besitzer einer solchen Luxusvilla zu sein – Na ja,
träumen darf man doch. Nach einer kurzen Besichtigung in Fréjus (altes
Baptisterium) machten wir uns wieder auf den Weg zu unseren Gastfamilien – doch
der Weg „nachhause“ war für einige von uns gar nicht so leicht zu finden ;-) Den
Abend verbrachten wir dann am Sandstrand von Cannes, der bald den Namen „unser
plage“ trug.
Nach
den ersten Entdeckungstouren rund um Cannes fing dann der „französische Ernst
des Lebens“ an. Wir besuchten die Sprachschule Pierre Overall, wo wir unsere
Lehrerin MathildE kennen lernten, die sich als großartige und witzige
„Schauspielerin“ entpuppte. Nachmittags machten wir eine Schnitzeljagd durch
Cannes, mit mehr oder weniger kniffligen Aufgaben - der Gewinn waren Bananen
(damit Herr Prof. Geistberger auch zu unserer gesunden Ernährung beitragen
konnte) und „pains au chocolat“. Nach einem Abendessen bei der Gastfamilie,
waren wir wie immer am Strand, den die Österreicher im wahrsten Sinne des Wortes
in Besitz genommen hatten, da wir dort einige Leute aus Kremsmünster und Bad
Aussee trafen.
Nachdem
wir schon einiges in unserer Umgebung erkunden konnten, berichteten wir unserer
Lehrerin von den neuen Erfahrungen – der Leitsatz für diese Woche: „Il faut
toujours être critique!“ – Auch die berühmt, berüchtigten „chocs culturels“,
also die markanten Unterschiede zwischen Frankreich und Österreich (z.B. der
französische Fahrstil und die „etwas anderen“ Toiletten *g*; MathildE musste
feststellen, dass so manche Österreicher WEIN, das Heiligtum der Franzosen, mit
Cola mischen) waren ein wichtiger Teil unseres französischen Schülerlebens.
Dienstag nachmittags besuchten wir die Îles de Lerins, wo uns unsere Lehrer ein
Picknick mit typisch französischen Köstlichkeiten spendierten.
Mitte
der Woche fuhren wir nach Nizza, wo wir vom Panoramahügel die Baie des Anges und
die wunderschöne Aussicht über die Stadt genießen konnten. Viele freuten sich,
als wir endlich auf einen „McDo“ trafen, doch Herrn Prof. Geistberger zuliebe
verzichteten wir auf die kulinarische Katastrophe. Schließlich konnten wir in
Nizza ausschwärmen, um Souvenirs zu kaufen oder einfach am Strand zu faulenzen.
Abends an unserem Strand bot uns Koizi eine Feuershow magnifique.
In der
Schule erzählte uns MathildE über die Filmfestspiele, die eines der Beispiele
für die Bekanntheit von Cannes sind. Nachmittags fuhren wir dann zur
berühmtesten Parfümeriestadt der Welt, nach Grasse. Dort besuchten wir die
Parfumerie Fragonard, die wir mit einem völlig benebelten Kopf verließen. Weiter
ging’s nach St. Paul de Vence, wo wir uns die Fondation Maeght, eine Sammlung
moderner Kunst (très bon, très bon, magnifique) anschauten und anschließend die
kleine Künstlerstadt mit vielen Ateliers besichtigten. Abends gab es dann noch
eine Diskussion mit den Lehrern, da es unser letzter Abend in Cannes war.
Schließlich holten wir eine Stunde länger fortgehen heraus (welch ein Erfolg).
Am
Freitag verbrachten wir unsere letzten Unterrichtsstunden mit MathildE, die wir
mit einem Resumé der Woche und einer Gesangseinlage abschlossen. Danach fuhren
wir nach Cannes und besichtigten gemeinsam mit MathildE den Marché
(Haifischköpfe, viele Früchte, Gewürze, Blumen, Käse,…). Schließlich kam der
schwere Abschied von unserer Lehrerin und den Gastfamilien, die uns die ganze
Woche gut versorgt hatten. Es entwickelten sich im Laufe der Woche viele nette
Gespräche, bei denen wir unser Französisch unter Beweis stellen mussten, was
meist gar nicht so schwer fiel wie zuerst befürchtet. Dann ging es in Richtung
Monaco. Wir hatten 2 Stunden Zeit den kleinen Staat zu erkunden. Einige nutzten
die Gelegenheit, ein paar letzte Crêpes zu essen, Souvenirs zu kaufen oder
einfach noch einmal französisches Flair zu tanken und zu relaxen, bevor uns
wieder die lange Busfahrt bevorstand.
Um ca.
18 Uhr ging es dann heimwärts. Wir konnten alle gar nicht glauben, dass die
Woche so schnell vorbeigegangen war.
An dieser Stelle
möchten wir uns noch einmal bei unseren Lehrern Frau Prof. Freiberger und Herrn
Prof. Geistberger für die schöne Woche, die uns sicher noch lange in Erinnerung
bleiben wird, und für ihr Engagement bedanken.
Zitat Prof.
Geistberger: « Cannes est une ville pour les riches et les beaux – alors pour
nous! »
Teilnehmer der Woche: Andrea Brunnmair,
Kathi Freiberger, Florian Kaltseis, Theresa Kern, Julia Landerl, Madeleine
Osterberger, Isabella Scharrer (7A), Eva Angerbauer, Johanna Binder, Elisabeth
Hiesmayr, Katharina Kisling, Agnes Schmidberger, Teresa Winter, (7B). Sandra
Kleeberger, Tatjana Pantelic (7C)
Bericht von
Madeleine Osterberger, Kathi Freiberger (beide 7A)
Leitung: Prof.
Regina Freiberger, Prof. Oskar Geistberger