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VWA-Prämierung durch den Absolventenverein

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Zum fünften Mal wählte eine Jury des Absolventenvereins drei ausgezeichnete Vorwissenschaftliche Arbeiten aus, die im Rahmen der Maturafeier mit einer Urkunde und je 100 Euro prämiert wurden. DI Dr. Heinrich Kaminski, stellvertretender Obmann des Absolventenvereins, stellte die Arbeiten vor und überreichte die Preise.

Manuel Fakler - Cortex praefrontalis: Läsionen und ihre Auswirkungen in Relation zur humanen Kortikalisierung

Das Hauptaugenmerk dieser Vorwissenschaftlichen Arbeit liegt auf dem praefrontalen Cortex des Menschen, einem Teil des Frontallappens der Großhirnrinde, wobei neben der Analyse histologischer Fakten die Verbindungsstruktur, die Funktionen, aber auch Dysfunktionen nach Verletzungen sowie die evolutionare Entwicklung dieses Areals thematisiert werden. Der Verfasser zeigt, dass der Cortex praefrontalis das komplexeste und weitreichendste Verbindungssystem des menschlichen Gehirns aufweist, und untersucht anschließend pathologisch bedingte Auswirkungen, bezogen auf menschliche Fähigkeiten. Zuletzt werden die Entwicklung und die Verschaltung der Großhirnrinde beleuchtet, wobei ein Überblick über die stammesgeschichtliche Entwicklung dieses Areals, die Folgen für den modernen Menschen sowie die daraus resultierenden Entwicklungsmöglichkeiten gegeben wird.

Betreut wurde die Arbeit von Prof. Eva Fellner.

Matthias Kronsteiner - Gravitationswellen und ihr Nachweis. Vom mathematischen Artefakt zur Beobachtung mittels Laserinterferometrie

Ziel dieser Arbeit ist es, zu erklären, was Gravitationswellen sind, und die Geschichte ihrer Erforschung darzulegen. Albert Einstein sagte bereits im Jahr 1916 die Existenz von Gravitationswellen voraus. Diese Schwingungen der Raumzeit sind eine Folge der Allgemeinen Relativitätstheorie und entstehen, wenn Massen beschleunigt werden. Ihre Auswirkungen sind jedoch so gering, dass man sie im Alltag nicht bemerkt. Der US-amerikanische Physiker Joseph Weber versuchte in den 1960er-Jahren mit seinen Resonanzdetektoren als Erster, Gravitationswellen aufzuspüren. 1978 konnten Gravitationswellen von Joseph Taylor und Russell Hulse nachgewiesen werden. Der erste direkte Nachweis sollte mittels Laserinterferometer 2015 durch LIGO (Laser-Interferometer Gravitationswellen-Observatorium) folgen. Diese erreichen ihre extreme Genauigkeit, die benötigt wird, um selbst Gravitationsquellen gigantischer kosmischer Ereignisse zu messen, durch Überlagerung zweier Laserstrahlen und Beobachtung des resultierenden Interferenzmusters. Seitdem konnten in den ersten beiden Observationsläufen elf Gravitationswellen gemessen werden.

Betreut wurde die Arbeit von Prof. Gerald Bachmayr.

 

Micha Teufel - Der Verlauf des Zweiten Punischen Kriegs vom Beginn des Konflikts bis zur Schlacht von Cannae

Die Vorwissenschaftliche Arbeit gibt einen detaillierten Überblick uber den Zweiten Punischen Krieg vom Beginn des Konflikts zwischen Rom und Karthago bis zur für das Römische Reich verheerenden Niederlage in der Schlacht von Cannae 216 v. Chr. Zur historischen Untersuchung kommt eine ausführliche Evaluierung der Rechtslage zum Kriegsausbruch und der Kriegsgrunde. Zudem werden die Quellenlage, die sehr komplexe Forschungsproblematik sowie die Darstellung der Ereignisse in den Werken der beiden Geschichtsschreiber Polybios und Livius beleuchtet. Die Ergebnisse zeigen, dass als Folge des Ersten Punischen Kriegs sowie der punischen Expansion in Iberien ein Interessenskonflikt zwischen Rom und Karthago entstand, der, vermutlich von Rom verschuldet, unter Hannibal Barkas eskalierte. Dieser zog nach Kriegsausbruch mit seinem Heer über die Alpen nach Italien und führte 218–216 v. Chr. mehrere Schlachten gegen das Römische Reich, die mit bedeutenden karthagischen Erfolgen endeten, Roms Aufstieg zur beherrschenden Macht im Mittelmeerraum jedoch letztlich nicht verhindern konnten.

Betreut wurde die Arbeit von Prof. Barbara Steiner.

 

 

 

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