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Landflucht, Arbeiterelend, (Heimat-)Frontdienst - WPG Geschichte (7ABC)

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Konfrontiert mit den Lebensumständen eines Fabrikarbeiters um 1900 in der größten Waffenfabrik Europas, der Österreichischen Waffenfabriksgesellschaft, wurden am Donnerstagnachmittag, dem 1.10., die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Wahlpflichtgegenstands Geschichte (7ABC). Im Zuge des von den SchülerInnen gewählten Schwerpunktes "Die Gesellschaft vor und während des Ersten Weltkrieges" begaben sich diese bei einem Rundgang durch Steyr auf Spurensuche. Auf die richtige Fährte brachte sie dabei ein Guide des Museum Arbeitswelt. Neue Erkenntnisse hielten sie in Wort und Bild fest:

"Dieses Mühlrad an der Steyr habe ich fotografiert, weil ich es faszinierend fand, dass ein Bauwerk in einem Fluss so lange „überleben“ kann. An der Steyr gab es am Anfang des 20. Jh. circa 50 von solchen Wasserrädern. Sie waren sehr laut, was für die Bewohner eine große Belastung darstellte. Direkt daneben wurde die Wäsche gewaschen, obwohl die Fabriken ihre Abfälle in die Steyr geleitet haben. Außerdem war die Luft dort meist sehr dreckig, da es damals keinerlei Filteranlagen für die Schornsteine gab."

"Ich habe das Geburtshaus von Josef Werndl gewähltEr ist eine der ersten Personen, die man im Gedächtnis hat, wenn man an Steyr denkt. Man könnte fast sagen, dass in Steyr so etwas wie ein Personenkult um ihn herrscht. Die Stadt Steyr profitiert immer noch von seineErrungenschaften. Steyr Traktoren und Puch sowie Steyr Mannlicher hätte es ohne ihn wohl nie gegebenEr ebnete auch Firmen wie BMW und der MAN den Weg nach Steyr."

"Ich habe mich für das Foto entschieden, auf dem die heutige Sierninger Straße zu sehen ist, da es die gravierende Entwicklung in dieser Straße widerspiegelt. War diese Straße einst voll belebt und das Zentrum vieler Lohnarbeiter, insbesondere das Gasthaus "Zum goldenen Pflug", welches auch als "Geheimtreffpunkt" fungierte, so handelt es sich heute um eine ausgestorbene Straße in Steyr. Fasziniert und schockiert hat mich bei dieser Station die Speisekarte des ehemaligen Gasthauses, wo die Preise der Gerichte und Getränke in Arbeitsminuten angegeben waren. Schockierend hierbei war die Tatsache, dass Frauen doppelt so lange arbeiten mussten wie Männer, um sich ein Gericht leisten zu können. Der sogenannte "Gender-Pay-Gap" ist eine Ungleichheit, die es leider bis heute gibt."

 

 

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