Förderkonzept BRG Landwiedstraße

 

Das standortbezogene Förderkonzept des BRG Landwiedstraße Linz basiert auf dem pädagogischen Gesamtkonzept und dem pädagogischen Leitbild der Schule. Profunde Wissensvermittlung und Hinführung zur selbstständigen Wissensaneignung bilden zusammen mit der Förderung sozialer Kompetenzen die Säulen dieses Leitbilds. Wir wollen Interessen wecken, Begabungen fördern und unseren Schüler/innen jegliche Unterstützung bieten, um ihre Karriere in die richtige Bahn zu lenken.

 

Übersicht der bereits bestehenden bzw. sich in den Anlaufphasen befindlichen Fördermaßnahmen:

 

I)               Fördermaßnahmen für Schüler/innen mit Teilleistungsschwächen:

 

verantwortliche Lehrkräfte

1. Herkömmliche Förderkurse in den Schularbeitenfächern (klassenweise oder klassen- bzw. gruppenübergreifend)

 

2. Förderkurse für Schüler/innen mit Deutsch als Zweitsprache

Punz, Siegl

3. Schülernachhilfebörse

Schulsprecher (Organisation), begabte Oberstufenschüler/innen

 

II)            Förderung, die allen/verschiedenen Zielgruppen offen steht:

1. UÜ wissenschaftliches Arbeiten (7. bzw. 8. Kl.)

Weinberger

2. Kommunikation/Rhetorik/Präsentation

Jauker, Kaiser

3. NABE-Lernstunden

Kieberger (Leiter)

4. Vertrauensschüler/innen aus Oberstufe für Unterstufenschüler/innen

Wurzinger

5. Unternehmerführerschein

Schöppl

6. Computerführerschein ECDL

Presetschnik, Kubera, Pichler, Strastil

7. Berufsorientierung 7.Kl.

Eidenberger

8. soziales Lernen: Stundenblocks nach Bedarf

Liedauer, KVs

9. Lernen lernen für 1. Klassen (in Planung)

Eidenberger

10. soziales Lernen: Kennenlerntag(e) 1. Kl.

 

11. Förderung der Medienkompetenz (MMSB)

Schatzl

12. sportliche Förderung (z.B.: UÜ Klettern)

Kaiserseder, Schöppl

13. Gesundheit und soziale Spiele (Kurzkurse)

Tschernuth

14. NWL-Klassen

Sulzbacher Chr., Sinwel

 

III)          Begabtenförderung:

1. Theatergruppe

Neuberger

2. Fremdsprachenwettbewerb

 

3. Chemieolympiade

Etzelsdorfer

4. Mathematikolympiade

(Kurs an BG/BRG Ramsauerstraße)

5. Talentförderkurs (Naturwissenschaften)

ECHA-Lehrer: Aspetsberger

6. Italienisch ab Mittelstufe

Hofbaur

7. Russisch

(Aumayr: Ramsauerstraße)

 

Ergänzende Erläuterungen zu den angeführten Fördermaßnahmen:

 

I.2.) Die Förderkurse Deutsch für Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache werden für die ersten und zweiten Klassen angeboten, da im heurigen Schuljahr der Anteil dieser Schüler/innen ca. ein Drittel beider Jahrgänge betrifft. Schwerpunkte der Förderkurse sind sowohl Aufarbeitung typischer Grammatikschwächen (grammatikal. Geschlecht, Adjektiv- und Substantivendungen, Präpositionen und ihr Kasus, starke und schwache Verben, Satzbau) als auch Wortschatzarbeit, besonders das schulische Umfeld betreffend. (in Zusammenarbeit mit anderen Fächern). Dazu kommen ergänzende Übungen zum Leseverständnis und Hilfestellungen beim Verfassen verschiedener Textgattungen.

 

I.3.) Im vorigen Schuljahr wurde in Zusammenarbeit mit den beiden Schulsprecher/innen die Schülernachhilfebörse wieder aktiviert, bei der leistungsstarke und sozial engagierte Oberstufenschüler/innen, die von ihren jeweiligen Fachprofessor/innen empfohlen wurden, Unterstufenschüler/innen zu von allen leistbaren Entgelten Nachhilfestunden erteilten. Diese Nachhilfebörse soll in diesem Schuljahr nach der Schulsprecherwahl fortgesetzt werden.

 

II.4.) PROJEKT VERTRAUENSSCHÜLER(INNEN), BRG LANDWIEDSTRAßE, 2006/2007

Vertrauensschüler der 6. und 7. Klassen geben den Schülern der 1.Klassen Hilfestellung im Schulalltag, z.B. unterstützen sie den Bibliothekar in der Einführungsphase, beraten bei Lernschwierigkeiten, vermitteln bei Konflikten mit Schulkollegen, organisieren einen Spielenachmittag zum besseren  Kennenlernen der Klassenkollegen, aber natürlich auch der Vertrauensschüler selbst. Geplant ist auch, dass die Vertrauensschüler die 1.Klassen auf dem Wandertag begleiten und generell in der ersten Phase im Schuljahr über die ersten Sorgen und Kümmernisse hinweghelfen...

Aufgaben für die Betreuungsschüler gibt es also genug, aber welche Kompetenzen sind dafür gefragt und werden gefördert?

Neben den einfachen Aufgaben in der Bewältigung des ganz normalen Schulalltags sollen die Vertrauensschüler mithelfen zu verhindern, dass bestehende Konflikte zu aggressiven Auseinandersetzungen führen.

Ziel ist aber, dass die  Erstklassler lernen, ihren Umgang selbstständig zu regeln.

Die Vertrauensschüler sollen

* Modelle gewaltfreier Konfliktaustragung kennen lernen und eintrainieren

* eigene Stärken und Schwächen im sozialen Umgang erkennen

* sich in andere einfühlen lernen

* aktiv zuhören

* unparteiischer Dritter sein

* sich der Vorbildwirkung bewusst werden und sein

* Erwartungen an sich selbst und an andere formulieren können

* Gesprächsregeln eintrainieren und anwenden

* gemeinsam Lösungen bei Konflikten suchen und Vereinbarungen formulieren.

In einer begleitenden Supervision werden individuelle Fälle besprochen. Die Schüler

lernen Mediationsprogramme kennen und sollen auch Erfahrungsberichte verfassen.

Zeitlicher Rahmen der Supervision:etwa 7 Doppelstunden.

 

II.5.) Der Unternehmerführerschein soll möglichst vielen jungen Menschen eine Chance bieten, eine wirtschaftliche Zusatzausbildung zu ergreifen, und ihnen ein wichtiges Rüstzeug für einen erfolgreichen Lebensweg mitgeben. Er ist eine in der Wirtschaft bekannte und geschätzte Zusatzqualifikation. Am Ende jedes Moduls kann eine Prüfung abgelegt werden.

 

II.8.) Soziales Lernen: Extra Klassenvorstandsstunden

Auf Grund der heutzutage immer öfter auftretenden sozialen Probleme im Schulalltag ( z.B. zwischenmenschliche Probleme innerhalb des Klassenverbandes, Störung des Unterrichtes durch einzelne Problemschüler ….) besteht der Wunsch des Lehrerkollegiums des BRG Landwiedstr., 2 der 4 Extra-Jahresstunden aus dem Fördertopf dafür zu verwenden, zusätzliche Klassenvorstandsstunden zu finanzieren. Dabei scheint uns folgende Vorgangsweise sinnvoll:

In erster Linie sollten 1. und 2. Klassen von dieser Möglichkeit profitieren, da hier der Klassenverband noch nicht gefestigt ist und eine positive Lenkung daher besonders vielversprechend erscheint.

Im Bedarfsfall sollte diese Vorgangsweise jedoch allen Klassen zur Verfügung stehen.

Bei Bedarf kann der Klassenvorstand die Klasse zu einer extra Klassenvorstandsstunde einladen, um die Probleme zu besprechen und in den Griff zu bekommen.

 

II.9.) In Planung; die Bildungsberaterinnen haben sich für die entsprechenden PI-Seminare angemeldet.

 

II.10.) Für nächstes Schuljahr in Planung. Ein geeignetes Konzept soll im Laufe dieses Schuljahres ausgearbeitet und zu Schulschluss für die nächsten ersten Klassen vorgestellt werden.

 

II.11.) Förderung der Medienkompetenz unserer Schüler/innen durch Einüben von Recherchetechniken (Orientierung in der multimedialen Schulbibliothek, Recherchieren in Büchern, Zeitschriften, CD-ROMs und im Internet), Präsentation der Ergebnisse am Computer und Einführung in die Handhabung neuer Medien (z.B. Bildungsmedien TV). Den Grunstein dazu legen wir bereits in den ersten Klassen und wir erweitern die Kompetenzen in der 3. bzw. 5./6. Klasse.

 

II.13.) in Planung

 

II.14.) Förderkonzept für NWL – Klassen (als Vorbereitung auf den Laborzweig in der 3./4. Klasse)

1. Klassen (1A, 1D):

         1 Labortag pro Klasse; Jede Klasse 2 Gruppen je 2 Einheiten

                 -->  2 mal 4 Einheiten         =   8 Einheiten

    Lehrziel: Den Schülern sollen die Wichtigkeit des genauen Sehens und

                   Beobachtens bewusst gemacht werden.

 

2. Klassen (2A, 2D):

          2 Labortage pro Klasse; Jede Klasse 2 Gruppen je 2 Einheiten

                -->   4 mal 4 Einheiten         =   16 Einheiten

 

     Lehrziel: 1. Labortag siehe 1. Klassen

                    2. Labortag: Erstes selbstständiges Experimentieren nach Anleitungen.

                                         Dabei soll der Schüler das selbstständige Arbeiten, das Lesen von

                                         Versuchsanleitungen und auch die protokoll.. Auswertung von

                                         Experimenten trainieren.

 

III.1.)Theater im BRG Landwiedstraße:

Anforderungen und Zielvorstellungen

Für das Schultheater  wie für jede Theatertätigkeit  gilt die Maxime:

„Nicht der Einzelne bestimmt den Erfolg der Aufführung, sondern das Kollektiv, das

harmonische Zusammenspiel aller Schauspieler/innen!“

An die Teilnehmer am Schultheater werden zahlreiche Anforderungen gestellt, darunter Fleiß und Ausdauer für das Studium der Rolle bzw. des Textes , die Pflege der deutschen Sprache  sowie Teamarbeit im Hinblick auf all die Arbeiten, die sich  neben der Schauspieltätigkeit im Schultheater ergeben.

All diese Fähigkeiten sind es, die neben der schulischen Qualifikation auch die zukünftige soziale Positionierung eines Menschen bestimmen.

 

III.5.) Talentförderkurs:

Titel:

Arbeiten und Experimentieren mit Naturstoffen

Lehrer:

Mag. Brigitta Aspetsberger

Schule:

BRG Landwiedstraße 82, 4020 Linz

Zeit:

Schuljahr 2006/7,1-stündig, Okt. 2006 – Juli 2007

Zielgruppe:

9. und 11. Schulstufe

Vorgangsweise zur Schülerauswahl:

Selbstnennung, Lehrerauswahl

Lernziele:

·        Schulung im experimentellen Arbeiten

·        Schulung im Fächer übergreifenden Denken und Arbeiten (BU, CH, BE, WE)

·        Selbstständiges Arbeiten lernen

·        Dokumentieren und Produkt orientiertes Arbeiten lernen

·        Präsentationstechniken erlernen

·        Informationstechnologien nutzen und neue Arbeitstechniken erlernen

·        Ausstellungen organisieren

·        mit Institutionen zusammenarbeiten (Baubiologisches Institut, Umweltakademie, etc.)

Organisationsstruktur (Zeitablauf):

Oktober 2006 – Juli 2007, 40 Einheiten geblockt

Inhalte:

Selbst hergestellte Materialien (wie z.B. Papier) werden weiterbearbeitet und mit Naturfarben gefärbt.  Die historische Entwicklung der Farbstoffe sowie Vorkommen und Verwendung von Naturfarben werden recherchiert.  Verschiedenste Färbetechniken werden erlernt und angewandt.  Von Schülern ausgewählte Experimente (z.B. Herstellung von Indigo, Chromatographieren verschiedener Naturfarbstoffe, Marmorieren, etc.) werden durchgeführt und dokumentiert.  Die hergestellten Produkte werden bei Schulveranstaltungen präsentiert.  Eine Ausstellung für die Experimentale 07 und ein workshop zum Thema werden vorbereitet.

Unterrichtsformen (Methodik):

Offene Lernformen, selbstständiges Arbeiten in Teams

Evaluation:

Der Lernprozess der Schüler wird anhand zweier Fragebögen (Beginn/Ende des Kurses) analysiert.  In die Auswertung des Kurses wird auch die Qualität der von den Schülern erstellten Produkte einbezogen.

 

 

 

III.6.) Italienisch für Anfänger: Förderkurs für sprachbegabte Schüler und Schülerinnen

Der Sprachkurs Italienisch für Anfänger richtet sich an sprachbegabte Schülerinnen und Schüler der 4., 5. und 6. Klasse, die sich über die sonst üblichen Möglichkeiten unserer Schule hinaus und unabhängig vom Wahlpflichtfach mit einer Fremdsprache beschäftigen wollen.

Es soll zunächst die Fähigkeit zur Verständigung in den typischen Urlaubs-Situationen vermittelt werden - also ein solides „Touristen-Italienisch“, basierend auf den wichtigsten Grundkenntnissen in Grammatik und Wortschatz, sowie das Rüstzeug für einfache Gespräche über verschiedene Themen.

Je nach dem Ehrgeiz der Teilnehmer ist dieses Programm natürlich ausbaufähig, bzw. können verschiedene Schwerpunkte gesetzt werden.