Schultheater 2003
Leitung: Prof. Egger

Ein Gipfeltreffen

Im Hotelzimmer eines berühmten französischen Physikprofessors treffen eine russische und eine englische Agentin sowie deren amerikanischer Kollege aufeinander. Jeder von ihnen möchte den Professor abhören, wenn er im Schlaf die mathematische Formel seiner neuesten Entdeckung ausplaudert. Ihr Streit wird unterbrochen, als der betrunkene Professor mit seiner Geliebten heimkehrt...

 

"...Ich zähle bis 10!!!"

"...Ich kenne alle Agenten im Osten und im Westen..."

 


"...Ich könnte sogar noch autofahren..."

 

Der Lebensretter

Guy Shelmerdine zieht den arbeitslosen, lebensüberdrüssigen Clive aus dem Fluss vor seinem Haus. Er gibt ihm trockene Kleider, bietet ihm Geld an und möchte ihn wieder loswerden. Clive schöpft in dem eleganten Haus jedoch Lebensmut und will sich dankbar zeigen. Er äußert deshalb die Absicht, sein Leben fortan dem Retter zu weihen und nennt sich Clive Shelmerdine, was den Hausherrn ganz und gar nicht begeistert. Dessen Frau und die Haushälterin dagegen finden Clive sympathisch. Guy Shelmerdine aber möchte Cleive nach Argyll schicken.


"...Ich biete dir, Guy, mein Leben an..."

 


"...Ich biete Ihnen in Argyll eine Stellung in der Versandabteilung..."

 


"...Das mit Moskau hab ich schon erledigt..."

 


Eine Regieklappe als Abschiedsgeschenk.

 

 

Christopher Franke
Theater 2002/03 BRG Landwiedstraße


Dieses Jahr hatte unser Regisseur Ernst wieder einmal zwei hervorragende Stücke ausgesucht ("Das Gipfeltreffen", "Der Lebensretter"), die er mit einer völlig neuformierten Truppe in Angriff nahm.
Zahlreiche SchülerInnen aus den 5. Klassen (Manu, Kerstin, Ines, Conny, Jürgen, Pauli, Laura, Lisi) bildeten den Großteil der Gruppe, die von einigen "alten Hasen" (Karli, Babsi, Christopher) ergänzt wurde.

Schon bei den ersten Proben kristallisierte sich Ernsts Lieblingssatz heraus: "Bitte lernts den Text!"
Ausnahmslos alle taten das natürlich und konnten bis zu unserem Theaterseminar auf Burg Altpernstein sämtliche Texte perfekt (auch Lisi, unsere Souffleuse). An diesem Wochenende wurde härtest an den beiden Stücken gearbeitet, doch auch der Spaß kam nicht zu kurz.
Diverse Starmania-Auftritte und Christophers Gedicht wurden nur noch von Ernsts kabarettistischem Höhenflug gestoppt.

Die Premiere rückte immer näher. Ein altes Sprichwort besagt, dass, wenn die Generalprobe danebengeht, die Premiere hervorragend wird. So war es dann auch Gott sei Dank.

Der zweite Aufführungstag war von Chaos geprägt. Zuerst wurden beide Techniker krank, und dann kam ein gewisser betrunkener Professor ca. zehn Sekunden vor seinem Auftritt darauf, dass er den Text vergessen hatte. Es lebe die Improvisation!

Es gab wieder ein absolutes Highlight, diesmal allerdings ein trauriges: Zu Ehren unseres Regisseurs Ernst ließ sich die Gruppe einiges einfallen. Ein Megaphon, ein Regiesessel und eine Filmklappe wurden überreicht.
Hier nun einige Worte aus der Rede, die im Rahmen der Überreichung gehalten wurde:
"Ich schaue zurück auf diese Aufführung mit einem lachenden, aber auch mit einem weinenden Auge. Dies war unsere letzte Aufführung, unsere Gruppe stirbt mit dem heutigen Tag. Leider.
Die Gründe dafür sind uns Schauspielern nicht bekannt, und es ist für mich sehr traurig und überhaupt nicht einzusehen, warum es so kommen muss.
(...) Theater bedeutet die anspruchsvolle Tätigkeit, aus lauter eigenständigen Individuen, die sich teilweise noch nie zuvor gesehen haben, eine homogene Gruppe zu formen. Es bedeutet, auf den anderen einzugehen und ihm zuzuhorchen."

Danach hatte die Gruppe noch ein Lied einstudiert: "We will follow him" - Eine Aufforderung an den Regisseur, mit seiner großen Leidenschaft, dem Theater, weiterzumachen.

Schade nur, dass sich nie wieder jemand vom riesengroßen Potential, das diese Gruppe hat, überzeugen können wird.

Vielleicht kann ich die zuständigen Personen mit diesem kurzen Bericht zum Nachdenken anregen.