Kreativwettbewerb 2004

Mag. Helga Leitner

Kreativwettbewerb der Linzer Stadtbüchereien 2004
zum Thema "Traumbilder"

Präsentation und Preisverleihung am 22. April 2004 im Volkshaus Keferfeld

Auch heuer wieder nahmen Oberstufenschüler des Landwied Gymnasiums an diesem Wettbewerb sehr erfolgreich teil: Wie im Vorjahr gewann Lisa Hermann (6.B) den 1.Preis. Der 3. Preis ging an Alina Farcas (6.A), der 4. an Manuela Bernauer (6.A).
In einem von der Stadtbibliothek herausgegebenen Büchlein mit den besten Arbeiten finden sich außer den Beiträgen der genannten Schülerinnen auch die von Paul Ziegler (6.A), Stefan Feichtinger, Kerstin Hummer und Andrea Wiltberger (alle 6.B) sowie ein Text, den vier Schüler der 5.B (Markus Ableidinger, Thomas Bergmair, Stefan Hammerschmidt und Michael Hauer) geschrieben haben.

Hier die preisgekrönten Arbeiten sowie der eindrucksvolle Beitrag von A. Wiltberger:



1. Preis:
Lisa Hermann: Begegnung mit Folgen

Ein Traum, der ihr gesamtes Leben veränderte:

Sie wartete mit gähnendem Mund und müdem Blick auf dem Bahnsteig, um mit dem Zug zur Schule zu fahren. Es drängten sich lärmende Menschenmassen an ihr vorbei, die sie zu zerquetschen drohten. Als sie das Quietschen der Zugbremsen hörte, versuchte sie sich durch die Leute zu bugsieren und in den Zug zu gelangen. Nach unzähligen Ellbogenstößen und Drängeleien stolperte sie durch die Tür. Erschöpft lehnte sie sich kurz an das Fenster, richtete dann ihre Schultasche und ging mit suchendem Blick nach einer Sitzgelegenheit durch die Waggons. Sie hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben und sich an den Gedanken gewöhnt, im Durchgang stehen bleiben zu müssen, als sie im letzten Abteil freie Plätze sichtete. Frohen Mutes öffnete sie die Türe und erblickte eine Frau. Ihr Blick streifte diese Person nur, während sie sich zum Fenster setzte und in ihrer Schultasche nach einem Buch kramte. Doch plötzlich spürte sie den Blick der ihr gegenüber Sitzenden. Ihre Bemühungen, das Buch zu finden, wurden zaghafter und ihre Augen huschten immer wieder nervös zu ihr, um den Grund für die ungeteilte Aufmerksamkeit zu erfahren. Doch die Frau saß einfach da und lächelte ihr zärtlich ins Gesicht. Sie war verwirrt. Hatte sie etwa vergessen ihre Haare zu frisieren oder war ihre Wimpertusche im gesamten Gesicht verschmiert? Doch nachdem sie mit den Händen ihre Frisur abgetastet hatte und ihr eingefallen war, dass sie heute nicht geschminkt war, versuchte sie, so unauffällig wie möglich, die Frau noch einmal genauer anzusehen und sich ins Gedächtnis zu rufen, ob sie sie kannte. Schließlich nahm sie allen Mut zusammen und blickte ihr direkt ins Gesicht. Die Augen, dachte sie, ich kenne ihre Augen. Auch ihre Lachgrübchen kamen ihr bekannt vor und plötzlich wurde es ihr schlagartig bewusst. Sie saß stocksteif in ihrem Sitz, regungslos mit weit geöffneten Augen und starrte die gegenüber Sitzende an. Wie konnte das sein? Nein, sie musste sich irren. War sie das selbst? Saß sie ihrem älteren Ich gegenüber? Doch je länger sie die Frau anstarrte, desto sicherer wurde sie sich. Das musste sie selbst sein! Die Frau dürfte ihre Gedanken auf ihrem reichlich verdutzten und verwirrten Gesicht gelesen haben, da sie sich in ihrem Sitz langsam nach vorne schob. Sie streckte ihr die Hände entgegen und begann zu sprechen: "Hallo Lisa. Wie ich vermute, weißt du schon, wer ich bin. Es wird dich verwundern, dass du auf dich selbst triffst, ausgerechnet auf dein dreißigjähriges Ich". In diesem Moment wurde sie von ihr unterbrochen. Sie hatte sich langsam, aber doch an den Gedanken gewöhnt, dass sie nun ihr älteres Ich vor sich hatte, und es legte sich ein vergnügtes, verspieltes Lächeln um ihren Mund. Sie war sich sicher, dass sie diese Gelegenheit nie wieder haben würde, so viel über sich selbst und ihr weiteres Leben zu erfahren. Trotzdem war sie irritiert und konnte es noch nicht realisieren. Aber die Neugierde siegte und es sprudelten unzählige Fragen aus ihrem Mund. Die Person ihr gegenüber begann zu schmunzeln, woraufhin sie beschämt den Mund geschlossen hielt, aber weiterhin gespannt lauschend auf Antworten wartete. Doch anstatt dies zu tun, erhob sie sich langsam, trat ihr gegenüber und schloss sie in die Arme. Wie gut das tut, dachte sie sich und legte auch ihre Arme um die Frau. Sie spürte, wie etwas Nasses auf ihre Hand fiel, und auch ihrem älteren Ich liefen die Tränen über die Wangen. Als sie sich wieder setzten, mit geröteten Augen, aber fröhlichem Blick, betrachtete sie ihr älteres Ich genauer und ihr fielen die müden und durch die Freudentränen noch verquolleneren Augen, die dunklen Augenringe, ihre gealterten Hände, die fahle, ausgelaugte Haut und der gehetzte Blick auf. Erschrocken bemerkte sie auf einmal, dass die Frau nicht mehr lächelte. Unwillkürlich kam ihr der Gedanke, dass sie sich selbst in diesem noch relativ jungen Alter eigentlich nicht so vorgestellt hatte. Sie fragte sie: "Warum bist du hier? Warum? Geht es dir nicht gut? So antworte doch." Nach diesen auffordernden Fragen begann die Frau leise aufzuschluchzen. Sie tat ihr so Leid, dass sie aufstand, zu ihr hinüberging und sie tröstete. Die Frau begann stammelnd über sich selbst zu reden, wie schwer sie es hätte und dass alles ihre Schuld gewesen wäre. Sie sagte traurig: "Sieh mich doch nur an. Ich bin ein Niemand. Alt, verbraucht, ohne Energie und Lebensfreude. Ein Wrack, das nur mehr am Leben ist um Befehle anderer auszuführen." Sie schluchzte laut auf und ließ sich in den Sitz zurückfallen. Hilflos musste sie mit ansehen, wie die Frau leidend auf ihrem Platz kauerte und versuchte sich die Tränen aus dem Gesicht zu wischen. Sie bemühte sich darum eine Antwort auf ihre Frage aus ihr herauszulocken. Die Frau blickte sie durchdringend an und sie probierte diesem Blick standzuhalten. Sie begann stammelnd von ihrem bisherigen Leben zu erzählen, und was sie da zu Ohren bekam, erfreute sie ganz und gar nicht. Je länger sie davon berichtete, immer noch von Weinkrämpfen gepeinigt, desto schlechter fühlte sie sich. Dem Anschein nach hatte sie seit dem Schulabschluss alles nur Erdenkliche falsch gemacht. Sie brach zuerst den Kontakt zu ihren Freunden ab, worauf es allerdings auch nicht mehr lange dauerte, bis sie ihre Familie links liegen ließ. Sie schloss sich den „falschen“ Leuten an, weshalb sie von einer Misere in die nächste stürzte, ohne sich dessen bewusst zu sein, ihre Situation immer weiter zu verschlimmern. Nach dieser Antwort war sie bestürzt. Konnte das wirklich sie sein? Würde ihr späteres Leben so verlaufen? Nein, so hatte sie es sich nicht vorgestellt. Sie hatte immer geglaubt, nach der Schule würde ihr Leben wunderbar werden: eine eigene Wohnung, eigenes Geld, Verantwortung und eigene Entscheidungen. Was konnte daran so falsch sein? Aber wenn sie nun ihre Zukunft vor sich hatte, dann musste etwas nicht nach Plan gelaufen sein. So viel stand für sie fest. Denn eigentlich hatte sie sich diese schöner und befreiender vorgestellt. Doch plötzlich verschwamm die Frau, sie wurde immer blasser und undeutlicher. Sie blickte ihr noch einmal tief und eindringlich in die Augen , um ihr zu sagen: "Lisa. Ich wünsche dir ein erfülltes Leben, und schaue darauf, dass es dir besser ergeht als mir und dass du dich nicht nur um andere kümmerst, sondern dass du auch auf dich Acht gibst und auf dich hörst. Lebe, wie du es für richtig hältst, und überlege es dir gut, wenn du eine Entscheidung triffst. Vielleicht hilft es dir, wenn du an mich denkst. Genieße dein Leben!" Die Frau lächelte ihr ein letztes Mal zu und verschwand.

Als sie erwachte, lag sie in ihrem Bett und ließ den Traum noch einmal Revue passieren. War ihr das wirklich gerade passiert? Gab es so etwas überhaupt? Sie kam zu der Antwort, dass es so gewesen sein musste. Aber so hatte sie sich ihre Zukunft nicht vorgestellt. Augenblicklich kam ihr der Gedanke, ob sie wirklich so werden würde oder ob man an der Zukunft noch etwas ändern könnte.



3. Preis:
Alina Farcas: Der Albtraum

Ich hatte einen Traum...besser gesagt einen Albtraum. Es war
schrecklich...ich war durch den Geist des Todes erschreckt. Er versuchte mich zu
fangen... ich lief und schrie um Hilfe, aber niemand war dort, nur ich,
in einer großen, dunklen Höhle. Ich lief so lange, bis meine Beine mich
im Stich ließen. Sie hörten mich nicht mehr... Der Tod war so nahe...
er flüsterte mir zu: "Du kannst dich nicht verstecken! Ich kann dich
jeden Moment fangen... du kannst nichts dagegen machen... niemand kann
das tun! Ich bin gekommen, deine Seele zu nehmen... Du brauchst sie
nicht mehr... und jetzt nimm Abschied für immer!" Ich verschwand... Mein
Körper bewegte sich nicht mehr... Ich konnte es sehen: Ich war TOT...

Es ist noch nicht vorbei...

Nur wenn wir aufhören, traurig und glücklich zu sein, dann können wir
uns für Tote halten, aber bis dahin kann uns keiner aufhalten, weiter zu
gehen!


4. Preis:
Manuela Bernauer: Mein Traum von Heimat


Heimat ist eine Insel!

Eine Insel der Wärme,
umgeben vom kalten Meer.

Eine Insel der Geborgenheit,
umgeben vom brausenden Meer.

Eine Insel der Vertrautheit,
umgeben vom offenen Meer.

Eine Insel des Lichts,
umgeben vom dunklen Meer.

Eine Insel der Hoffnung,
umgeben vom tiefen Meer.

Eine Insel der Liebe,
umgeben vom tobenden Meer.

Was wären wir in einem Meer,
ohne eine Insel um an Land gehen zu können?

Was wären wir
ohne unsere
Heimat?


Andrea Wiltberger:
Traumreise

Stockfinster ist es draußen vor dem Fenster, wie jeden Tag, wenn du aufstehst. Seit du in die Schule gehst, beginnen deine Tage dunkel. Müde tappst du ins Bad, drehst am Wasserhahn, hantierst mit der Zahnbürste und erblickst mit halb geschlossenen Augen, um das schmerzende Licht der Glühlampe zu dämpfen, dein Spiegelbild.
Die Kleidung, die du anziehst, nimmst du kaum wahr; hoffentlich hast du dein Schulzeug schon am Vortag gepackt. Ordnungssinn ist keine Stärke von dir, und in der Früh aufstehen auch nicht. Hektisch verlässt du das stille Haus, denn alle anderen schlafen noch, und du weißt, dass du spät dran bist. Der winterkalte Wind bläst dir ins Gesicht und jeder Versuch, deine Hände mit dicken Handschuhen zu schützen, ist wie immer zwecklos. Die vereiste Straße ist menschenleer und den Weg bis zur Zughaltestelle stapfst du mühsam gegen den Sturm. Du bist rechtzeitig da, der Zug kommt schon.

Blinzelnd öffnest du die Augen und bleibst für einen Moment reglos liegen, den weichen Boden unter deinem Körper genießend. Die aufgehende Sonne wärmt dich angenehm sanft und du streckst dich ausgiebig, um den Schlaf aus deinen Gliedern zu treiben. Dann stehst du auf und setzt dich auf die Kante des kleinen Abhangs, der vor deiner Schlafstelle ist und von dem aus ein kleiner Weg hinabführt. Verträumt betrachtest du die scheinbar endlose Landschaft, die sich vor dir erstreckt.
Vom Sonnenaufgang malerisch beschienen liegt eine breiter Waldgürtel vor dem in weiter Ferne blitzenden Meer, das sich im Horizont verläuft. In entgegengesetzter Richtung erkennst du ein bewaldetes Hochplateau, und soweit das Auge reicht, Urwald. Mit einem Sprung landest du im Gras unter dem Abhang und kommst an den kleinen Wasserfall, an dem du durstig trinkst und dich ein wenig abregnen lässt.

Du hörst nur die gewöhnlichen Dinge, während du im Zug stehst: das Rattern über die Schienen, ein gelegentliches Hüsteln und das permanente Schweigen der Leute.
Der Schulrucksack schneidet dir in die Schultern und erinnert dich an den Tagesplan, der ebenso voll ist wie die Tasche auf deinem Rücken. Gleich in der ersten Stunde Physik-Test, dann hast du in der dritten Stunde Vokabelüberprüfung und in Turnen musst du hoffentlich nicht Volleyball spielen. Ach ja, am Abend kommt noch Onkel Kunbert und drückt dir die üblichen Schmatzer auf, damit er auch gleich wieder mit deinen Eltern ins Theater fahren kann und du auf deinen Bruder aufpassen darfst, der dich am Lateinlernen hindert. Schon bei dem Gedanken daran zieht sich alles in dir zusammen und du hältst unauffällig deinen verkrampften Bauch. In der Hoffnung auf einen Platz blickst du in die Sitzreihen, aber da ist nichts frei.

Ein Käfer verfängt sich kurz in deinen Haaren, während du faul in der Sonne liegst und dich trocknen lässt. Nach einer Weile setzt du dich auf und blickst erwartungsvoll in die Gegend. Was mag der Tag wohl bringen? Da der Waldrand leicht zu erreichen wäre und ein bisschen Bewegung jetzt gut täte, beschließt du dorthin zu wandern.
Inzwischen ist die Sonne bereits höher gestiegen und die Gegend erscheint dir voller Leben. Unbekannte Vogelstimmen, Summen und ein kaum vernehmbares Rauschen des Meeres liegen in der Luft. Erfasst von einer neuen Leichtigkeit spazierst du beschwingt durch die Wiese, immer auf den Waldrand zu.

Wie es dir bei dem Test gegangen sei, fragt dich die Mitschülerin. Tja, so wie meistens, vollkommen hoffnungslos auf eine positive Bewertung. Mit einem flauen Gefühl im Magen packst du dein Jausenbrot aus, das zerquetscht in der Alufolie klebt. Egal, du kannst sowieso jetzt nichts essen. Deine Kehle ist wie zugeschnürt, du willst nicht reden, nicht hier sein. Eine ganze Stunde Mittagspause liegt vor dir, verlorene Zeit, in der du nur wartest. Die anderen sitzen in einer Gruppe zusammen, doch sie laden dich nicht ein, dazuzukommen. Sie kennen dich nicht, wie auch, du bist ja so still. Erschöpft lehnst du dich zurück und siehst draußen vor dem Fenster dem Sturm zu, der mittlerweile auch schon Regen mit sich gebracht hat.

Fast bist du bei den ersten Bäumen und erkennst bereits ein tropisches Dickicht, das durchaus einladend aussieht. Neugierig wagst du die ersten Schritte in den Wald und plötzlich huscht ein Tier davon, und du erschrickst kurz. Aber du marschierst weiter und bewunderst die unglaubliche Vielfalt der Pflanzen, die dich mit sattem Grün umgeben. Einmal schreckst du eine Schar kleiner roter Vögel auf, nicht viel größer als deine Faust, ein andermal glaubst du ein Faultier zu erkennen. Fasziniert von so viel Schönheit machst du auf einer kleinen, sonnenhellen Lichtung Pause, um ein paar am Weg gepflückte Beeren zu essen.

„Nein, bitte nicht!“, denkst du verzweifelt, als deine Lehrerin zwei Stunden Volleyball- Training ankündigt. Du warst noch nie gut in dieser Sportart, und das wissen auch die anderen. Mal sehen, wer heute das Pech hat, dich in seiner Mannschaft zu haben. Ungeschickt landet der Ball in einer Ecke, schon beim ersten Versuch. Beim Aufwärmen bleibst du ohne Partner über, also übst du allein.

Gestärkt und ausgeruht schlenderst du weiter, und nun klingt das beständige Rauschen viel näher. Die See kann nicht mehr weit sein! Und tatsächlich, das letzte Gestrüpp lichtet sich und ein blendend weißer Sandstrand säumt das ruhige Meer, das vor dir liegt. Ein paar Möwen kreisen am Himmel, und du kannst den Blick nicht abwenden von dem weiten tiefblauen Ozean, der dir mit sanfter Brandung stetig entgegenschäumt.

Kaum verlässt du das Schulgebäude, wird dir kalt und es bläst dir das Haar ins Gesicht. Der Sturm hat nicht nachgelassen und es regnet inzwischen in Strömen.
Als du beim Wartehäuschen der Bahn ankommst, bist du tropfnass. Die letzten zwei Stunden liegen unauslöschlich in deinen Gedanken, natürlich hast du alles falsch gemacht. Jetzt bloß nach Hause! Aber was wartet da schon auf dich? Voller Selbstmitleid trittst du wieder hinaus unter dem Dach der Bahnstation und spürst kalten Regen und warme Tränen auf deiner Wange.

Genüsslich läufst du durch den heißen Sand und spürst auch schon das Nass unter deinen Füßen. Langsam watest du ins Meer und lässt dich auf einmal ausgelassen ins Wasser fallen.

Um diese Zeit fährt selten jemand nach Hause, du bist allein. Ängstlich näherst du dich der Bahnsteigkante.

Du beginnst zu schwimmen und es überkommt dich ein herrliches Gefühl der Freiheit. Mit aller Kraft willst du hinaus in die blaue See, was immer auch kommen mag.

Du weißt, wie einfach es wäre, all die sinnlosen Tage zu vergessen. Du gehst noch einen Schritt und betrachtest die nassen Geleise.

Eine Welle kommt, du hörst es, du siehst es. Sie muss riesig sein, denn es rauscht plötzlich ohrenbetäubend. Du suchst Halt, willst stehen bleiben, aber du hast den Boden unter den Füßen verloren. Du bist zu weit geschwommen,
bist auf die Schienen gesprungen.
Die Welle kommt,
der Zug kommt.
Wach auf!