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Das Stück
spielt 411 v. Chr. in Athen, in der Nähe und auf der Akropolis zu einer
Zeit, da der Krieg gegen Sparta schon zwanzig Jahre im Gang ist.
Lysistrata, ihr Name lässt sich mit "Heerauflöserin" übersetzen, trifft
sich mit Lampito, einer Frau aus Sparta. Die beiden beschließen, Frauen
aus allen Stadtstaaten Griechenlands zusammenzurufen, um durch die
einzig effektive Maßnahme, die ihnen zur Verfügung steht, dem Krieg ein
Ende zu bereiten: Sie werden sich ihren Männern so lange verweigern, bis
endlich Frieden ist. Gleichzeitig erobert und besetzt eine Gruppe
älterer Frauen das Büro der Kriegskasse auf der Akropolis und weigert
sich, das Geld herauszugeben. Ältere Männer versuchen, die Barrikaden
anzuzünden - die jungen Männer sind alle im Krieg, doch ihr Feuer
beantworten die Frauen mit Wasser. So wird auch dieser Brand gelöscht,
die Frauen gewähren keinen Zutritt zu ihrem Schatz.
Am Ende
zeichnet sich ab, dass Lysistrata und ihr inszenierter Liebesentzug auf
der ganzen Linie siegen wird.

Aristophanes
Aristophanes ist der
griechische Komödienschreiber par excellence. Er verfasste
die klassischen Komödien "Lysistrata", "Die Vögel" und "Die Frösche".
Immerhin entstanden diese Werke gut 400 Jahre vor unserer Zeitrechnung.
Er soll um 450 v. Chr. in Athen geboren und auch dort 60 oder 65 Jahre
später gestorben sein.
Von den 40 Stücken, die er geschrieben, und für die er eine große Zahl
von Theaterpreisen eingeheimst hat, sind immerhin noch elf vollständig
erhalten. Neun davon spielen in der Zeit des Peloponnesischen Kriegs,
etwa zwischen 430 und 400 unserer Zeitrechnung, dem Krieg zwischen Athen
auf der einen, Sparta und seinen Verbündeten auf der anderen Seite.
Es geht bei Aristophanes um politische Komödien, wobei aber der Begriff
des Politischen nicht auf Parteipolitik beschränkt werden kann, sondern
all das erfasst, was in der Gesellschaft verhandelt wird. In das Unglück
des Kriegs führt die Komödie "Lysistrata".
Sie wird als Protest gegen den Krieg gewertet. |