Berufsschule Attnang
Metallbeartungstechniker/in
http://schulen.eduhi.at/bs-attnang/metallbeartungstechniker-in.html

© 2010 Berufsschule Attnang

Metallbearbeitungstechniker/in

"Katzenkopf - ein Stück davon" war der Zunftspruch des ehemaligen Schlosserberufes und er symbolisierte, dass aufgrund der Vielfältigkeit des Berufes der Geselle nur ein Stück davon konnte.

Metallbearbeitungstechniker/in umfasst die Fertigung, den Zusammenbau und die Montage von Bauteilen, Geräten, Objekten, sicherheitstechnischen Einrichtungen, Schlössern, Beschlägen und anderen berufseinschlägigen Produkten (Tore, Einfriedungen, Stiegen, Geländer, Metallkonstruktionen usw.) aus Metall. Sie planen anhand von technischen Unterlagen (Werkzeichnungen, Konstruktionspläne) die Arbeitsschritte und die dafür erforderlichen Arbeitsmittel und -methoden. Sie besorgen die Materialien und Werkstoffe und bearbeiten sie mit Handwerkzeugen oder Maschinen. Eine der wichtigsten Tätigkeiten in der Metallbearbeitung ist heute die Einrichtung und Bedienung der elektronisch gesteuerten Werkzeugmaschinen (CNC-Maschinen) und die ständige Kontrolle der Bearbeitungsergebnisse. Weitere wichtige Aufgaben im Beruf sind Montage-, Wartungs- und Reparaturarbeiten an den Produkten sowie Maßnahmen zum Oberflächenschutz (z.B. Rostschutzanstrich, Lackierung). Große Bedeutung kommt heute in der Metallverarbeitung auch der Kundenberatung zu.

Der Aufgabenbereich der Metallbearbeitungstechniker/innen ist sehr vielfältig. Sie führen z.B. eine Vielzahl von Arbeiten am Bau durch; aus Blech, Rohren und Stahlprofilen fertigen sie Stahltüren, Schutzgitter, Treppen- und Balkongeländer, Vordächer, Fenster- und Türrahmen; weiters bauen sie Schaufensteranlagen, Ausstellungsvitrinen, Umzäunungen und ähnliche Dinge mehr. Dazu gehören weiters die Herstellung und der Einbau von Transport-, Förder- und Sicherheitseinrichtungen (z.B. Lifte, Rolltreppen, Brandschutztüren, Einbruchschutzgitter) sowie verschiedene Kunstschlosserarbeiten (z.B. Herstellung und Montage von Balkon- und Stiegengeländern, Beschlägen und Inneneinrichtungsgegenständen). Auch die Erzeugung und der Einbau von Konstruktionsteilen im Wohnungsbau (z.B. Fenster- und Türrahmen) oder von Spiel- und Sportgeräten für Sport- und Spielplätze bzw. Turnhallen gehört zum Aufgabenbereich der Metallbearbeitungstechniker/innen. Neben Stahl und Kupfer verwenden sie immer häufiger Leichtmetalle (z.B. Aluminium) und Kunststoffe.

Neben zahlreichen Handwerkzeugen werden in der Metallbearbeitung vor allem folgende Geräte/Maschinen eingesetzt: Schweißgeräte, Sägen, Kraftschere, Schleifmaschine, Schneidbrenner, Stanz-, Bohr- und Abkantmaschine. In der Serienfertigung werden programmgesteuerte Werkzeugmaschinen eingesetzt (CNC-Maschinen, CNC = Computer-Numeric-Control).

Die Metallbearbeitungstechniker/innen wählen zunächst das Material (z.B. Stahl, Nichteisenmetalle oder Kunststoffe) aus und übertragen durch Anzeichnen, Anreißen oder Ankörnen die Bearbeitungsmaße von der Werkzeichnung auf das Rohstück. Danach schneiden sie das Material mit verschiedenen Werkzeugen und Maschinen (z.B. Säge, Schlagschere) zu und bearbeiten es mit verschiedenen Metallbearbeitungstechniken (z.B. Bohren, Fräsen, Schleifen, Stanzen).
Die Herstellung der Formteile (z.B. Maschinenteile, Türrahmen usw.) erfolgte
früher vorwiegend händisch mit verschiedenen Werkzeugmaschinen (z.B. Bohrmaschine, Dreh-, Fräs-, Schleif-, Stanzmaschine). Heute wird die Metallbearbeitung mit programmgesteuerten Werkzeugmaschinen (CNC-Maschinen) weitgehend automatisiert durchgeführt. Die Tätigkeit der Metallbearbeitungstechniker/in umfasst hier die Programmierung, Bedienung und Überwachung der Maschine sowie die Überprüfung der fertigen Formteile.
CNC-Maschinen werden allerdings wegen der hohen Anschaffungskosten derzeit vor allem bei der Serienfertigung in Industriebetrieben verwendet.

In kleinen und mittleren Gewerbebetrieben stellen die Metallbearbeitungstechniker/in in der Regel noch Einzelstücke oder Kleinserien (z.B. Ersatzteile bei Reparaturen oder genau einzupassende Sonderanfertigungen) her.

Nach der Bearbeitung fügen die  Metallbearbeitungstechniker/innen die einzelnen Teile zusammen, wobei sie verschiedene Verbindungstechniken anwenden (z.B. Verschrauben, Vernieten, Verschweißen, Kleben). Zum Oberflächenschutz der Erzeugnisse bringen sie vielfach auch eine Schutzlackierung auf. Kleinere Werkstücke bauen sie bereits in der Werkstatt bzw. Werkshalle fertig zusammen, größere Konstruktionsteile passen sie nur ein; der endgültige Zusammenbau erfolgt erst am Aufstellungsort.

Wichtige Aufgaben der Metallbearbeitungstechniker/innen- vor allem im Gewerbe - sind Wartungs- und Reparaturarbeiten. Sie überprüfen Maschinen, Geräte und Vorrichtungen auf ihre Funktionstüchtigkeit und wechseln abgenützte Teile aus. Sie ölen und schmieren Maschinen und Geräte und führen notwendige Reparaturarbeiten durch.