Metallbearbeitungstechniker/in
"Katzenkopf - ein Stück davon" war der Zunftspruch des ehemaligen Schlosserberufes und er symbolisierte, dass aufgrund der Vielfältigkeit des Berufes der Geselle nur ein Stück davon konnte.
Metallbearbeitungstechniker/in umfasst die Fertigung, den Zusammenbau und die Montage von Bauteilen, Geräten, Objekten, sicherheitstechnischen Einrichtungen, Schlössern, Beschlägen und anderen berufseinschlägigen Produkten (Tore, Einfriedungen, Stiegen, Geländer, Metallkonstruktionen usw.) aus Metall. Sie planen anhand von technischen Unterlagen (Werkzeichnungen, Konstruktionspläne) die Arbeitsschritte und die dafür erforderlichen Arbeitsmittel und -methoden. Sie besorgen die Materialien und Werkstoffe und bearbeiten sie mit Handwerkzeugen oder Maschinen. Eine der wichtigsten Tätigkeiten in der Metallbearbeitung ist heute die Einrichtung und Bedienung der elektronisch gesteuerten Werkzeugmaschinen (CNC-Maschinen) und die ständige Kontrolle der Bearbeitungsergebnisse. Weitere wichtige Aufgaben im Beruf sind Montage-, Wartungs- und Reparaturarbeiten an den Produkten sowie Maßnahmen zum Oberflächenschutz (z.B. Rostschutzanstrich, Lackierung). Große Bedeutung kommt heute in der Metallverarbeitung auch der Kundenberatung zu.
-
Berufsbild Metallbearbeitungstechniker (pdf-787kB)
-
Rahmenlehrplan Metallbearbeitungstechniker (pdf-429kB)
Der Aufgabenbereich der Metallbearbeitungstechniker/innen ist sehr
vielfältig. Sie führen z.B. eine Vielzahl von Arbeiten am Bau durch; aus Blech,
Rohren und Stahlprofilen fertigen sie Stahltüren, Schutzgitter, Treppen- und
Balkongeländer, Vordächer, Fenster- und Türrahmen; weiters bauen sie
Schaufensteranlagen, Ausstellungsvitrinen, Umzäunungen und ähnliche Dinge mehr.
Dazu gehören weiters die Herstellung und der Einbau von Transport-, Förder- und
Sicherheitseinrichtungen (z.B. Lifte, Rolltreppen, Brandschutztüren,
Einbruchschutzgitter) sowie verschiedene Kunstschlosserarbeiten (z.B.
Herstellung und Montage von Balkon- und Stiegengeländern, Beschlägen und
Inneneinrichtungsgegenständen). Auch die Erzeugung und der Einbau von
Konstruktionsteilen im Wohnungsbau (z.B. Fenster- und Türrahmen) oder von Spiel-
und Sportgeräten für Sport- und Spielplätze bzw. Turnhallen gehört zum
Aufgabenbereich der Metallbearbeitungstechniker/innen. Neben Stahl und Kupfer
verwenden sie immer häufiger Leichtmetalle (z.B. Aluminium) und
Kunststoffe.
Neben zahlreichen Handwerkzeugen werden in der
Metallbearbeitung vor allem folgende Geräte/Maschinen eingesetzt: Schweißgeräte,
Sägen, Kraftschere, Schleifmaschine, Schneidbrenner, Stanz-, Bohr- und
Abkantmaschine. In der Serienfertigung werden programmgesteuerte
Werkzeugmaschinen eingesetzt (CNC-Maschinen, CNC =
Computer-Numeric-Control).
Die Metallbearbeitungstechniker/innen wählen
zunächst das Material (z.B. Stahl, Nichteisenmetalle oder Kunststoffe) aus und
übertragen durch Anzeichnen, Anreißen oder Ankörnen die Bearbeitungsmaße von der
Werkzeichnung auf das Rohstück. Danach schneiden sie das Material mit
verschiedenen Werkzeugen und Maschinen (z.B. Säge, Schlagschere) zu und
bearbeiten es mit verschiedenen Metallbearbeitungstechniken (z.B. Bohren,
Fräsen, Schleifen, Stanzen).
Die Herstellung der Formteile (z.B.
Maschinenteile, Türrahmen usw.) erfolgte
früher vorwiegend händisch mit
verschiedenen Werkzeugmaschinen (z.B. Bohrmaschine, Dreh-, Fräs-, Schleif-,
Stanzmaschine). Heute wird die Metallbearbeitung mit programmgesteuerten
Werkzeugmaschinen (CNC-Maschinen) weitgehend automatisiert durchgeführt. Die
Tätigkeit der Metallbearbeitungstechniker/in umfasst hier die Programmierung,
Bedienung und Überwachung der Maschine sowie die Überprüfung der fertigen
Formteile.
CNC-Maschinen werden allerdings wegen der hohen Anschaffungskosten
derzeit vor allem bei der Serienfertigung in Industriebetrieben verwendet.
In kleinen und mittleren Gewerbebetrieben stellen die
Metallbearbeitungstechniker/in in der Regel noch Einzelstücke oder Kleinserien
(z.B. Ersatzteile bei Reparaturen oder genau einzupassende Sonderanfertigungen)
her.
Nach der Bearbeitung fügen die
Metallbearbeitungstechniker/innen die einzelnen Teile zusammen, wobei sie
verschiedene Verbindungstechniken anwenden (z.B. Verschrauben, Vernieten,
Verschweißen, Kleben). Zum Oberflächenschutz der Erzeugnisse bringen sie
vielfach auch eine Schutzlackierung auf. Kleinere Werkstücke bauen sie bereits
in der Werkstatt bzw. Werkshalle fertig zusammen, größere Konstruktionsteile
passen sie nur ein; der endgültige Zusammenbau erfolgt erst am
Aufstellungsort.
Wichtige Aufgaben der Metallbearbeitungstechniker/innen-
vor allem im Gewerbe - sind Wartungs- und Reparaturarbeiten. Sie überprüfen
Maschinen, Geräte und Vorrichtungen auf ihre Funktionstüchtigkeit und wechseln
abgenützte Teile aus. Sie ölen und schmieren Maschinen und Geräte und führen
notwendige Reparaturarbeiten durch.