icho96
Österr.Team (mit russ.Betreuerin)
   vor Mendelejew-Denkmal

Bericht zur 28. Internationalen Chemieolympiade in Moskau:

Um die gute Struktur der Chemieolympiade und die solide finanzielle Basis durch das Unterrichtsministerium und den Fachverband der chemischen Industrie beneiden uns die meisten anderen Nationen. Die Früchte konnten auch in diesem Jahr geerntet werden, d.h. die österreichischen Schüler schnitten wieder hervorragend ab. Das Ergebnis bei der 28. IChO war so gut, daß sich die Frage stellt, wann der Einbruch kommen wird: Denn die Rahmenbedingungen seitens der Schulpolitik werden schlechter und die Anstrengungen anderer Nationen (vor allem der asiatischen) nehmen zu.

Die organisatorischen Sitzungen der Jury wurden wie schon in Oslo von Dr. Heiner Zechmann geleitet. Laut Reglement konnte er nach 2 kompletten Amtsperioden nicht mehr für das Steering Committee der IChO kandidieren, doch wurde bei der abschließenden Wahl Kollege Dr. Manfred Kerschbaumer als einer der drei Vertreter Europas in das Steering Committee gewählt.

Die Wettbewerbsaufgaben erwiesen sich in der Theorie als schwierig (über Tellur-Verbindungen als Ziegler-Natta-Katalysatoren, über iodometrische Titration, über Radioaktivität, über pH-abhängige Gleichgewichte, über Elektrochemie bei Blutlaugensalzen, über organische Stereochemie und über Lactone bei Exo-Verbindungen), hingegen in der Praxis (schon wieder Iodometrie; dazu die Herstellung von Paracet amol mit anschließender DC-Analyse) als zu leicht, weil d abei doch zu viele Schüler volle Punktzahlen erreichen konnten. Zu denen, die in der Praxis praktisch voll punkten konnten, gehörten nun schon traditionsgemäß die vier österreichischen Schüler.

Auch in der Theorie erbrachte das Team in Relation zu den anderen eine sehr gute Leistung, sodaß in der Teamwertung unter 45 teilnehmenden Nationen Rang 4 hinter Rußland, Iran und China, und noch vor Deutschland und den USA erreicht werden konnte.

Im einzelnen gab es für Johannes Schimpl (Oberschützen) Gold und als Draufgabe noch den Sorokin-Sonderpreis für die beste Lösung der schwierigsten theoretischen Aufgabe. Stephan Gruber (Steyr) holte ebenfalls eine Goldmedaille, während Anton Korinek (Neunkirchen) mit Silber und Maximilian Austerer (Wien) mit Bronze das hervorragende Ergebnis komplettierten.

Heiner Zechmann Medaillien (25kByte) ...zurück zur Leitseite