Berichte zur österreichischen und internationalen Chemieolympiade 1998:

Der Bundeswettbewerb der österreichischen Chemieolympiade fand heuer unter der umsichtigen Leitung von Prof. Dietmar Pocivalnik am BG/BRG Fürstenfeld statt. 25 Teilnehmer stellten sich dieser Herausforderung. Nach einem harten 12-tägigen Trainingskurs (auch sonntags wurde gearbeitet) mit Vorträgen und Praktika, aber gewürzt mit Exkursionen (Tabakfabrik Fürstenfeld, Böhler-Uddeholm Kapfenberg, Leder Wollsdorf, Elin Weiz, Chrysler Eurostar Graz, Lyocell Heiligenkreuz) und einem Empfang bei der Landeshauptfrau, brachten die abschließenden Klausuren folgendes Ergebnis: Andreas Koppitz (Graz) vor Andreas Eckner (Wr. Neustadt), Konrad Tiefenbacher (Wien), Clemens Huber (Fürstenfeld), Martin Kreidl (Schwaz), Martin Willitsch (Villach), Michael Paler (Meran), Marko Poglitsch (Villach), Maria Korinek (Neunkirchen). Die österreichische Chemieolympiade wurde - wie jedes Jahr - vom Fachverband mit Chemikalien und Preisen (u.a. für die Besten eine "Belohnungsfahrt" zur ETH Zürich und zu Novartis in Basel) unterstützt.

Die internationale Chemieolympiade in Melbourne brachte im Praxis-Teil zwei Titrationen (Ca über Oxalat mittels Permanganat bzw. Co acidimetrisch über einen Kationentauscher), doch leider weder eine qualitativ-analytische noch eine präparative Aufgabe. In der Theorie waren u.a. Aufgaben über Fullerene, aus der Komplexchemie, der Radiochemie, der MO-Theorie, der Spektroskopie sowie über Molekülgeometrie zu lösen. Dabei konnten drei unserer Schüler Medaillen gewinnen: Andreas Eckner holte eine Goldmedaille, Konrad Tiefenbacher wurde ebenso wie Andreas Koppitz "versilbert". Mit diesen Leistungen konnte Österreich unter 47 Nationen den 13. Rang in der inoffiziellen Mannschaftswertung, die an der Spitze Singapur vor Korea und Ungarn sah, erreichen. In der Einzelwertung siegte ein Chinese vor einem US-Amerikaner und einem Argentinier, wobei anzumerken ist, dass im Falle des Chinesen der Vorwurf, geschwindelt zu haben, nicht entkräftet werden konnte, sich die australischen Gastgeber aber nicht zu einer Disqualifikation durchringen konnten.