Von Knallteufeln und Knatterfontänen

Experimente mit pyrotechnischem Spielzeug (Teil I)

Viktor Obendrauf

Ein Dank zum Schluß

Dieser kleine Querschnitt von Versuchen zeigt bereits, dass eine Reihe von klassischen Trennmethoden (Extraktion, Filtration, Sublimation, Kristallisation) bzw. einfache qualitative und quantitative analytische Verfahren an pyrotechnischem Spielzeug durchexerziert werden können. Die schulischen Möglichkeiten wurden dabei bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Abgesehen von der affektiven (motivierenden) Komponente der Probenmaterialien eröffnen sich neue Dimensionen, z.B. chemiegeschichtliche Aspekte anzusprechen und eine Reihe von chemischen Gesetzmäßigkeiten (Stöchiometrie, Redox-Systeme, Energetik usw.) zu diskutieren. Durch Kontaktaufnahme mit Erzeugern und Importeuren von pyrotechnischen Artikeln im Rahmen von Unterrichtsprojekten können auch wirtschaftliche Aspekte angesprochen werden. Bei dieser Gelegenheit möchte ich Herrn Lutz Kegler vom Betriebslabor der Fa. WECO Feuerwerk in Eitorf/Sieg (Deutschland) danken, der trotz der vielen Arbeit gerade in den letzten Wochen vor dem Jahr 2000 mit seinen telefonischen Auskünften meine Arbeit an diesem Beitrag sehr erleichtert hat.

    [1] Menke, K. : Die Chemie der Feuerwerkskörper. In: Chemie in unserer Zeit, 12 (1978), Nr 1. 12-22
    [2] Conkling, J.A.: Feuerwerk. In: Spektrum der Wissenschaft, 1990, Nr. 9,  S. 142-149
    [3] Moser, A.:  Pyrotechnik. In: Chemie und Schule 12 (1997), Nr. 4, S 14, 20-21
    [4] Kosanke K.L., B.J.: Lecture Notes for Pyrotechnic Chemistry (Part 2), 
          published by Journal of Pyrotechnics Inc., Whitewater, 1997, USA