Lehrplan Südtirol

      Programmvorschläge für das Triennium

3.Klasse

    1. Allgemeine und anorganische Chemie
    2. Mineralisation, Kristallisation, Mineralien, Kristallgitter
    3. Chemie des Wassermoleküls
    4. Kreisläufe des Kohlenstoffs, des Stickstoffs, Düngung
    5. Kalk und Verkarstung

4.Klasse

5.Klasse


      Einzelne Programmvorschläge

Der Kreislauf des Kohlenstoffs in der Natur Die Nahrungskette und die Nahrungspyramide
Das CO2/O2-Gleichgewicht in der Luft, im Wasser und im Boden in der Vergangenheit und heute.
Die Eutrophierung der Gewässer

In groben Umrissen die Grundprozesse der Photosynthese erfahren und einen Einblick in die Nahrungsketten und Nahrungspyramiden erhalten; die Umwandlung der Kohlenhydrate zu Kohle, Erdöl und Erdgas aufzeigen

Vernetzung der anorganischen Welt mit den Organismen Das Wasser und die Lebewesen stehen in wechselseitiger Beziehung
Das Wasser und seine Eigenschaften sind eine Voraussetzung für die Entstehung und die Entwicklung der Lebewesen auf der Erde. Das Wasser verändert die Erdoberfläche und formt vielfältige Lebensräume.
    Eigenschaften und Bedeutung des Wassers
    Kreislauf des Wassers
    Oberflächenverteilung des Wassers
    Die Entstehung und Entwicklung des Lebens aus dem Wassers
    Biogene Gesteinsbildungen
Kohle Erdöl Erdgas Kohle, Erdöl und Erdgas sind die bedeutensten natürlichen Rohstoffe, deren Raffinationsprodukte und Derivate in vielen gebieten der modernen Industrie Anwendung finden. Als Energieträger stellen sie weltweit einen wsentlichen Wirtschaftsfaktor dar. Förderung, Transport und Verwendung schaffen jedoch große Risiken für die Umwelt.
Kohle Die Schüler sollen über die Inkohlungsvorgänge bescheid wissen; die wichgsten natürlichen Kohlearten sollen angesprochen werden; auf die Nutzung von Koks, Holz- und Aktivkohle soll hingewiesen werden.
Erdöl und Erdgas Der Schüler soll die Entstehung, Verbreitung und wirtschaftliche Bedeutung des Erdöls und des Erdgases kennenlernen. Durch die fraktionierte Destillation (Kondensation) des Erdöls erhält man Leicht-, Mittel-, Schwer- und Schwerstöle mit verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten; Das Cracking-Verfahren ermöglicht eine größere Ausbeute an Leitölen.
Kohlenwasserstoffe sind die wichtigsten Bestandteile des Erdöls Die Behandlung des Erdöls und Erdgases erlauben einen Einstieg in die Chemie der acyclischen und cyclischen Kohlenwasserstoffe und ihrer Derivate. Die Behandlung von Grundbegriffen über Hybridisierung, gesättigte und ungesättigte Verbindungen, Isomerie und Polymerisation bietet sich an. Benzin und seine Verbrennungsprodukte geben Anlaß zur Diskussion von Umweltfaktoren.
Methan und Alkane Der Schüler soll erfahren, daß Methan die einfachste organische Verbindung ist. In der Natur kommt es als Sumpf- und als Grubengas vor. Er soll die Tetraederstruktur als Folge der Hybridisierung der sp-Orbitale kennenlernen und die homologe Reihe der Alkane, ihre physikalischen und chemischen Eigenschaften studieren. Strukturisomerie und ihre Nomenklatur sollen in erster Übersicht behandelt werden.
Alkene und Alkine Durch unvollständige Hybridisierung wird die Tetraederstruktur der Kohlenwasserstoffe verzerrt: es entstehen sogenannte ungesättigte Verbindungen, die energiereicher, daher weniger stabil sind und auch Additionsprodukte ermöglichen. Ethen und Propen sind die wichtigsten Ausgangsstoffe für Polymere, die im Alltag Verwendung finden.
Ethin wurde schon seit langer Zeit für beleuchtung und Energiegewinnung in Haus, Technik und Industrie verwendet. Die Besprechung seiner Herstellung sollen Anlaß zur Diskussion von Vinylderivaten und ihre Problematik geben.
Cyclische Verbindungen Einfache cyclische Verbindungen und Aromate sollen besprochen werden. Benzin als Energieträger; Vor- und Nachteile des bleifreien Benzins und die Funktion des Katalysators sollen diskutiert werden.
Arten der Isomerie Der Schüler soll verstehen, daß in der organischen Chemie einer Summenformel mehrere Strukturformeln entsprechen können.
Strukturisomerie, Gerüst-, Stellungs-, Bindungsisomerie daß schon bei Kohlenwasserstoffen mit mehr C-Atomen und Substituenten mehrere unterschiedliche Verbindungsmöglichkeiten bestehen. Die triviale aber auch die IUPAC-Benennung dieser verbindungen sollen eingeübt werden.
Funktionsisomerie Anhand des Beispiels Ethanol-Dimethylether kann die Bedeutung unterschiedlicher Funktionen bei gleicher Summenformel erklärt werden.
Geometrische Isomerie (trans/cis = E/Z-Isomerie Mit Hilfe von Strukturmodellen erfährt der Schührt den Unterschied der Bindungsarten bei gesättigten und ungesättigten Stoffen.
Tautomerie Die Bedetung der keto-enol-Tautomerie wird bei der Behandlung der ketone angesprochen. Eine Vertiefung erübrigt sich meistens.
Mesomerie Bei der Behandlung von organischen Säuren und ihrer Stärke kann der Begriff verständlsich gemacht werden. Die Erweiterung kann anhand aromatischer Verbindungen, dem +M und -M-Efekt vertieft werden.
Stereoisomerie, Spiegelbildisomerie Der Schüler soll schon aus dem Physikunterricht bzw. Kristallographieunterrricht die Begriffe der Lichtbrechung, Doppelbrechung und Polarisation mitbringen. Anhand von praktischen Demonstrationen und Strukturmodellen kann die optische Aktivität und ihre Voraussetzung den Schülern klargemacht werden. Der Begriff der Chiralität ist erforderlich. Die Behandlung von Fischer-Projektionen und die entsprechende Formelübung können je nach Schultyp und Voraussetzungen zusätzlich erlernt werden.
Die Unterscheidung zwischen Enantiomeren und Diastereoisomeren soll bei Verbindungen mit doppelten chiralen C Atomen hervorgehoben werden.
Konformationsisomerie Der Begriff z.B. von Sessel- und Wannenform des Cyclohexans kann zur Erklärung manches Reaktionsverhaltens angesprochen werden.

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