Konfessionsstreitigkeiten
Sowohl in der Zeit der Gegenreformation, als auch im Handlungsablauf
der Makkabäerbücher spielen Konfessionsstreitigkeiten eine
zentrale Rolle.
Theologie
der Gegenreformation
Im Jahre 1545 wurde das Reformkonzil nach Trient einberufen, welches bis
1563 tagte und schlussendlich einen endgültigen Trennstrich gegenüber
den Protestanten zog. Grundsätzlich wurde beschlossen, dass man zukünftig
an den alten Glaubensgrundsätzen festhalten wird.
Diese wären:
 | Heilige
Schrift und Tradition bilden Glaubensgrundlage |
 | Priester
bleiben Mittler zwischen Gott und Mensch |
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Sakramente gelten von Christus angesetzt |
Als weitere Folge
startete man eine Kircheninterne Umstrukturierungen, um die durch die
vorangegangene Reformation geschafften Missstände zu beseitigen.
Die Bischöfe
wurden unter die Kontrolle des Papstes gestellt und man erhoffte sich
folgender Punkte Herr zu werden:
 | Kauf
und Verkauf kirchlicher Ämter |
 | Ablasshandel |
 | Priesterehe |
Durch diese
Reformen wurde die katholische Kirche innerlich erneuert und konnte zum
Kampf gegen die Reformation antreten. Durchgesetzt wurden sie von dem
militärisch-straff organisierten Jesuitenorden. Das Hauptaugenmerk lag
auf der Bekehrung von Ungläubigen und der Zurückführung von
abgefallenen Christen zur katholischen Kirche.
Warum
wird das Motiv der Makkabäerbücher in der Epoche der Gegenreformation
derart bedeutend?
Umrisshaft lässt
sich der Inhalt mit folgendem Satz beschreiben.
Die Makkabäerbücher
beschreiben die Geschichte des Ringens um die religiöse und politische
Freiheit des Volkes Israels.
Da die Makkabäerbücher
hauptsächlich
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von dem Vorhaben des Seleuziden Antiochus Ephanes berichten,
welcher dem jüdischen Volk die griechische Lebensweise aufzwingen will
-
und dem Bestreben seines Gegenspielers Mattatias und dessen drei Söhnen,
welche die alte (jüdische) Ordnung wiederherstellen wollen
handeln, sind die
Parallelen zur Epoche der Reformation bzw. der Gegenreformation nicht von
der Hand zu weisen.
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