Die Probleme mit dem Assuan-Staudamm
Facharbeit Deutsch
Siegmann Ursula
IVc, 1996/97


1. Entstehungsgeschichte

2. Technische Daten

3. Ziele des Hochstaudammes

4. Probleme vor dem Bau

5. Probleme nach dem Bau

6. Die Bevölkerungsexplosion

7. Was man daraus lernt

8. Literaturverzeichnis


1. Entstehungsgeschichte des Hochstaudammes


Viele fragen sich, warum wurde der Assuan Hochstaudamm eigentlich gebaut? Was erhoffte sich die ägyptische Regierung und die Bevölkerung davon? Und eine weitere Frage ist sicherlich, ob man denn nichts von den Auswirkungen wußte, die dieser Staudamm auf die Menschen und die Natur haben würde.

Nach dem II. Weltkrieg wurde König Faruk aus dem Land verwiesen und die Republik ausgerufen. Der Premierminister Gamal Abd el Nasser wurde nach einem Jahr Präsident. Die Bevölkerung Ägyptens wuchs immer schneller und erreichte Anfang der 50-er Jahre 22 Millionen Einwohner. Die Nahrungsmittelproduktion konnte aber nicht mehr gesteigert werden, da das dazu nötige Wasser fehlte. Nasser war sich klar darüber, daß nur ein Hochstaudamm die Ernährungsprobleme des Landes lösen könnte.

Da Ägypten aber das Geld für so ein riesiges Projekt fehlte, suchte Nasser zunächst bei den USA um Unterstützung an. Doch Nassers Waffenkäufe in der ehemaligen Sowjetunion und die starke Anlehnung an Moskau verärgerte die USA, welche 1956 die Verhandlungen abbrachen. Nun bot die ehemalige Sowjetunion Hilfe an, sowohl mit Kapital als auch mit technischem Know-how. Am 9. Jänner 1960 konnte mit dem Bau des Assuan Staudammes begonnen werden.

Der Damm wurde nach 11 Jahren Bauzeit fertiggestellt, doch konnte Nasser an der Einweihungsfeier nicht mehr teilnehmen, da er einige Monate zuvor an einem Herzinfarkt gestorben war. Sein Nachfolger Anwar el-Sadat und der sowjetische Präsident Nikolai Podgorny weihten am 15. Jänner 1971 den Assuan Staudamm ein.

2. Technische Daten

Während des Dammbaus waren ca. 2.000 sowjetische Spezialisten in Assuan und um die 30.000 ägyptischen Arbeiter. Sie zusammen bauten den 3.600 Meter langen und 111 Meter hohen Damm. Die untere Basis ist 980 Meter breit und die obere (= Dammkrone) beträgt immerhin noch 40 Meter. Über diese Dammkrone führt heute eine Asphaltstraße.

Der Stausee ist etwa 540 km lang und hat eine mittlere Breite von 20 km und eine durchschnittliche Tiefe von 25m.

Im Assuan Staudamm befinden sich 12 Turbinen, die eine Leistung von je 170 Mega- watt erbringen können.

Eine Skizze des Hochstaudammes (Querschnitt):



3. Die Ziele des Hochstaudammes

Die Ziele, welche Nasser sich steckte, waren ehrgeizig. Der Staudamm sollte sämtliche Probleme Ägyptens auf einmal lösen.

Die Ziele

Die Wirklichkeit heute

Gewinnung von jährlich 7,5 Milliarden Kubikmetern Bewässerungswasser. Ziel erreicht.
Ausdehnung der Kulturfläche um 546000 Hektar. Es wurde eine Schrumpfung verzeichnet (Innerhalb 10 Jahren um 2.000 Hektar).
Umstellung von 30.000 ha Anbaufläche von saisonaler Bewässerung auf Dauer- bewässerung Ziel erreicht.
Schutz des Landes vor Überflutungen in wasserreichen Jahren und Sicherung des Wasserbedarfs in Trockenjahren. Ziel erreicht.
Steigerung der Tragfähigkeit des Bodens durch verbesserte Entwässerungs- methoden, ermöglicht durch die Absenkung des Grundwassers. Der Grundwasserspiegel stieg als Folge der Überbewässerung an. Dies führte zu einer Versalzung und einer Verschlammung des Bodens.
Ausdehnung des Reisanbaues für Export-zwecke. Ziel erreicht. Es mußten aber wegen der großen Exportmengen von Reis Getreide importiert werden. So brachte der Damm keinerlei Verbesserung der Versorgung für die Bevölkerung.
Erzeugung von jährlich zehn Milliarden Kilowattstunden Elektrizität durch die Wasserkraftwerke in Assuan. Es wurden jährlich nur zwei Milliarden Kilowattstunden Elektrizität erzeugt.

4. Welche Probleme kannte man vor dem Bau?

Daß beim Bau des Assuan Hochstaudammes eine Menge von Problemen aufgetaucht sind, ist allgemein bekannt, doch da wirft sich die Frage auf, welche man bereits vor dem Baubeginn kannte und welche erst nachträglich dazugekommen sind. Es wäre wahrscheinlich von den Verantwortlichen eine Lüge gewesen, zu behaupten, daß man keine Probleme kannte.

So waren tatsächlich einige Folgen schon während der Planung bzw. während der Bau- ausführung des Hochstaudammes vorauszusehen.

4.1 Siedlungen und Kulturgüter werden überflutet

Man wußte schon vor Baubeginn, daß 80.000 bis 100.000 Einwohner, meist nubische Bauern, umgesiedelt werden mußten. Doch man ahnte nicht, welche Probleme sich für jene Bauern ergeben würden. Die an das Landleben gewöhnten Menschen wurden in Städte umgesiedelt, in denen sie meist rasch jeden sozialen Halt verloren und in Slums endeten. Aber auch kulturelle Güter mußten "umgesiedelt" werden. Dies geschah großteils durch internationale Hilfe, da Ägypten selbst kein Geld mehr für diese "Umsiedelung" hatte. So wurden Tempel abgetragen und an anderen Stellen wieder aufgebaut, doch konnten nicht alle Überreste der ägyptischen Hochkultur gerettet werden, und jene, die noch nicht entdeckt worden waren, werden wohl für ewig unter dem Schlamm begraben bleiben.

4.2 Schlamm bleibt vor dem Damm zurück

Man wußte auch schon vor dem Dammbau, daß Schlamm im Staubecken zurückbleiben würde. Dafür wurde auch eigens ein Totraum angelegt, der für 300 bis 500 Jahre reichen sollte. Doch vergaß man bei dieser Planung noch einiges (siehe 5.1). Man wußte auch schon, daß die Düngewirkung des Schlammes ausbleiben würde, doch man ahnte nicht, in welchem Ausmaß (siehe 5.4).

4.3. Überschwemmungen bleiben aus

Durch den Assuan Staudamm wird das Wasser gleichmäßig abgegeben, was bedeutet, daß das Hochwasser ausbleibt. Da das Hochwasser ausbleibt, mußte man Bewässerungs- anlagen bauen, welche eine gleichmäßige Bewässerung das ganze Jahr über gewährleisten.

5. Welche Probleme tauchten nach dem Bau auf?

Zusätzlich zu den Problemen die schon vor dem Bau bekannt waren, tauchten nach und nach immer mehr Probleme auf, deren man sich vorher gar nicht richtig bewußt war.

5.1. Totraum reicht nicht aus

Es hat sich beim Staudamm gezeigt, daß der fruchtbare Schlamm nicht, wie geplant, direkt hinter dem Hochstaudamm abgelagert wird, sondern sich sozusagen von rückwärts auffüllt. Die Ablagerung des Schlammes beginnt dann, wenn sich die Fließgeschwindigkeit verringert. An jener Stelle, wo der Nil in die Stauzone eintritt, beginnt sich der Schlamm abzulagern und bildet so eine sich selbst behindernde Barriere, die dazu führt, daß der Stauraum nicht optimal ausgenutzt wird und daher nicht die bisher angenommenen 300 bis 500 Jahre reichen wird, sondern schon in erheblich weniger Jahren voll sein wird.

5.2. Die Erosion

Unterhalb des Hochstaudammes bis hin zum Mittelmeerdelta fehlen seit dem Bau des Hochstaudammes jegliche Ablagerungen von Schlamm oder sonstigen Sedimenten. War vor dem Bau die Schlammbilanz (= Antransport, Ablagerungen, Abtransport, Abtragungen) positiv (d.h. es wurde Schlamm im Fluß abgelagert), so wurde nach dem Bau die Schlammbilanz negativ. Es wurde nicht mehr wie früher Schlamm im Flußbett abgelagert, im Gegenteil, wurden Flußbett, Ufer und Böschungen abgetragen. Auch die Humusdecke der fruchtbaren Ufer wurde weggerissen und somit ging wertvolles Ackerland verloren. Aber auch Brücken, Wehre und sonstige Wasserbauten laufen Gefahr, unterspült zu werden.

Die an den Meßstellen unterhalb des Dammes (Gaafra, Esan, Nag Hammadi und Delta-Wehr) passierende Jahres-Schlammlast (in Mio. Tonnen):

Im Jahr

Gaafra

Esan

Nag Hammadi

Delta-Wehr

1964

26,27

29,42

36,43

51,76

1965

5,68

6,71

7,33

10,46

1966

3,78

4,02

4,72

9,04

1967

3,14

4,09

6,62

14,43

1968

2,30

3,58

2,60

3,22

1969

1,91

2,30

2,69

3,15

1970

2,67

2,97

3,47

4,44

1971

2,46

2,66

3,16

4,50

1972

2,71

3,01

3,51

4,40

1973

2,78

3,20

3,65

5,06

1974

2,83

3,20

3,65

5,08

1975

1,82

2,20

2,70

4,44

1976

1,61

1,95

2,45

3,98

1977

1,61

1,95

2,45

4,02

Anhand dieser Tabelle kann man erkennen, wie stark der im Wasser mitgeschwemmte Schlamm zurückgegangen ist. In den Jahren 1964/65 änderte sich die Schlammführung des Nils grundlegend, da sämtliche Dämme im Nil geschlossen wurden. In den folgenden Jahren nahm die Schlammkonzentration im Fluß weiter ab. 1968 änderte sich alles noch einmal, da der Assuan Hochstaudamm weitgehend fertiggestellt war.

5.3. Die Versalzung des Bodens

Früher war der Wasserstand nach Überschwemmungen rasch abgesunken, dadurch konnte auch bei starker Sonneneinstrahlung und Verdunstung die Kapillarwirkung (= Haarröhrchenwirkung bringt Wasser zum Oberboden) nicht zum Tragen kommen. Da aber nach dem Bau des Staudammes das ganze Jahr über ein gleich hoher Grundwasserspiegel bleibt, steigt nun das Wasser ständig durch die Kapillarwirkung auf. Das Wasser nimmt gelöste mineralische Stoffe mit nach oben, diese Stoffe können aber von den Pflanzen nicht mehr verarbeitet werden. Dadurch kommt es zu einer Auskristallisierung der gelösten Bodensalze, die dann eine feste Salzkruste bildet. Dadurch gehen die Ernteerträge zurück und bleiben ganz aus, wenn man nicht Abwassersysteme baut, damit der Grundwasserspiegel sinkt.

An der folgenden Skizze kann man das Problem mit dem Grundwasser erkennen.

Das linke Bild zeigt die Situation, wie sie vor dem Hochstaudammbau war: Das Grundwasser war so tief, daß es nicht durch die Kapillare in den Oberboden aufsteigen konnte.

Im Gegensatz dazu das rechte Bild, nach dem Hochstaudammbau: Hier ist das Grundwasser so hoch, daß es ständig durch die Kapillare aufsteigt und somit auch gelöstes Salz hinaufbefördert, welches dann an der Luft angelangt, sich auskristallisiert und somit eine Salzkruste bildet.





5.4. Die Überdüngung und Eutrophierung

Der vermehrte Verbrauch von Kunstdünger durch den fehlenden Schlamm führte zu einer Auslaugung des Bodens und damit zu einem Rückgang der Erträge. Die Überdüngung brachte auch eine rapide Verschlechterung der Wasserqualität, denn in den stehenden Gewässern sammelte sich der gelöste Düngerüberschuß und führte zu einem unnatürlichen Wachstum von Wasserpflanzen, die den zum Leben notwendigen Sauerstoff verbrauchen und damit ein totes Gewässer erzeugen. Dieser Vorgang heißt Eutrophierung. In diesen eutrophierten Gewässern vermehrten sich gefährliche Krankheitserreger. Auch jene Wasserschnecken, die als Wirte für jene Saugwürmer dienen, die die Bilharziose hervorrufen, leben in diesen Gewässern. Die Bevölkerung war auch früher schon von dieser Krankheit betroffen, doch nie ganzjährig, denn während die Bewässerungskanäle der Felder ausgetrocknet waren, bestand keine Gefahr. Doch jetzt sind sämtliche Bewässerungskanäle ganzjährig bewässert, was die Gefahr einer Bilharzioseerkrankung erheblich erhöht. Bei dieser Erkrankung, die übrigens die zweithäufigste Tropenkrankeit ist, befallen Saugwürmer Venen der Blase, der Leber oder des Darms. Diese Saugwürmer legen hier ihre Eier ab, was zu Entzündungs-erscheinungen, Blutungen oder bösartigen Geschwüren führt, doch kann Bilharziose mitlerweile geheilt werden.

5.5. Der Fischfang geht zurück

Die Verschlechterung der Wasserqualität durch den fehlenden Nilschlamm und die Überdüngung führte zu einem völligen Zusammenbruch der Flußfischerei. Aber auch der Sardinenfischfang im Mittelmeer (in der Nähe des Nileinmündung) ging zurück, da das Meer infolge des Ausbleibens des Nilschlamms jetzt weniger nährstoffreich war und die Fische nicht mehr genug Nahrung fanden.

Einige Fangergebnisse aus den Jahren direkt nach dem Dammbau (in 1000 Tonnen):

1964

1966

1968

1970

1972

1974

Mittelmeer

31.0

22.6

12.2

7.8

10.0

10.5

Div. Delta Seen

44.2

38.5

34.8

33.1

32.2

39.3

Assuan Stausee

-

0.6

1.9

4.5

7.4

12.3

Ingesamt

75.2

61.7

48.9

45.4

49.6

62.1

Wie man aus dieser Tabelle erkennen kann, steigt nur im Assuan Stausee der Fischfang erheblich, doch ab 1977 gehen auch in diesem See die Fischfangerträge erheblich zurück.

5.6. Das Niltal ist von Desertifikation gefährdet

Durch diverse Winde wird Wüstensand auf die fruchtbaren Böden geweht, was auch schon vor dem Dammbau so war, doch wurde dieser Sand während der Über- schwemmungen weggespült und durch fruchtbaren Nilschlamm ersetzt. Doch nach dem Dammbau blieb der Sand durch die fehlenden Überschwemmungen liegen, und so wird immer mehr fruchtbarer Ackerboden zu Wüste verwandelt. Ca. 700.000 Hektar sind von der Desertifikation betroffen, was ein jährlicher Verlust von umgerechnet 2.400 Millionen Schilling ist.

6. Was dem Hochstaudamm nicht angelastet werden kann

Jene Punkte, die dem Hochstaudamm nicht angelastet werden können hängen eng mit der Bevölkerungsexplosion der letzten Jahre zusammen, die zu der Zeit, als man den Damm baute, nicht vorausgesehen werden konnte. (zur Zeit eine jährliche Zunahme von ca. 1,5 Million Menschen).

6.1. Zu wenig Nahrungsmittel

Die Nahrungsmittelproduktion Ägyptens konnte mit der Bevölkerungsexplosion nicht mehr Schritt halten. Zwar wurden durch die bessere Bewässerung mehr Nahrungsmittel, vor allem Reis, produziert, doch diese waren ausschließlich für Exportzwecke gedacht. So mußte Ägypten jährlich mehr als 3 Millionen Tonnen Getreide und andere Nahrungsmittel importieren, um die Bevölkerung ernähren zu können.

6.2. Zu wenig Anbaufläche

Es stimmt schon, daß der Staudamm eine Teilschuld am Rückgang der Anbaufläche hat, doch auch hier spielt wiederum die Bevölkerungsexplosion eine große Rolle, denn durch die rasche Bevölkerungszunahme wird mehr Platz für die Menschen benötigt. Hier sind insbesondere die Städte betroffen, die meist in der Nähe des Nils liegen, und somit von fruchtbaren Böden umgeben sind. Durch diese rasche Verstädterung gehen jährlich ca. 20.000 Hektar an fruchtbarem Ackerboden verloren.

7. Was man daraus lernt

Da beim Assuan Hochstaudamm wohl mehr daneben gegangen als gelungen ist, fragt man sich: "Hat die Menschheit etwas daraus gelernt?" Sieht man die jüngsten Schlag-zeilen über den geplanten Staudammbau in China, kann man nur mehr den Kopf schütteln, denn hier wird wieder eine ähnlich große Katastrophe entstehen wie beim Staudammbau in Assuan.

Doch dieser war nicht die einzige Fehlplanung, die man bisher gemacht hatte. Denn nicht nur in Ägypten machte man eine Fehlplanung in Sachen Staudämme, sondern auch in vielen anderen Ländern dieser Erde, wie z.B.: in Brasilien, Indien, Syrien, Indonesien und Ghana. Was einem sicherlich auffällt, ist, daß dies meist Länder sind, denen es wirtschaftlich nicht sehr gut geht. Diese Länder versuchen anscheinend zwanghaft, durch diverse Staudammbauten ihr schlechtes Los etwas zu verbessern, was meist schief ging.

Doch auch Ägypten scheint sich von einer Fehlplanung nicht davon abhalten zu lassen, eine weitere zu begehen. Präsident Mubarak plant, die Wüste fruchtbar zu machen. Es soll vom Assuan Stausee ein 800 Kilometer langer Kanal zu den mitten in der Wüste gelegenen Oasen El Kharga, Dakhla und Farafra gebaut werden.

Im Jahre 2025 soll Ägypten dann ein Viertel mehr fruchtbares Ackerland besitzen. Man kann nur hoffen, daß das gut geht, denn laut Kritikern wäre die Verdunstung in der Wüste viel zu hoch und außerdem wäre das Nilwasser zu knapp. Die Planer haben zu ihren Berechnungen den Nilpegel am Assuan Hochstaudamm von den letzten beiden Jahren genommen, doch so hoch war der Nilstand vorher noch nie. Also ist unklar, ob das Wasser auch in trockenen Jahren ausreicht.

Ein weiteres Problem ist, daß Äthiopien, das wichtigste Quelland des Nils, nicht in dem Abkommen aufscheint, in dem festgelegt ist welches Land wieviel Wasser aus dem Nil bekommt. In diesem Abkommen sind nur Ägypten (bekommt jährlich 55,5 Milliarden Kubikmeter) und der Sudan (bekommt jährlich 18,5 Milliarden Kubikmeter) berrüch- sichtigt. Was also, wenn Äthiopien, das derzeit noch keinen größeren Staudamm hat, einen baut?

Weiters fehlt Ägypten zur Zeit noch das nötige Geld für dieses Projekt. Einige böse Zungen behaupten, daß Präsident Mubarak diesen "weißen Elefanten" nur machen will, um sich ein Denkmal zu setzen, so wie es einige Herrscher im Altertum taten.

Ob die Menschheit je beginnen wird, solche Projekte besser zu planen?









8. Literaturverzeichnis

Assuan-Damm, westliche Oasen, Kattara-Projekt. Hg. v. Dokumentations-Leitstelle Moderner Orient. Hamburg 1981

Der Assaun Staudamm und seine Folgen. Hg. v. Kreditanstalt für Wiederaufbau. Frankfurt 1986

FLOSSMANN u.a.: Erde, Menschen, Wirtschaft. Wien 1988

LUDWIG, Barbara: Die Auswirkungen des Assuan-Hochstaudammes. Dipl.-Arb. Wien 1989

OSMAN, Mohamed Rushdy Fahmy: Recent to quaternary river Nile sediments. Diss. Wien 1996

PATER, Siegfried u.a.: Zum Beispiel Staudämme. Göttingen 1989

SHABOURI, Mohamed M. el- : Der Assuan-Hochstaudamm. Diss. Wien 1973

SCHAMP, Heinz: Sadd el-Ali, der Hochstaudamm von Assuan. In: Geowissenschaften in unserer Zeit. Weinheim 1983, S. 51 - 61

SMITH, Norman: Mensch und Wasser. München 1978

VESTER, Frederic: Ballungsgebiete in der Krise. Frankfurt 1976