
1759 in Marbach geboren
Johann Christoph Schiller, einer der bekanntesten deutschen Dichter wird am 10. November 1759 als zweites Kind seiner Eltern in dem württembergischen Städtchen Marbach am Neckar geboren, wo er seine Kindheit verbringt.
In Lorch besucht er die Dorfschule. Danach wird Schiller entgegen seinen Wunsch, Theologie zu studieren, von seinem despotischen Landesherrn, Herzog-Karl Eugen von Württemberg, in die Militärpflanzschule, die Offiziere und Beamte heranbildet, kommandiert. An der Militärakademie studiert er zunächst Rechtswissenschaften und später dann Medizin.
Regimentsmedikus
Nach den gut bestandenen Schlußprüfungen wird er als Regimentsmedikus im Stuttgarter Militärlazarett angestellt.
Schiller leidet an der übertriebenen Strenge des Militärdrills, denn er besaß einen natürlichen, ungebändigten Freiheitsdrang, der überall mit den Vorschriften in Konflikt geriet. Nur im Lesen und Dichten findet er die Freiheit, die ihm äußerlich verwährt war.
Sein 1. Drama
Aufgrund seines inneren Widerstandes schreibt er sein erstes Drama "DIE RÄUBER". Dieses Stück bringt ihn sosehr in Konflikt mit dem Fürsten, daß er schließlich 1782 nach Mannheim, wo er Theaterdichter wird, flüchtet.
Von Schuldenlast bedrückt und in ständiger Sorge um den Lebensinhalt, versucht er, als freier Schriftsteller sein Brot zu verdienen.
Zwischen 1783 und 1789 wechselt er häufig seinen Aufenthaltsort. Zuerst reist er nach Leipzig, wo er sich mit Christian Gottfried Körner anfreundet. Einige Monate später siedelt Schiller mit seinem Freund nach Dresden über. Er erlebt dort die glücklichste Zeit seines Lebens .Von allen Geldnöten befreit, kann er sich ausschließlich der Dichtung widmen.
Um seinen Freund nicht mehr zur Last zu fallen, versuch er sich in Weimar eine Existenz zu schaffen.
1789 Professor für Geschichte
Im Jahr 1789 wird Schiller zum Professor für Geschichte an der Universität Jena ernannt. Er widmet sich umfangreichen Geschichtsstudien.
Als Hauptwerk entsteht "DIE GESCHICHTE DES 30-JÄHRIGEN KRIEGES". Damit war seine bürgerliche Existenz gesichert und er konnte 1790 Charlotte von Lengefeld heiraten.
Erkrankung an Lungentuberkulose
In diesem Jahr erkrankt er an einer Lungentuberkulose, die ihn 1791 an den Rand des Grabes bringt und auch den Grund zu seinem frühen Tod legt.
Schiller trifft 1794 mit Goethe zusammen
Einige Jahre später, 1794, treffen Goethe und Schiller in Jena zusammmen. Mit Schillers Übersiedlung nach Weimar beginnt eine fruchtbare künstlerische Zusammenarbeit.
Seine letzten Lebensjahre verbringt er in seinem eigenen Haus in Weimar. Der glückliche Lebensabend wird nur durch die häufigen Erkrankungen getrübt. Mit eisernen Willen kämpft er gegen seine Schmerzen und Schwächezustände an.
Schillers Ruhm wächst. So versucht der preußische König, den Dichter an Berlin zu binden. Schiller lehnt jedoch dieses glänzende Angebot ab, da er sich nicht von Weimar und Goethe trennen will.
Offizielle Ehrungen
Auch eine Reihe offizieller Ehrungen wird ihm zuteil. (1792 Ehrenbürger der französischen Republik)
Sein Tod
Am 9. Mai 1805 stirbt Friedrich Schiller nach langem Leiden. 1827
werden die Gebeine in Gruft des Weimarer Fürstenhauses beigesetzt.
SEINE IDEEN
Schiller war einer der vielen Dichter des Sturm und Dranges, der in manchen Bereichen die Ideen der Aufklärung fortführte. Wie viele andere seiner Zeitgenossen löster er sich aus der Abhängigkeit von seinem Fürsten und lebte als freier Schriftsteller.
Die Literatur der Aufklärung hatte den Zweck, den Menschen zu bilden, zu erziehen und zu unterhalten.
Bei allen Schillers historischen Stoffen ging es ihm um das Schicksal des einzelnen Menschen, der sich die Freiheit der sittlichen Entscheidungen und die geschichtliche Notwendigkeit in Würde hinnimmt. Ein gutes Beispiel ist sein erstes Drama "DIE RÄUBER" , in dem er sich schobn mit dem Problem der sittlichen Freiheit ausein-andersetzt. Sein Glaube an die moralische Kraft des Menschen und die moralische Kraft des Menschen und an die Einheit des Wahren und Schönen machen ihn zur kleinen Figur des Idealismus.
Danach wendet er sich von seinen geschichtlichen Studien ab und der Philosophie zu. Er beschäftigt sich besonders mit der Kantischen Philosophie. Die damals entstandenen philosophischen Abhandlungen kreisen um die Begriffe Wahrheit, Schönheit und Sittlichkeit. Er formt sich ein hohes sittliches Humanitätsideal, das er später nach seiner Rückkehr zur Dichtung in dichterische Bilder umsetzt.
In seinen letzten Jahren befaßt er sich mit der Poesie. Es entstehen viele philosophische Gedichte, die seine neue Welt- u. Kunstanschauung zeigen.
Neben den Balladen widmet er sich fast ausschließlich der
Dramatik.
SEINE WERKE
"MARIA STUART" "DIE JUNGFRAU VON
ORLEANS"