Die NMS Mauerkirchen ist dem
                                                      Abfall auf der Spur ...

    

Mit zwei sehr gelungenen Projekten konnte das BAV-Team Petra Wagner und Andrea Rödig den Schüler/innen der 3c und der 4a lebenspraktische Konsumentenbildung näherbringen.
Dass das Thema höchst brisant ist, zeigen auch die Zahlen: Ein oberösterreichischer Haushalt wirft jährlich rund 40 Kilogramm an Lebensmitteln in den Abfall,
das sind Lebensmittel im Wert von ca. 300 Euro. Ein Drittel davon wird sogar originalverpackt entsorgt.

         

Mit "Is nu guat" gegen Lebensmittelverschwendung startete der erste Workshop am Montag.

Es wurden Lebensmittel mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) mit "allen Sinnen" und dem "Hausverstand" untersucht.
Topfen, Joghurt, Kräuter, Paprika, ... alles noch bestens zum Verzehr geeignet.

Mit großem Eifer wurden die Lebensmittel verkocht und anschließend beim gemeinsamen Essen verspeist. Zudem gab's wichtige und interessante Informationen über
Plastikmüll und sich daraus ergebende Umweltprobleme. Tipps zur Verpackungsvermeidung wurden erläutert und mit den Jugendlichen gemeinsam erarbeitet.

         

"Augen auf beim Einkauf"
Unter dem Motto: Trenna is a Hit - "moch a beim Schoppen mit" bekam die 4a Klasse Arbeitsaufträge zum Jauseneinkauf.
In Dreiergruppen/Vierergruppen aufgeteilt, ausgestattet mit 15 Euro (bzw. 20 Euro) und einem "Einkaufsauftrag" machten sich die jungen Konsumenten auf den Weg.
Die Einkaufsaufträge konnten unterschiedlicher nicht sein. Die einen mussten eine Jause für drei Personen möglichst billig einkaufen.
Eine andere Gruppe sollte verpackungsarm einkaufen, wieder eine andere Gruppe sollte nur BIO und Fair Trade Ware wählen.
Die nächste Gruppe hatten den Auftrag eine regionale Jause zu besorgen.

         

Lebensmittel wurden akribisch untersucht - Fragen über Fragen tauchten auf.

Wo wird das LM erzeugt? Welche Entfernung darf ein regionales LM maximal zurücklegen? Ist es möglich eine Jause ohne Verpackung zu kaufen?
Was ist das billigste Jausengetränk? Warum sind BIO-Lebensmittel zum Teil mehr verpackt als herkömmliche LM? Warum gibt es so wenige Pfandflaschen? ...

Die Gruppen nahmen ihre Arbeitsaufträge sehr ernst und die "Billig-Gruppe" schaffte es eine Jause (Brot, Wurst, Getränk, Obst und Nachspeise) um 4,90 Euro zu besorgen.
Die "BIO-Gruppe" kaufte besonders gesund und frisch ein und bezahlte 16,12 Euro dafür.
Gemeinsam wurden die Einkäufe ausgewertet und Müllvermeidungsmöglichkeiten aufgezeigt.

    

Hungrig vom Einkauf wurden nun die Jausen zubereitet und verzehrt. Alle Gruppen hatten ihre Arbeitsaufträge sehr gut erfüllt.

Auch in der 4a Klasse wurde die Problematik des Einweg-Verpackungs-Mülls aufgezeigt und wie wichtig Mülltrennung und Recycling ist.
Der angefallene Verpackungsmüll wurde gleich im neuen Trennsystem der Schulküche fachgerecht getrennt.

    

Ein kurzer Film veranschaulichte am Schluss noch die Lebensmittelverschwendung sowohl bei der Erzeugung (Normgemüse) als auch im Handel (Brot, Fleisch, Gemüse, ...)

         

Ausgestattet mit Jausenboxen, EMIL-Flaschen, Einkaufsblöcken und Einkaufstaschen wollen die Schüler/innen mit gutem Vorbild vorangehen
und Müllvermeidung beim eigenen Einkauf praktizieren.

Im Namen unserer Schüler/innen wollen wir uns sehr herzlich für die praktischen Geschenke bedanken.

    

Projektidee: Sigrid Kölblinger und Tamara Kvapil