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Zur Eröffnung unserer Schulbibliothek am 15. November 2005 konnte Frau Dir. Helga Hiebl folgende Gäste begrüßen:

Bezirksschulinspektor Johann Zillner, einige Bürgermeister angrenzender Gemeinden, Elternvertreter, Schulsprecher, Schüler und Lehrer. Für musikalische Umrahmung sorgten SchülerInnen der 2a unter Leitung von Herrn Bichler.

Theaterstück "Die Bücher sind los" (eine Geschichte aus der Welt der Bücher) wurde von SchülerInnen der 4. Klasse (Schwerpunktseminar: Schulspiel) vorgeführt.

   
   
   

Spiel mit Handpuppen (vollständiger Text siehe unten):

            

Goethel:   Was, was war denn das?! Sag mal, hab ich richtig gesehen? Da ist soeben ein total verrücktes Cowboy- und Indianerbuch an uns vorüber galoppiert. Bin ich im falschen Film oder was?

Stifti:  Ach du liebe Güte! Ich glaube, die Bücher in dieser Bibliothek werden lebendig, sobald die Türe verschlossen ist. Goethel, wir sollten schleunigst das Weite suchen. Wer weiß, welche Bücher hier sonst noch herumgeistern!

 

   
            

 

 

Die Bücher sind los!!!

 

Spiel mit Handpuppen.

Die Bühne besteht aus Tischen, die übereinander gestapelt und mit einem großen Tuch verhängt sind.

Die Darsteller:

Goethel, ein Bücherwurm-Teenager
Stifti, ihr Bruder
Libris, der oberschlaue Onkel der beiden kleinen Bücherwürmer
Krimhild, ein Krimibuch
Winni-two, ein Indianer- und Cowboybuch
Spukerl, ein fantastisches Geschichtenbuch
Quassel, ein Wörterbuch
Oink, ein Tiergeschichtenbuch
Zack!Bumm!, ein Comic
Madame Curie, ein Geschichtenbuch über bedeutende Menschen
Uhhaha!, ein Witzebuch

Stifti und Goethel betreten die Bühe.

Stifti:                Was meinst du, Goethel? Ganz schön langweilig hier in der Bibliothek. Keine Kinder da. Das kann ja heiter werden.

Goethel:           Ja, urfad. Nicht mal ein Spiegel ist hier montiert, damit ich meine Frisur richten könnt’. Warum musste uns der heiß geliebte
                       Onkel auch hier vergessen und noch dazu die Türe zusperren!

Stifti:                Stimmt, die Bücherwurm-Party in der Bücher-Bar können wir für heute vergessen. Stattdessen hängen wir hier rum. Total uncool, das!

Goethel:           Na, vielleicht könnte ich ein kleines Schönheitsnickerchen ma…!
(will sich hinlegen)
 
Hilfe! Stifti duck dich!
(duckt sich)

Winni-two:        (kommt in raschen Auf- und Abbewegungen herein) Bummbumm! Bummbumm! Na, wartet ihr Rothäute, euch werd’ ich’s geben! Ich jag’ euch Blei in eure Ponys, dass es nur so kracht! Bummbumm! Hahahaha!

Stifti:                (duckt sich)
Um Himmels Willen, Goethel! Was war denn das? Achtung! Der Irre kommt schon wieder!

Winni-two:        (kommt von der anderen Seite mit Auf- und Abbewegungen herein)

Uuuuuuuuh! Jippiiiiii! Was? Du kleiner Cowboy glaubst wohl, du könntest mir Angst einjagen. Aber nicht mit Winni-two, dem berühmtesten aller Indianer! Ha, mein Pfeil wird dich strafen! Uuuuuuuuuh!

Stifti:                Puh, das war knapp.

Goethel:           Was, was war denn das?! Sag mal, hab ich richtig gesehen? Da ist soeben ein total verrücktes Cowboy- und Indianerbuch an uns vorüber galoppiert. Bin ich im falschen Film oder was?

Stifti:                Ach du liebe Güte! Ich glaube, die Bücher in dieser Bibliothek werden lebendig, sobald die Türe verschlossen ist. Goethel, wir sollten schleunigst das Weite suchen. Wer weiß, welche Bücher hier sonst noch herumgeistern!

Goethel:           O o, das war kein gutes Stichwort, Stifti. Schau mal!

Spukerl:            Huhu! Huhu! Ich bin Spukerl, das gruseligste, grauseligste, fürchterligste, spukigste, angstigste, gespenstigste Gespinsterbuch der Welt! Huhu! Na, was ist? Fürchtigt ihr euch schon? Huhu!

Stifti:                Wie bitte? Ich soll mich vor einem Gespensterbuch fürchten, das nicht mal deutlich seinen Spuktext sagen kann? Na bitte, wofür hältst du mich!

Goethel:           Bitte Spukerl, mach zuerst einen Kurs für Gespenster-Deutsch, bevor du auf die Kinder losgehst! Weißt du, das ist nämlich sonst gespinstig lustig.

Spukerl:            Huhu! Ihr seid ja soooooo gemeinstig! Huhu!

Stifti:                Den wären wir los. Komm, wir machen’s uns jetzt schön gemütlich.

Goethel:           O ja, erzähl mir eine Geschichte, Stifti!

Stifti:                Hör zu, es war einmal ein …

Quassel:           Von A bis Z,
in mir blättern ist sehr nett.
In mir stehen viele Worte:
von Baikalsee bis Geburtstagstorte –
alle lieben mich dafür!
O Kind, lass mich zu dir!

Stifti:                Das ist ja wie ein Fluch!

Hast du einen an der Klatsche?

Quassel:           Gestatten, Quassel Wörterbuch.

Ich helf’ allen aus der Patsche!

Goethel:           Komplett übergeschnappt. Ich red ja auch viel. Aber der ist ja noch schlimmer!

Quassel:           Richtig! Schlimmer geht immer!
                        Ich bin so klug, ich bin so schön.
                        Leider muss ich jetzt geh’n!
                        Drum: Auf Wiederseh’n!

Goethel:           Stifti, du wolltest doch, … Du weißt schon, die Geschichte!

Stifti:                Es war einmal ein kleines Schweinchen, das lebte ….

Oink:                Grunz, grunz. So ein Blödsinn! Wenn ich das schon höre! Ein kleines Schweinchen, das gaaaaaanz rosa war und in einem kleinen Stall lebte! Ph!
Sag mal, wo lebst denn du? Auf dem Mond oder vielleicht beim Biobauern? Diese niedlichen kleinen Ferkel, von denen du da erzählst, gibt’s schon lange nicht mehr. Als Schwein von heute muss man sich auf die Klauen stellen, damit man nicht ganz unters Messer kommt.

Stifti:                Tschuldige, ich wollte dir nicht zu nahe treten. Wie heißt du eigentlich und warum fühlst du dich nicht sauwohl?

Oink:                Grunz, grunz, der kleine Bücherwurm ist ein großer Scherzer. Wie nett! Ich bin Oink und meine Geschichte steht für alle Schweine, denen es in den Zuchtbetrieben sauschlecht geht.

Goethel:           Servus, ich bin Goethel. Sei doch nicht gleich beleidigt. Stifti hat es nicht böse gemeint. Ich bin sicher, dass deine Geschichte sehr spannend zu lesen ist.

Oink:                Banausen! Grunz, grunz! (verlässt die Bühne)

Stifti:                Na, der ist ja saumäßig gelaunt. Ich glaub’, ich erzähl dir keine Schweinchengeschichte.

Goethel:           Aber irgendetwas Spannendes! Bitte, Stifti!

Krimhild:           Pst, da kann ich helfen. Ich, Krimhild, trage die spannendsten Kriminalgeschichten immer bei mir. Wenn ich da an Kapitel 9 denke. Ohhhhhhh! Schau, da stellt sich bei mir schon die Gänsehaut auf!

Goethel:           Toll. Bleib da und erzähl! Aber von Anfang an. Ich will auch, dass sich meine Haare aufstellen und dass es kribbelt.

Krimhild:           Ja wer bin ich denn, dass ich dir alles erzählen soll?! Lies gefälligst selber. Die wahren Abenteuer entstehen im Kopf und nicht auf dem Bildschirm.

                        So etwas. Junge Bücherwürmer und keine Ahnung vom Lesen. In Kapitel 12 wäre sie dafür fast gestorben. Ohhhhh!

Stifti:                Das wird ja immer grusliger! An so was wie schlafen ist jedenfalls hier nicht zu denken.

M. Curie:          Wenn ich – gestatten, Madame Curie -  immer geschlafen hätte, wäre in der Wissenschaft nichts zu Stande gekommen. Auf, ihr Faulpelz-Würmer! Los, los! Forschen, erfinden, entdecken! Keine Zeit verlieren! Hopp, hopp!

Goethel:           Uah! (gähnt)

M. Curie:          Junges Fräulein, dein Gähnen ist hier sicher nicht angebracht! Nun gut, wenn hier Forschergeist nicht gefragt ist, gehe ich eben. Es gibt genug Kinder, die mich ausborgen, damit sie wieder Neues lernen. Auf Wiedersehen!

Stifti:                Ups, Madame waren aber nicht sehr gut auf dich zu sprechen. Sind wir wirklich zu faul?

Goethel:           Nein, nur um diese Urzeit bin ich halt nicht auf Wissenschafter eingestellt. Das ist alles. Außerdem bin ich eher von der gemütlichen Sorte und nicht so hektisch wie dieses Frauenzimmer.

Z.!B.!                Zack! Bumm! Peng! Krach und Boing!

Stifti:                Holla, wer kommt denn da?

Z.!B.!:               Zack! Bumm!

Goethel:            Wo kracht’s? Was ist los? Wer bist du?

Z.!B.!:               Zack! Bumm!

Stifti:                Kannst du auch was anderes sagen?

Z.!B.!:               Na, klar: Quieeetsch! Äääääääää! Bremsssss!

Goethel:            Bei dem Comic rappelt’s aber gewaltig im Karton!

Stifti:                Zack! Bumm! Ab und tschüss! Winke, winke!

Goethel:            Die Devise von einem Comic: schnell gelesen und schnell weg.

Uhaha!:             Hallöchen, ihr zwei Trantüten! Soll ich euch aufheitern?

Stifti:                 Nein, bitte nicht!

Goethel:            Nicht noch so ein Wahnsinniger!

Uhaha!:             Also gut, kennt ihr den?

                        Man spricht in der Klasse über die Bedeutung von Farben. Über die Farbe Weiß erzählt die Lehrerin: „Das Brautkleid ist weiß. Weiß ist die   Farbe der Unschuld, ein Ausdruck von Freude.“ „Aha“, überlegt Eva, „und warum ist der Bräutigam dann schwarz angezogen?“

Goethel:            Superwitzig! Haha!

Stifti:                Ich will endlich hier raus!

Uhaha!:             Als Witzebuch schulde ich euch noch etwas für meinen guten Ruf. Und der nächste Witz kommt auch schon:

                        Der neue Schüler kommt in die Klasse. Der Lehrer fragt: „Name?“ – „Michael!“ – „Zuname?“ – „Jede Woche ein halbes Kilo!“
(wartet kurz ab und dreht sich beleidigt um)
Humorloses Bücherwurm-Gesocks! Ich geh, das ist nicht zum Lachen.

(Man hört Schlüsselrasseln.)

Goethel:           Pst, Stifti, ich hör’ was!

Stifti:                Hurra, Onkel Libris hat uns entdeckt!

Goethel:           Onkel Libris! Hier sind wir! Mach schnell!

O.Libris:            Ach da sind ja meine Lieblings-Bücherwürmchen! Ich hab’ euch schon überall gesucht. Hätt’ ich mit ja denken können, dass ich euch in der neuen Bibliothek finden kann.
Und wie war’s? Habt ihr euch recht gelangweilt, so allein unter all den stillen Büchern hier?

Stifti:                Onkel Libris, tu uns einen Gefallen und sag nie wieder, dass diese Bücher hier still sind.

Goethel:           Die Bücher haben alle ein ziemliches Eigenleben, glaub mir. Bücher leben und wie!

O.Libris:            Scheint ja mächtig viel Eindruck bei euch hinterlassen zu haben, diese Zeit in der Bibliothek.
Aber kommt jetzt, lasst uns noch bei der Bücherwurm-Party vorbeischauen. Na, Lust dazu?

Stifti:                Klar, doch!

Goethel:           (leise zum Publikum) Auf Wiedersehen, ihr Bücher! Bis zum nächsten Mal! Ich freu mich schon auf euch!

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