Roland GALLHAMMER

Abschlussjahrgang:1995

Jahr LM, ÖM
Int.Erfolge
Rekorde
Rang

Sparte/Bewerb: Triathlon

 

2008

 

 

Ironman Triathlon 2008 in Hawai: 101. Gesamtrang - siebtbester Österreicher

 

2006

 

 

Ironman Triathlon 2006 in Hawai: 498. Gesamtrang

Ironman Austria  in Klagenfurt (16.07.06): 5. Klassenrang; Qualifikation zum Ironman Hawaii am 16.10.06: siehe unten

Triathlon Cup Austria 06 (bestehend aus 5 Beweben von Sprint-bis Ironman-Distanz):
4. Gesamtplatz und 1. Platz Altersklasse Elite I

 

 

Ironman Triathlon 2008 in Hawai: Roland Gallhammer auf dem Weg zur absoluten Weltspitze

Roland's Rennbericht:
„Um 4 Uhr morgens läutete der Wecker, der restliche Ablauf wie bei jedem Ironman. Angespannt versuchte ich mich gedanklich etwas abzulenken, konzentrierte mich aber immer wieder auf den Ablauf bis zum Start und des weiteren Rennens. Der Schwimmstart ist ca. 100m vom Ufer entfernt. Nach dem ich 2006 in der Mitte gestartet bin und dort ein großes Gedränge bis zum Wendepunkt war, wollte ich heuer an den Rand ausweichen, links ist eine Mauer als Abgrenzung, von dort aus hat man auch die geradeste Linie zum Wendepunkt, also befinden sich dort die meisten Schwimmer. Rechts war aber auch etwas eingegrenzt, so war ein sehr dichtes Gedränge vor der Startlinie, dabei wurde ich bis zum Startschuss sehr oft getreten. „Das wird heuer wieder eine Schlägerei beim Start“, dachte ich mir.

Doch nach dem Startschuss bekam ich sehr schnell einen freien Platz zum Schwimmen. Nach 3,8 Kilometern und 1 Stunde, 3 Minuten entstieg ich dem welligen Pazifik. Den Weg durch die Wechselzone habe ich mir im Vorfeld schon gut eingeprägt.

Problemlos nahm ich die 180 Kilometer lange Radstrecke in Angriff. Die ersten 10 Kilometer fuhren wir eine hügelige Schleife durch Kona bevor wir in die Lavawüste in Richtung Hawi, dem nördlichen Wendepunkt, aufbrachen. Etwas windig, normal für Hawaii, begann es dann bei ca. km 50 ordentlich zu blasen. Die letzten 27 Kilometer zum Wendepunkt ging es fast nur bergauf und mit dem Wind von links vorne waren die Steigung so anstrengend wie ein Berg. Sogar die Profis hatten (am Ende) ca. 10 Minuten langsamere Radzeiten wie in den letzten Jahren. Endlich war der Wendepunkt passiert, zur Belohnung ging es nun einige Kilometer bergab, dieses Mal mit Wind von hinten. Jede Medaille hat also zwei Seiten. Nach einer leichten Kurve kam der Wind von der Seite, mit starken Böen und gut 60 km/h wurde es teilweise richtig gefährlich. Nachdem wir wieder auf Meereshöhe waren, ging es die letzten 60 Kilometer wellig zurück nach Kona, der Wind drehte und kam nun von vorne. Nach weiteren 5 Stunden, 6 Minuten beendete ich die Kräfte raubende Disziplin und wechselte zum letzten Abschnitt, dem…

Marathon. Die ersten Kilometer lief ich in der geplanten Zeit, doch es war nicht so locker, wie ich es sonst gewohnt war. Nach 15 Kilometer ging es mir noch ganz gut, doch der schöne Teil war hinter mir, nun ging es die „Palani Road“ hinauf, was mehr oder weniger die Tür zur „Hölle“ ist. Denn nach dem steilen 700 Meter langen Anstieg ist man auf dem Highway, wo die nächsten 24 Kilometer durch die Lavawüste verlaufen. Dort stehen auch keine Zuschauer, die einen anfeuern. Alle 2,5 Kilometer an den Labestellen stehen auch nur die Leute, die einen die Trinkbecher reichen. Kurz vor Kona noch einmal ein langer Anstieg, dann die letzten 2 Kilometer. Endlich wieder Abwechslung am Straßenrand, wieder grüne Rasenflächen, Blumen und vor allem die Zuschauer, die einem noch mal pushen. Nach einer Marathonzeit von 3:13 Stunden und einer Gesamtzeit von 9:28:35 wusste ich die Antwort auf die Frage, die ich mir die letzten 15 Kilometer stellte  –  wo ist das Ziel???  - HIER IST ES!!!

Mit dieser tollen Leistung habe ich unter 1823 Startern den 101. Gesamtrang unter den weltbesten Ironman -Triathleten erreicht. Von 48 gestarteten Österreichern erreichte ich als siebenter das Ziel“.

 

Eindrücke „unseres“ Ironman Roland Gallhammer von der Ironman Weltmeisterschaft 2006 in Hawai

Am Samstag den 21.10.2006, dem Wettkampftag, läutete bereits um 4 Uhr morgens der Wecker. 07:00 Uhr der Startschuss: Alle starteten trotz der bevorstehenden 3,8 km Schwimmen, als ob es nur eine Sprintdistanz wäre. Dabei bekam ich viele Schläge auf  Kopf und Körper, und wurde einige Male auch unters Wasser gedrückt. Nach einigen 100 Metern löste sich das Gedränge etwas auf. Durch die bis zu 1m hohen Wellen war es sehr schwer, die Orientierung zu halten, da man die Richtungsbojen nur auf dem höchsten Punkt der Welle sah. Nach 1 h 12 min (Durchschnittsgeschw.: 3,17 km/h: Anm. der Redaktion) ging es rein in die 1. Wechselzone.

Die Radstrecke: Nach einer 15 km Schleife in Kona ging es auf den Highway, wo sich rechts und links fast nur ausschließlich Lavafelder befanden. Die Strecke führte über sehr lang gezogene Steigungen mit wenig flachen Stücken in den Norden nach Hawai, wo sich der Wendepunkt befand. Die letzten 10 km vor Hawai blies der Wind stark und böig von vorne, dadurch hatte man das Gefühl, dass man nicht eine kleine Steigung, sondern einen richtigen Berg erklimmen musste. Am Rückweg hatten wir für 10 – 15 km Regen, was aber leider keine spürbare Abkühlung brachte. Nach 5 Stunden und 25 min (33,2 km/h) hatte ich die 180 km Radstrecke bewältigt.

Die Laufstrecke: Durch die große Hitze zwischen 30 und 35° C und 90% Luftfeuchtigkeit wurde es sehr schnell anstrengend, so waren die lockeren Beine bereits nach 3 km nicht mehr da. Die Laufstrecke selbst war sehr anspruchsvoll, da es immer ständig lang gezogen bergauf und bergab ging. Bei der Hälfte der Laufstrecke waren meine Beine schon sehr müde. Ab da an kämpfte ich mich nur mehr von Labestelle zu Labestelle, die sich alle 2,5 km befanden. Im „Natural Energie Lab“, wo sich die heiße Luft in einer Senke staut und daher der heißeste Punkt der Strecke ist,  befand sich der 2. Wendepunkt. Das hieß für mich: „Nur“ mehr 14 km bis zum Ziel! Ohne Zuschauer und umringt von Lavafeldern war der Weg bis Kona zurück sehr lang und hart. Nach einer Marathonzeit von 3:32:57 (11,9 km/h) und einer Gesamtzeit von 10:15:38 kam ich als 498. von 1642 Finishern überglücklich ins Ziel.

Abschließend kann ich sagen, dass es trotz der Quälerei durch die schwierigen klimatischen Bedingungen eine tolle Erfahrung ist, diesen Wettkampf mit den besten Ironman – Athleten der Welt zu bestreiten.

Links:
http://www.google.at/search?hl=de&q=Roland+Gallhammer&btnG=Suche&meta=cr=countryAT
http://www.normann-stadler.info/


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