Saumriff
|
|
Der
am meisten verbreitete Rifftyp ist das Saumriff (Beispiel: Küste des
Roten Meeres). Es säumt die Küste (=Strand- oder Ufersaumriff) und ist
ihr unmittelbar benachbart. Die Ausdehnung gegen das offene Meer hin hängt
davon ab, wie steil der Meeresboden abfällt und wie intensiv das
Korallenwachstum ist. Saumriffe können bis zu mehreren hundert Metern
breit sein, meistens aber bleibt die Breite unter hundert Metern. Sie können
viele Kilometer lang werden. Ein Saumriff entsteht vorerst als schmaler Riffsaum am
Ufer, wächst dann von der Niedrigwassergrenze an seewärts, wobei die
Oberfläche gleichmässig dicht unter der Wasserlinie bleibt. Ist die
Riffkante weit ins Meer vorgeschoben, so wird der rückwärtige Teil
durch Erosion eingetieft und bildet eine Lagune (=Lagunensaumriff).
Setzt das Saumriff nicht unmittelbar an das Ufer an, etwa wegen viel
Sand, so bildet sich ebenfalls eine Lagune. |
Das Saumriff setzt sich aus dem Riffdach, dem Riffhang und dem Vorriff zusammen. Der Riffhang und das Vorriff liegen tiefer als das Riffdach, wodurch sich in diesem Raum mehr tote, als lebendige Korallen befinden.