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Schuljahr 1991/92

 

Diözesanbischof Maximilian Aichern besucht die HS 2 Freistadt

Anlässlich der Visitation der Pfarre Freistadt besuchte der Diözesanbischof Dr. Maximilian Aichern am 25. November 1991 um 10.00 die HS 2. Alle Schüler waren mit den Lehrkräften im Parterre versammelt. Dr. Aichern wurde von Hrn Stadtpfarrer Mag. Franz Mayrhofer begleitet und wurde von Dir. Otto Jagsch und von Hrn BSI Franz Nösterer willkommen geheißen.

Für den Programmablauf zeichnete ROL Roswitha Kerschbaummayr verantwortlich, die auch im Zeichensaal im 1. Stock eine Jause mit Kaffee, Tee und Kuchen vorbereitet hatte.
Dr. Aichern bekam sofort Kontakt zu unseren Schülern, welche Anfragen stellten, die von unserem Bischof umgehend beantwortet wurden.

... Ein dichtgedrängtes Programm hatte unser Bischof während seiner Visitation in Freistadt zu absolvieren. Es waren Tage der Begegnung mit einem Bischof, der die Nähe der Menschen sucht, der sich bemüht, mit Interesse und Verständnis auf die Anliegen und Sorgen der Menschen einzugehen. ...

 

Faschingsumzug

Über Anregung und Wunsch der Stadtgemeinde Freistadt fand am Faschingsdienstag, 03. März 1992, der bei der Bevölkerung Freistadts so beliebte Faschingsumzug der Schüler statt.
Die beiden Initiatoren waren Fr VD Härtel und Hr HD Jagsch (VS 1 + HS 2). Somit nahmen alle Schüler und Lehrer der beiden Schulen - insgesamt ca. 500 Personen - teil. Begleitet wurde der Faschingszug von einer Abordnung der Bürgergardemusik, wozu sich auch ein Lehrer, Gottfried Pötscher (Bassflügelhorn) und etliche Schüler als Musikanten gesellten.
Die Route führte von der HS 2 über die Neuhoferstraße, die Kronbergerstraße und den Stieranger auf den Stifterplatz, wo sich Schüler und Lehrer der VS 2 Freistadt anschlossen. Über die Linzerstraße ging es weiter über die Promenade; dort reihte sich Hr BSI Nösterer ein. Über die Zemannstraße, durch das Linzertor, die Eisengasse und die Pfarrgasse zog der "Narrenzug" auf dem Hauptplatz.
Dort spendierten Freistädter Kaufleute Faschingskrapfen - kleine "Standeln" waren aufgestellt. Initiiert wurde diese "Spendenaktion" von Fr VD Härtel. Anschließend spielte die Bürgerkorpsmusik die Schüler aus der Innenstadt heraus - bis zum Brauhaus!

 

Theatervorstellung "Der eingebildete Kranke"


HOL Hermann Glasner hatte die Organisation dieser Theateraufführung übernommen. Das "Theater am Stadtpark - Theater für Schulen" spielte am 11. März 1992 ua für die Schüler der HS 2 Freistadt im Turnsaal der Doppelhauptschule Freistadt die bekannte Komödie von Jean Baptiste Molière "Der eingebildete Kranke". Erst wenige Minuten vor der Aufführung stellte sich die Theatergruppe ein, doch in Windeseile waren die Kulissen im großen Turnsaal der Doppelhauptschule Freistadt aufgestellt, und ebenso schnell hatten fast vollständig die Schüler als interessierte Zuschauer Platz genommen.

Eine recht gut formulierte, klar gesprochene Einführung rief nochmals das Interesse wach, dann konnte das vergnügliche Spiel beginnen.
Köstlich gespielt und sich zu einer wahren Charakaterkomödie entwichelnd, das Spiel des "in seiner Einbildung Kranken", des Hypochonders, dargestellt vom Senior der Truppe. Seine Auffassung der Rolle des wohlhabenden Bürgers Argan, der sich in die Krankheit flüchtet und damit seine Familie tyrannisiert mit seinen Nörgeleien, seinem Egoismus und seiner Wehleidigkeit, weil ihm die Fähigkeit der Liebe fehlt, kann besonders gelobt werden.
Aber auch die Darstellung der Ärzte, die Molière ja als Scharlatane betrachtete, des Dr. Diaporius und seines einfältigen Sohnes und des Hausarztes Dr. Purgon, dargestellt vom Leiter der Gruppe in einer Doppelrolle, war ein Höhepunkt des Stückes.
Besonders beklatscht wurde auch die erfrischende Gestalt des flinkmäuligen, handfesten und mit beiden Beinen auf dem Erdboden stehenden, pfiffigen Dienstmädchens Toinette.
Geschickte Streichungen und die Hervorhebung des Komödiantischen, ohne aber den Tiefgang des Stückes zu vernachlässigen, ließen die 80 Minuten der Darstellung verfliegen.

 

Schreibwerkstatt mit Renate Welsh

HOL Oskar Stöglehner gelang es, die sehr bekannte Jugendschriftstellerin Renate Welsh für die HS 2 Freistadt (28. Februar 1992) zu verpflichten.

Artikel in der "Mühlviertler Rundschau" Nr. 10 vom 05. März 1992

Die Ergebnisse einer Schreibwerkstatt mit Freistädter Schülern und ihre neues Buch "Constanze Mozart" präsentierte die Schriftstellerin Renate Welsh.
"Bildet aus den einzelnen Buchstaben eures Vornamens Wörter, tauscht diese Wörter aus und erfindet eine Geschichte dazu!" Das war die Aufgabe, die die Schriftstellerin Renate Welsh anlässlich einer Schreibwerkstatt den Freistädter Schülern und Schülerinnen stellte. Die Ergebnisse, am Abend präsentiert und gelesen von Renate Welsh, waren humorvoll, spritzig und voll mit kindlicher Fantasie.
Ein überaus gelungenes Projekt, das die Kinder und Jugendlichen zu kreativem Denken anregen und zur Literatur hinführen soll. ...