Förderkonzept
2007/08
der Musikhauptschule Freistadt
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I. Grundlagen
Die Musikhauptschule Freistadt führt jährlich zwei parallele Klassen mit besonderer Berücksichtigung der musikalischen Ausbildung. Auf Grundlage einer Eignungsprüfung werden gemäß den gesetzlichen Bestimmungen nur Schüler mit einer überdurchschnittlichen musikalischen Begabung in diese Klassen aufgenommen. Dementsprechend liegt der Schwerpunkt der Förderung unserer Schüler im musikalischen Bereich.
In der autonomen Stundentafel setzen wir Schwerpunkte im Bereich Englisch und Computerausbildung. Im Bereich des Technikunterrichtes reduzieren wir auf ein Minimum.
Im
Schuljahr 2007/08 haben wir 12 Unterrichtsstunden pro Woche
umgeschichtet.
Unsere gut ausgestattete und ständig auf neuem Stand gehaltene Bibliothek, für Schüler interessante Öffnungszeiten sowie fixe Lesestunden im Rahmen des Unterrichts sind Garanten einer optimalen und individualisierten Leseförderung.
Im Schuljahr 2007/08 stehen dafür 5 Lehrerstunden pro Woche zur Verfügung.
Zusätzlich erachten wir es als unsere Aufgabe lernschwachen und behinderten Kindern unseres Schulsprengels einen Hauptschulbesuch in Integrationsklassen zu ermöglichen. Abwechselnd mit der Hauptschule 1 Freistadt richten wir spezielle Integrationsklassen ein, in denen Schüler mit Sonderpädagogischem Förderbedarf durch eigene Lehrer bestmöglich gefördert werden.
Im Schuljahr 2007/08 stehen dafür 57 Unterrichtsstunden pro Woche zur Verfügung, zusätzlich haben wir schulautonom 1 Stunde zur Verfügung gestellt.
Darüber hinaus erachten wir es als wünschenswert, auch Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache in die Schulgemeinschaft bestmöglich zu integrieren. Schulstufenweiser Deutschförderunterricht schafft dazu die besten Voraussetzungen.
Im Schuljahr 2007/08 stehen dafür 2 Unterrichtsstunden pro Woche zur Verfügung.
Zur Vermeidung von schlechten Schulleistungen bieten wir Förderunterricht in Kleingruppen an. Schüler können sich dazu anmelden oder werden von den Lehrern eingeteilt.
Im Schuljahr
2007/08 stehen dafür 64 einzelne Unterrichtsstunden zur
Verfügung. II. Begabungsförderung
Der Großteil unserer Schüler und Schülerinnen besucht nach der Musikhauptschule eine AHS oder BHS. Eine zusätzliche Englischstunde in der 4. Klasse sowie Informatikunterricht in allen Schulstufen sind Garanten für einen problemlosen Übertritt.
Schüler mit einer überdurchschnittlichen Begabung im musikalischen Bereich werden in unsere Schule aufgenommen. Wir fühlen uns diesen besonders begabten Schülern verpflichtet und fördern sie durch eine intensive musikalische Ausbildung in allen Bereichen: o Chorgesang und Stimmbildung o Rhythmusschulung o Tanz o Erlernen eines Musikinstrumentes o Zusammenspiel mit anderen Musikinstrumenten im Ensemble o Hörerziehung
Aktives Musizieren trägt laut neuesten wissenschaftlichen Untersuchungen zu einer allgemeinen Leistungssteigerung bei.
Für unsere Aufführungen (Konzerte, Musicals, etc.) stellen wir fallweise klassenübergreifende Ensembles und Chöre zusammen, in denen nur unsere besten Schüler mitspielen. Perfektionierung durch oftmalige Proben sind selbstverständlich.
III. Kompetenzerwerb
Schule vermittelt Kompetenzen in verschiedensten Bereichen. Der Lehrplan gibt Auskunft darüber, welche Basiskompetenzen vermittelt werden. Wir vermitteln Schlüsselkompetenzen durch verbindliche und unverbindliche Übungen:
o Grundlegende Beherrschung der gängigsten Computerprogramme o Maschinschreiben
In den ersten Schulwochen veranstalten wir für die ersten Klassen einen Kurs unter dem Titel “Lernen lernen“. Inhalte dieses Kurse sind: Arbeitsorganisation, Zeitmanagement, und Entspannungstechniken
Präsentationstechniken werden im Deutschunterricht vermittelt, Informatikunterricht schafft die Voraussetzungen für zeitgemäße Präsentationen (Power-Point)
Klassenlektüren mit selbst ausgearbeiteten, individuell einsetzbaren Zusatzmaterialien fördern die Lesekompetenz.
Die Bibliothekarinnen veranstalten ein Bibliothekquiz von Oktober bis Mai. Dieses Quiz zielt darauf ab, dass Schüler selbständig Informationen einholen.
Kompetenz „Selbständiger Wissenserwerb“: Referate über verschiedene Sachthemen im GS und GW Unterricht o Informationsbeschaffung aus Büchern und im www. o Präsentieren
IV. Förderunterricht
Zur Vermeidung von Wiederholungsprüfungen und Klassenwiederholungen informieren wir die Eltern ehestmöglich und erarbeiten ein gemeinsames Förderkonzept. Wir bieten unsere Unterstützung an, wenn Verständnisschwierigkeiten die Ursache für schlechte Leistungen sind.
Zur Vermeidung von Abstufungen führen wir im Anlassfall gezielten Förderunterricht durch.
Um Schüler aufstufen zu können, fördern wir gezielt vor und nach der Aufstufung.
Wir haben keine Mindestgruppengröße, sondern fördern bei Bedarf auch einzelne Schüler.
Schüler können Förderunterricht beantragen, fallweise bieten die Lehrer vor den Schularbeiten Förderkurse an.
Abwechselnd mit der HS 1 führen wir Integrationsklassen, um lernschwachen und behinderten Kindern unseres Schulsprengels den Schulbesuch in Integrationsklassen zu ermöglichen.
Diese Integrationsklassen werden in der überwiegenden Anzahl der Stunden durch zwei Lehrer unterrichtet. Inwieweit beide Lehrer alle Schüler gleichzeitig unterrichten oder teilweise in eigenen Nebenräumen unterrichten, hängt vom Lehrstoff und dem Grad der Behinderung ab.
Wir bemühen uns, für die Integrationsklassen eigene Stundentafeln zu entwerfen, die den Schülern dieser Klassen gerecht werden.
Wir wollen alle Schüler unserer Schule nach besten Kräften fördern und unser Ehrgeiz ist es, alle Schüler mit gutem Gewissen nach den vier Jahren in unserer Schule entlassen zu können. Schüler mit SPF sind insofern keine Ausnahme, einzig ihre Ausgangslage und ihr Potential ist anders.
VI. Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache
Außerordentliche Schüler: Im Deutsch - Zusatzunterricht vermitteln wir einen Grundwortschatz und achten auf korrekte Aussprache. Wir bemühen uns, einen praktisch umsetzbaren Wortschatz zu vermitteln und kontrollieren und begleiten unsere Schüler beim Einsatz dieses Wortschatzes im täglichen Leben. Im Regelunterricht versuchen wir durch Unterrichtsindividualisierung oftmals das Verständnis für das Unterrichtsgeschehen zu fördern. Wenn wir individuelle Schwächen erkennen, fördern wir durch Förderunterricht in Einzelstunden
Ordentliche Schüler: Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache erhalten während der ersten beiden Jahre in unserer Schule Zusatzunterricht.
Mutterspracheunterricht: Wir wissen um die Notwendigkeit der Beherrschung der Muttersprache zum Erlernen einer Zweitsprache. Wir fordern unsere Schüler auf, am Mutterspracheunterricht teilzunehmen.
Religionsunterricht: In der Stundenplangestaltung nehmen wir darauf Rücksicht, dass ein schulstufenübergreifender Islamunterricht möglich ist.
VII. Ankommen und Abgehen
Einstiegsphase / Einstufung: Am Schulbeginn fördern wir die Entstehung einer guten Klassengemeinschaft. Der Wandertag in der ersten Schulwoche, die vielen Musikstunden und die gute Betreuung durch die Klassenvorstände begünstigen ein gutes Klassenklima. In den ersten Wochen veranstalten wir einen Kurs „Lernen lernen“. Schüler, die im Zeugnis der 4. Klasse Volksschule schlechtere Noten als „Gut“ erhalten haben, werden in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik in eigene Gruppen zusammengefasst und sobald wir erkennen, dass sie in diesen Gegenständen zu besseren Leistungen befähigt sind, den entsprechenden Gruppen zugewiesen. Schüler mit großen Defiziten werden in eine eigene, meist kleinere Gruppe zusammengefasst, um den Stoff besser individualisieren zu können.
Berufsorientierung: Berufsorientierung wird in fast allen Fächern im Regelunterricht integriert. Wir koordinieren einen mehrwöchigen Zeitraum, während dem in den 3. und 4. Klassen schwerpunktmäßig die Berufswelt besprochen wird. Eine enge Zusammenarbeit mit den Einrichtungen des AMS und des BIZ ist selbstverständlich.
Schulschnuppern und Schullaufbahnberatung: Wir ermöglichen unseren Schülern, einen Tag in ihrer Wunschschule zu schnuppern. Unser Bildungsberater informiert über weiterführende Schulen und berät Eltern und Schüler.
Übertritte in AHS / BHS: Rund 4/5 unserer Schüler besuchen nach der Hauptschule eine AHS oder BMHS. Wir arbeiten mit den weiterführenden Schulen zusammen, informieren uns über die Anforderungen der weiterführenden Schulen und bereiten unsere Schüler darauf vor. Abgegangene Schüler besuchen uns häufig und wir informieren uns über ihren Schulerfolg und wir ziehen daraus Schlüsse.
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