Schulversuch

zur Weiterentwicklung der

Sekundarstufe 1

gemäß SchOG § 7a

Variante A

 

oberösterreichische

 

 

 

 

 

Mittelschule

 

 

 

Modellbeschreibung

 


 

 

 

Vorüberlegungen

 

 

 

 

Der Anteil der Schüler und Schülerinnen der MHS Freistadt, welche nach erfolgreicher Beendigung der Hauptschule in eine Höhere Schule übertreten, liegt seit Jahren zwischen 2/3 und 4/5 des jeweiligen Jahrganges. Die Rückmeldungen sind durchwegs positiv, d.h. die Schüler mit qualifiziert positivem Abschlusszeugnis haben selten Schwierigkeiten, das Klassenziel der 1. Klasse der jeweiligen Oberstufenform zu erreichen. 

Aufgrund der musischen / musikalischen Begabung und Interessenslage unserer Schüler und Schülerinnen beobachten wir einen stärkeren Hang zu sprachlich – kreativen Schultypen und eine eher ablehnende Haltung gegenüber mathematisch - technischen Zweigen. 

Jedes Jahr wechseln einzelne Schüler und Schülerinnen der 4. Klassen in das Gymnasium Freistadt. Jedoch besteht dort nur die Möglichkeit in den mathematisch - technischen Zweig BRG zu wechseln, da unsere Schüler und Schülerinnen keine zweite Lebende Fremdsprache erlernt haben.

Musikerziehung und Bildnerische Erziehung als Pflichtgegenstände sind in den Berufsbildenden Höheren Schulen nicht vorgesehen, wohl aber im Gymnasium.  Zusätzlich führt das Gymnasium Freistadt als einzige Schule in der Region einen hervorragenden Oberstufenchor und es besteht somit die Möglichkeit, die musikalische Grundausbildung der Musikhauptschule auch weiterhin in einem eingeschränkten Ausmaß fortzusetzen.

Da auf Grund der Pensionierung des Leiters des Gymnasiums Freistadt, Dir. Ernst Duschlbauer mit Ende des Schuljahres 2010/11 und der derzeit nicht geklärten Nachfolge eine Kooperation im gewünschten Ausmaß nicht sichergestellt ist, wird als zusätzlicher Kooperationspartner die HAK & HTL Freistadt gewonnen. Zusätzliche Ressourcen im Bereich der sprachlichen und technischen Ausbildung sind dadurch sichergestellt.

 


 

 

 

Pädagogisches Konzept

 

 

 

Der Schulversuch soll

Ø durch ein, auf das Gymnasium Freistadt abgestimmtes Bildungsangebot, die für manche Schüler/innen bislang zu früh notwendige Entscheidung über die weitere Bildungslaufbahn zeitlich verschieben,

Ø dadurch für die Schüler/innen eine zusätzliche Anschlussmöglichkeit in Richtung AHS Oberstufe ermöglichen,

Ø den musikalisch begabten Schülern und Schülerinnen die Möglichkeit bieten, nach der MHS einen ihrer Neigung und Begabung entsprechenden Schultyp in der Region wählen zu können,

Ø durch das Angebot einer zusätzlichen Fremdsprache eine Sprachenoffensive einleiten,

Ø auch für jene Schülerinnen und Schüler, die in eine BMHS wechseln, durch den Freigegenstand Spanisch in der 2. Klasse noch bessere Startvoraussetzungen schaffen,

Ø die Leistungsgerechtigkeit bei Abschlüssen und Berechtigungen erhöhen, 

Ø gemeinsam mit den anderen Individualisierungsinitiativen die Umsetzung vielfältiger auf eigenverantwortlichem Arbeiten und kooperativem Lernen aufbauenden unterrichtsmethodischen und –organisatorischen Lehr-/Lernstrategien vorantreiben.

Ø durch entsprechende Begleitmaßnahmen (Koordination der Jahresplanungen im Hinblick auf vergleichbare Ziele, Koordination der Schularbeiten) die Vergleichbarkeit und Sicherheit von Beurteilungen und Bildungsabschlüssen erhöhen.

Ø durch gemeinsamen Unterricht aller Lernniveaus in D, E, M soll  sich das Leistungsniveau der schlechteren Schüler und Schülerinnen verbessern,

Ø durch Individualisierungsbemühungen soll sich das Leistungsniveau der besseren Schüler und Schülerinnen zumindest nicht verschlechtern. 

 

 

Mehr individuelle und schülerorientierte Förderung ermöglichen

 

Ø Gemäß dem Förderkonzept der MHS Freistadt legen wir besonderen Wert auf die Förderung von Begabungen im musikalischen sowie im musisch - kreativen Bereich, aber auch der Förderung sozialer Kompetenzen.

Ø Die Integration wird unverändert weitergeführt.

Ø Nachmittagsbetreuung wird angeboten. Gemeinsam mit der HS 1 Freistadt wird eine Gruppe mit Nachmittagsbetreuung (mit individueller und fachbezogener Lernzeit) und einem vielfältigen Freizeitangebot geführt.

Ø Verhaltensvereinbarungen sowie eine professionalisierte Zusammenarbeit mit den Beratungslehrer/innen sowie der Schulpsychologie als Reaktion auf die veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sind auch weiterhin vorgesehen.

Ø Durch den Verzicht auf Leistungsgruppen und den Unterricht in heterogenen Lerngruppen ermöglichen wir Tutorensysteme.

 

 

Wahlmöglichkeit in der 3. Klasse

 

Ø Beginnend ab der 1. Klasse werden für alle Schüler EDV - Unterricht und Naturwissenschaftliche Übungen angeboten.

Ø In der 2. Klasse wird Spanisch als Freigegenstand 2. Lebende Fremdsprache für alle interessierten Schüler angeboten.

Ø In der 3. Klasse besteht die Wahlmöglichkeit zwischen dem Bereich Fremdsprache und dem Bereich Naturwissenschaft.

Ø Der positive Abschluss des Bereiches Sprache führt zur zusätzlichen Berechtigung des Übertritts in die 5. Klasse der Langform des Gymnasiums bei gleichzeitigem qualifiziert positivem Abschluss der  8. Schulstufe

 

 

Naturwissenschaftlicher Schwerpunkt

 

Ø Experimentelles Arbeiten im Naturwissenschaftlichen Labor ist Grundlage der Ausbildung in diesem Bereich.

Ø Die Nutzung der Anlagen und Räume des Gymnasiums Freistadt ist vorgesehen.

Ø Zusätzlicher Informatikunterricht mit Schwerpunkt auf Informationsbeschaffung soll naturwissenschaftliche Arbeitsweisen ermöglichen.

  

 

Fremdsprachenschwerpunkt

 

Ø  Das Angebot einer weiteren Fremdsprache in einem dem Gymnasium Freistadt vergleichbaren Umfang, welche durch Lehrer/innen dieser Schule unterrichtet wird, ist ein zentraler Eckpfeiler dieses Modells.

Ø  Diese zusätzliche Fremdsprache ist in Absprache mit dem Gymnasium Freistadt Spanisch.

Ø  Der Stundenumfang entspricht dem der Unterstufe des Gymnasium Freistadt.

Ø  Innerhalb von drei Jahren werden acht Wochenstunden in der zweiten Fremdsprache angeboten.

Ø  Es handelt sich dabei um einen schulautonomen Wahlpflichtgegenstand in der 3. und 4. Klasse.

Ø  In der 2. Klasse besteht die Möglichkeit, diese zusätzliche Fremdsprache als Freigegenstand zu belegen, um die eigene Begabung und Leistungsfähigkeit zu testen. Der Gegenstand wird mit Schularbeiten geführt, um eine Anrechnung zu ermöglichen.

Ø  Der Unterricht in der zusätzlichen Fremdsprache ab der 3. Klasse baut auf die Vorkenntnisse der 2. Klasse auf.

Ø  Schüler, die erkennen, dass ihnen eine 2. Fremdsprache zu große Schwierigkeiten bereitet, können in der 3. Klasse den Naturwissenschaftlichen Schwerpunkt wählen, der einerseits weniger Stunden hat und andererseits praxisorientiert ist.    

Ø  Der Sprachunterricht wird ausschließlich durch LehrerInnen des Gymnasiums Freistadt erteilt.


 

 

 

Organisatorisches Konzept

 

 

Musikhauptschulklassen und Kreativklassen

Die Musikhauptschule Freistadt hat die Bewilligung zur Führung von zwei Musikklassen pro Jahrgang. Keinesfalls wollen wir von diesem Konzept der Musikklassen abgehen sondern diese Klassen weiterentwickeln.

Zusätzlich haben wir in den vergangenen Jahren Erfahrungen mit Integrationsklassen gesammelt, die wir in die Schulentwicklungsarbeit einbringen wollen. Aus diesem Grund haben wir „Kreativklassen“ als Ergänzung zu den Musikklassen entwickelt.

 

 

Aufnahmevoraussetzungen

Der Besuch des Kreativzweiges setzt den positiven Abschluss der 4. Stufe der Volksschule, bei Schülern mit sonderpädagogischen Förderbedarf den Besuch dieser Schulstufe, voraus. Alle Schülerinnen und Schüler des Pflichtsprengels können den Kreativzweig besuchen, es gibt keine Aufnahmebarrieren. Lediglich die Aufnahme in den Musikzweig setzt eine entsprechende Eignung voraus.

 

 

Individualisierung und Differenzierung

Wir stellen uns offensiv den Herausforderungen und Chancen heterogener Lerngruppen im Hinblick auf Differenzierung und Individualisierung. Projektorientiertes Arbeiten und die Verwendung von vielfältigen Methoden und Materialien (EVA, …..) sind Kern eines individualisierten Unterrichts und erweiterter Lehrangebote.

Persönlichkeit und Lernvoraussetzungen der einzelnen Schüler/innen sollen in den Mittelpunkt gerückt werden. Wir werden

                   nach dem Konzept einer „Beruhigten Schule“ zur Vertiefung und Festigung der Lehrinhalte „Inselzeiten“ schaffen, in denen wir gezielt auch Tutorensysteme einsetzen wollen.

                   bestehende Lern- und Lehrroutinen überprüfen,

                   neue Lehr- und Lernformen erproben,

                   individuelle Rückmeldungen und Empfehlungen zur Unterstützung der Schüler/innen verstärken,

                   die Zusammenarbeit in Lehrer/innen-Teams intensivieren und verstärkt gemeinsam den Unterricht vorbereiten


 

Leistungsbeurteilung

 

Leistung ist uns wichtig. Neben der Notenbeurteilung wollen wir durch detaillierte Leistungsrückmeldungen für Schülerinnen und Schüler, aber auch für deren Eltern das bestehende Beurteilungssystem ergänzen.

 

Führung von heterogenen Gruppen in Deutsch, Englisch und Mathematik

 

Ø Unterricht in heterogenen Stammklassen durch zwei Lehrer

Ø Verpflichtender Förderunterricht 

Ø Im Falle einer negativen Jahresbeurteilung besteht die Möglichkeit einer Wiederholungsprüfung.

 

Einsatz der zusätzlichen Lehrerstunden

 

Auf Grund der Anmeldezahlen der letzten Jahre und auf Grund der Beschränkungen im Musikzweig und der freiwilligen Selbstbeschränkung in Absprache mit der HS 1 Freistadt gehen wir davon aus, dass wir im Normalfall zwei oder maximal drei erste Klassen im Schulversuch führen werden.

 

Einsatz der zusätzlichen Lehrerstunden bei 2 ersten Klassen

 

Ø In der 5. und 6. Schulstufe werden die zusätzlichen Lehrerstunden zur Gänze dazu verwendet, um Deutsch, Englisch und Mathematik in allen Stunden doppelt zu besetzen. (Bedarf 12 Stunden)

Ø Das Unterrichtsfach „Naturwissenschaftliche Übungen“ wird aus dem bisherigen Stundenbudget durch die Umschichtung von Geometrisches Zeichnen zu Mathematik bedeckt.

Ø Der Freigegenstand „Spanisch“ in der 6. Schulstufe (Bedarf 2-4 Stunden) wird durch - falls nötig - Streichung des bisherigen Angebotes „Freigegenstand Maschinschreiben“ gedeckt.

Ø In der 7. Schulstufe wird das Unterrichtsfach Ernährung und Haushalt um 0,5 Stunden gegenüber der bisherigen Stundentafel gekürzt und dafür Informatik bzw. Kulturelle Erziehung angeboten.

Ø Weiters werden im Wahlbereich 6 Unterrichtseinheiten benötigt, von denen 2 durch Senkung der Stundenanzahl der Pflichtgegenstände allgemein gedeckt werden und 4 Stunden aus den zusätzlichen Stunden gedeckt sind.

Ø Die verbleibenden 8 zusätzlichen Stunden werden für Teamteaching in D, E, M, oder für Teamteaching im Bereich Unterrichtssprache Englisch in Realien verwendet.

Ø In der 8. Schulstufe werden im Wahlbereich 10 Unterrichtseinheiten benötigt, von denen 2 durch Senkung der Stundenanzahl der Pflichtgegenstände allgemein gedeckt werden und 8 Stunden aus den zusätzlichen Stunden gedeckt sind.

Ø Die verbleibenden 4 zusätzlichen Stunden werden für Teamteaching in D, E, M, oder für Teamteaching im Bereich Unterrichtssprache Englisch in Realien verwendet.

 

 

Einsatz der zusätzlichen Lehrerstunden bei 3 ersten Klassen

 

Ø In der 5. Schulstufe

o   werden die zusätzlichen Lehrerstunden zur Gänze dazu verwendet, um Deutsch und Englisch in allen Stunden doppelt zu besetzen. (Bedarf 16 Stunden)

o   werden in Mathematik die drei Klassen wöchentlich in 2 der 4 Stunden doppelt besetzt. (Bedarf 2 Stunden)

 

Ø In der 6. Schulstufe

o   werden die zusätzlichen Lehrerstunden zur Gänze dazu verwendet, um Mathematik und Englisch in allen Stunden doppelt zu besetzen. (Bedarf 16 Stunden)

o   werden in Deutsch die drei Klassen wöchentlich in 2 der 4 Stunden doppelt besetzt. (Bedarf 2 Stunden)

o   Das Unterrichtsfach „Naturwissenschaftliche Übungen“ wird aus dem bisherigen Stundenbudget durch die Umschichtung von Geometrisches Zeichnen zu Mathematik bedeckt.

o   Der Freigegenstand „Spanisch“ in der 6. Schulstufe (Bedarf 2-4 Stunden) wird durch - falls nötig -Streichung des bisherigen Angebotes des Freigegenstandes „Maschinschreiben“ gedeckt.

 

 

Ø In der 7. Schulstufe

o   wird das Unterrichtsfach Ernährung und Haushalt um 0,5 Stunden gegenüber der bisherigen Stundentafel gekürzt und dafür Informatik bzw. Kulturelle Erziehung angeboten.

o   werden im Wahlbereich 9 Unterrichtseinheiten benötigt, von denen 3 durch Senkung der Stundenanzahl der Pflichtgegenstände allgemein gedeckt werden und 6 Stunden aus den zusätzlichen Stunden gedeckt sind.

o   die verbleibenden zusätzlichen Stunden werden für Teamteaching in D, E, M, oder für Teamteaching im Bereich Unterrichtssprache Englisch in Realien verwendet.

 

Ø In der 8. Schulstufe

o   werden im Wahlbereich 15 Unterrichtseinheiten benötigt, von denen 3 durch Senkung der Stundenanzahl der Pflichtgegenstände allgemein gedeckt werden und 12 Stunden aus den zusätzlichen Stunden gedeckt sind.

o   werden die verbleibenden 6 zusätzlichen Stunden für Teamteaching in D, E, M, oder für Teamteaching im Bereich Unterrichtssprache Englisch in Realien verwendet.


 

 

 

Zusätzliche Lehrpläne

Lehrpläne für neue Fächer / Fachbezeichnungen

 


 

Naturwissenschaftliche Übungen:

 

Durch bewusstes Beobachten chemischer Vorgänge, Kennen lernen chemischer Prinzipien und Arbeitstechniken auch anhand selbst durchgeführter Experimente verstehen die Schüler Bedeutung der Chemie für alle Lebensformen und Lebensvorgänge. Erziehung zu Team-, Kommunikations- und Solidarfähigkeit sowie zu Genauigkeit, Sorgfalt und Verantwortung wird gefördert. Der Unterricht soll überwiegend von der Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler ausgehen. Den Schülern wird Gelegenheit zu möglichst selbstständigem Suchen, Forschen und Entdecken gegeben. Der Unterricht soll durch moderne Lern- und Sozialformen (zB Teamarbeit) auch das Lernen im sozialen und emotionalen Bereich fördern. Darüber hinaus hat eine Auseinandersetzung mit neuen Technologien, Unterrichtssoftware und elektronischen Informationssystemen zu erfolgen. Chemieunterricht ist Sicherheitserziehung im weitesten Sinne. Daher muss hier ganz besonders auf Gefahren, die von Stoffen und Reaktionen ausgehen, hingewiesen werden, ohne zu dramatisieren oder zu verniedlichen. Durch den vorschriftsmäßigen Gebrauch von Sicherheitsausstattung und -hilfen sind die Schülerinnen und Schüler beim Experimentieren auch aktiv an die Sicherheitsstandards zu gewöhnen. Die Entsorgung ist vor allem wegen der Vorbildfunktion demonstrativ sorgfältig durchzuführen.

Die Schülerinnen und Schüler sind zu selbstständigem Arbeiten und zur Problemlösefähigkeit unter Anwendung folgender Arbeitstechniken anzuregen: Beobachten, Vergleichen, Ordnen; Arbeiten mit geeigneten Hilfsmitteln (zB Lupe, Mikroskop, Computer, Fachliteratur); Suchen, Verarbeiten und Darstellen von Information; Identifizieren und Lösen von Problemen; Durchführen einfacher Experimente und Messverfahren. Fächerübergreifendes und projektorientiertes Arbeiten ist zu fördern. Naturbegegnung ist anzustreben. Lern- und Sozialformen wie etwa Gruppenarbeit, soziales Lernen, offenes Lernen sollen die soziale wie personale und emotionale Kompetenz der Schülerinnen und Schüler fördern. Bei der Beschäftigung mit Tieren und Pflanzen sind heimischen Arten der Vorzug zu geben. Weiters sind auch solche zu berücksichtigen, die besondere Bedeutung für den Menschen haben. Das Kennen lernen von Zusammenhängen zwischen belebter und unbelebter Natur sowie von Umweltproblemen und Schutzmaßnahmen stehen im Mittelpunkt. Ziel ist eine solide Basis für umweltfreundliches Handeln und Verhalten. Auch sollen konkrete Aktivitäten im Sinne der Ökologisierung der Schule gefördert werden. Umwelt-, Natur- und Biotopschutz sollen an konkreten Beispielen demonstriert werden.

Der Unterricht hat das Ziel, den Schülerinnen und Schülern das Modelldenken der Physik (Realwelt -Modell - Modelleigenschaften -Realwelt) zu vermitteln und physikalisches Wissen in größere Zusammenhänge zu stellen. An geeigneten Inhalten ist den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit zu möglichst selbstständigem Untersuchen, Entdecken bzw. Forschen zu geben. Dies bedingt den Einsatz von Schülerversuchen. Altersgemäße Denkwege und Deutungsversuche der Schülerinnen und Schüler sind zu berücksichtigen. Dies geschieht durch bewusstes Beobachten physikalischer Vorgänge, Verstehen und altersgemäßes Anwenden von typischen Denk- und Arbeitsweisen der Physik, eigenständige und handlungsorientierte Auseinandersetzung mit Problemen aus dem Erfahrungsbereich der Schülerinnen und Schüler nach Möglichkeit ausgehend von Schülerexperimenten, Entwickeln von Erklärungsversuchen beziehungsweise Modellvorstellungen und deren Anwendungen bei physikalischen Vorgängen in Natur und Technik. Die Schüler erkennen Gefahren, die durch die Anwendung naturwissenschaftlich-technischer Erkenntnisse verursacht werden, und setzen sich mit problemadäquaten Maßnahmen zur Minimierung (Unfallverhütung, Verkehrserziehung, Strahlenschutz, Zivilschutz, Friedenserziehung ...) auseinander. Sie gewinnen Einsicht in die Bedeutung technischer Entwicklungen für Gesellschaft und Umwelt und in die Berufs- und Arbeitswelt. Präzise Beobachtung, Beschreibung und Protokollierung physikalischer Vorgänge und Planung von Schülerexperimenten werden gefördert.

 

 


 

T  Zusätzliche Lehrplanbestimmungen für Deutsch 4. Klasse:

 

Ergänzende Lehraufgaben:

Kunst und Gesellschaft, Kunst und Politik, Kunst und Geschichte;

Kunstvermittlung: Museum, Galerie, Kunstmarkt, Medien.

Fotografie, Film, Video, Computer (Multimedia, CAD, Grafik, Animation und Simulation);

gesellschaftliche Bedeutung der Bildmedien;

Kunstwerke als Massenmedien.

Gebaute Umwelt: Stadtbilder, Stadtstrukturen, Idealstädte, Stadtutopien, Denkmalschutz, Kulturtourismus, Identität eines Ortes, Wohnräume

Selbstdarstellung: Körpersprache, Mode, Make-up.

 

Zusätzlicher Lehrstoff

Grundgesetze visueller Kommunikation mit den damit verbundenen Möglichkeiten der Manipulation kennen und kritisch beurteilen lernen; die neuen Bildmedien in komplexe Gestaltungsaufgaben integrieren können; Wissen über kunsthistorische Zusammenhänge und ihre gesellschaftlichen Ursachen erwerben; Projekte der Umweltgestaltung durch Nutzung der ästhetischen Zugänge analysieren lernen und in eigenen Gestaltungsversuchen Alternativen entwickeln.

Durch die Auseinandersetzung mit den Inhalten „Der Ort“, „Das Bauwerk“, „Das Wohnen“ sollen die Schülerinnen und Schüler befähigt werden, an der Gestaltung ihres unmittelbaren Lebensbereiches verantwortungsvoll mitzuwirken bzw. Fantasien und Denkmodelle für die Zukunft zu entwickeln.

Sie sollen elementare Grundlagen für die Gestaltung und Nutzung von Bauwerken kennen lernen. Dabei sollen die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Architektur erkannt, die daraus resultierenden Probleme analysiert und Lösungsmöglichkeiten entwickelt werden.

Erkennen und Erfassen von städtebaulichen, raumplanerischen und infrastrukturellen Zusammenhängen durch Auseinandersetzung mit konkreten Anlässen aus dem engeren Erlebnisbereich der Schülerinnen und Schüler.

Einsichten gewinnen in grundlegende Gestaltungsprinzipien und funktionale Anforderungen durch Erleben und Vergleichen von unterschiedlichen Gebäudetypen. Auseinandersetzung mit zukunftsorientierten Technologien im Bau- und Energiebereich.

Entwickeln von Konzepten für das Wohnen von Menschen mit ähnlichen oder unterschiedlichen Bedürfnissen. Auseinandersetzung mit Ausstattung und Funktionalität von Wohnräumen.

 

Zusätzliche Lehrplanbestimmungen für Deutsch 1. -  4. Klasse:

 

Lehraufgaben:

Erfahren, Beschreiben und Bewerten der akustischen Umwelt

 

Lehrstoff:

Hören von Musik in Bezug auf verschiedene Epochen und Kulturkreise; kritische Auseinandersetzung mit Musik und deren Wirkung; Entwicklung eines emotionalen und kognitiven Bezuges zu ausgewählten Musikbeispielen. Entwicklung von Zugängen zur Musik durch bewusstes Hören und Erweiterung der Hörerfahrung; Ganzheitliches und selektives Hören ausgewählter Musikbeispiele.


 

T Zweite lebende Fremdsprache:
Lerninhalte:
Spanisch oder Französisch (Angebot richtet sich nach dem Angebot des Gymnasium Freistadt)
Lehrplan:
Lehrplan des Gymnasiums der jeweiligen Schulstufe

 

 

 


 

Naturwissenschaftliches Labor / Lernwerkstatt:


Die Schülerinnen und Schüler sind zu selbstständigem Arbeiten und zur Problemlösefähigkeit unter Anwendung folgender Arbeitstechniken anzuregen: Beobachten, Vergleichen, Ordnen; Arbeiten mit geeigneten Hilfsmitteln (zB Lupe, Mikroskop, Computer, Fachliteratur); Suchen, Verarbeiten und Darstellen von Information; Identifizieren und Lösen von Problemen; Durchführen einfacher Experimente und Messverfahren. Fächerübergreifendes und projektorientiertes Arbeiten ist zu fördern. Naturbegegnung ist anzustreben. Lern- und Sozialformen wie etwa Gruppenarbeit, soziales Lernen, offenes Lernen sollen die soziale wie personale und emotionale Kompetenz der Schülerinnen und Schüler fördern. Bei der Beschäftigung mit Tieren und Pflanzen sind heimischen Arten der Vorzug zu geben. Weiters sind auch solche zu berücksichtigen, die besondere Bedeutung für den Menschen haben. Das Kennen lernen von Zusammenhängen zwischen belebter und unbelebter Natur sowie von Umweltproblemen und Schutzmaßnahmen stehen im Mittelpunkt. Ziel ist eine solide Basis für umweltfreundliches Handeln und Verhalten. Auch sollen konkrete Aktivitäten im Sinne der Ökologisierung der Schule gefördert werden. Umwelt-, Natur- und Biotopschutz sollen an konkreten Beispielen demonstriert werden. Der Unterricht hat das Ziel, den Schülerinnen und Schülern das Modelldenken der Physik (Realwelt -Modell - Modelleigenschaften -Realwelt) zu vermitteln und physikalisches Wissen in größere Zusammenhänge zu stellen. An geeigneten Inhalten ist den Schülerinnen und Schülern Gelegenheit zu möglichst selbstständigem Untersuchen, Entdecken bzw. Forschen zu geben. Dies bedingt den Einsatz von Schülerversuchen. Altersgemäße Denkwege und Deutungsversuche der Schülerinnen und Schüler sind zu berücksichtigen. Dies geschieht durch bewusstes Beobachten physikalischer Vorgänge, Verstehen und altersgemäßes Anwenden von typischen Denk- und Arbeitsweisen der Physik, eigenständige und handlungsorientierte Auseinandersetzung mit Problemen aus dem Erfahrungsbereich der Schülerinnen und Schüler nach Möglichkeit ausgehend von Schülerexperimenten, Entwickeln von Erklärungsversuchen beziehungsweise Modellvorstellungen und deren Anwendungen bei physikalischen Vorgängen in Natur und Technik. Die Schüler erkennen Gefahren, die durch die Anwendung naturwissenschaftlich-technischer Erkenntnisse verursacht werden, und setzen sich mit problemadäquaten Maßnahmen zur Minimierung (Unfallverhütung, Verkehrserziehung, Strahlenschutz, Zivilschutz, Friedenserziehung ...) auseinander. Sie gewinnen Einsicht in die Bedeutung technischer Entwicklungen für Gesellschaft und Umwelt und in die Berufs- und Arbeitswelt. Präzise Beobachtung, Beschreibung und Protokollierung physikalischer Vorgänge und Planung von Schülerexperimenten werden gefördert. Durch bewusstes Beobachten chemischer Vorgänge, Kennen lernen chemischer Prinzipien und Arbeitstechniken auch anhand selbst durchgeführter Experimente verstehen die Schüler Bedeutung der Chemie für alle Lebensformen und Lebensvorgänge. Erziehung zu Team-, Kommunikations- und Solidarfähigkeit sowie zu Genauigkeit, Sorgfalt und Verantwortung wird gefördert. Der Unterricht soll überwiegend von der Erfahrungswelt der Schülerinnen und Schüler ausgehen. Den Schülern wird Gelegenheit zu möglichst selbstständigem Suchen, Forschen und Entdecken gegeben. Der Unterricht soll durch moderne Lern- und Sozialformen (zB Teamarbeit) auch das Lernen im sozialen und emotionalen Bereich fördern. Darüber hinaus hat eine Auseinandersetzung mit neuen Technologien, Unterrichtssoftware und elektronischen Informationssystemen zu erfolgen. Chemieunterricht ist Sicherheitserziehung im weitesten Sinne. Daher muss hier ganz besonders auf Gefahren, die von Stoffen und Reaktionen ausgehen, hingewiesen werden, ohne zu dramatisieren oder zu verniedlichen. Durch den vorschriftsmäßigen Gebrauch von Sicherheitsausstattung und -hilfen sind die Schülerinnen und Schüler beim Experimentieren auch aktiv an die Sicherheitsstandards zu gewöhnen. Die Entsorgung ist vor allem wegen der Vorbildfunktion demonstrativ sorgfältig durchzuführen.

 

 

 


 

 

 

Geplanter Einsatz der Lehrer aus der kooperierenden Schule

 

 

Um den Zielen eines individualisierten Unterrichts gerecht werden zu können, werden die zusätzlichen Stunden vorwiegend in den Gegenständen Deutsch, Englisch und Mathematik benötigt.

 

Aus diesem Grund beabsichtigen wir derzeit die zusätzlichen Stunden folgendermaßen einzusetzen:

 

 

1.     Klasse: 8 Stunden Deutsch oder Mathematik oder Englisch
          + 4 Stunden Mathematik oder Englisch oder Deutsch
                                 oder Realien         

2.     Klasse: 8 Stunden Deutsch oder Mathematik oder Englisch
         +  2 Stunden Spanisch
         +  2 Stunden Realien

3.     Klasse: 8 Stunden Deutsch oder Mathematik oder Englisch
          + 3 Stunden Spanisch
          + 1 Stunde Labor oder Musikerziehung

4.     Klasse: 8 Stunden Deutsch oder Mathematik oder Englisch
          + 3 Stunden Spanisch
          + 1 Stunde Labor oder Musikerziehung

 

 

 

 

 

 


 

Stundentafeln


 

 

Schulversuch „Musikhauptschule Freistadt – OÖ Mittelschule“

 

Musikzweig

 

Pflichtgegenstände allgemein

1. Kl.

2. Kl.

3. Kl.

4. Kl.

Summe

Religion

2

2

2

2

 =SUM(LEFT) 8

Deutsch

4

4

4

4

16

Englisch

4

4

4

4

16

Geschichte und Sozialkunde, Politische Bildung

 

2

1

2

5

Geographie u. Wirtschaftskunde

1

2

2

2

7

Mathematik und Geometrisches Zeichnen

4

4

4

4

16

Biologie und Umweltkunde

2

1

1

2

61)

Chemie

 

 

 

1

11)

Physik

 

 

2

2

41)

Naturwissenschaftliche Übungen

0,5*)

0,5*)

0,5*)

 

1,5

Informatik

0,5*)

0,5*)

0,5*)

 

1,5

Bewegung und Sport

2

2

2

2

8

Summe

BSP

12

Musik und Bewegung

1*)

 

 

 

1

Wahlfach: Musik und Bewegung oder Sportspiele

 

1*)

1*)

1*)

3

Bildnerische Erziehung

2

2

1

1**)

5-62)

Werkerziehung

2

2

1

1**)

5-62)

Berufsorientierung

 

 

*

*

2 integriert

Musikerziehung

4

4

4

3

15

Instrument

1

1

1

1

4

Ensemblespiel

 

 

1*)

1*)

2

Ernährung und Haushalt

 

 

1

1

2

 

 

 

 

 

 

Wahlbereich Sprache

 

 

 

 

 

Zweite lebende Fremdsprache (Spanisch)

 

2***)

3

3

8

 

 

 

 

 

 

Wahlbereich Naturwissenschaft

 

 

 

 

 

Naturwissenschaftliches Labor / Lernwerkstatt

 

 

1

2

4

Informatik

 

 

 

1

1

 

 

 

 

 

 

Gesamtwochenstundenanzahl

30

32

-

34

34

-

36

36

 

132

-

136

 

Freigegenstände

Maschinschreiben                                                                                                     1            

Djembenworkshop                                                                                                                   1

Theater                                                                                                                                    1          1           1

Tschechisch                                                                                                                                            1          1              

 

*)  verbindliche Übung (ohne Note)

**)  Wahlpflichtfach ( entweder BE oder Werken)

***)  Freigegenstand ( mit Note )

      

1)       Unterschreitung  / wird ausgeglichen im Bereich NW Übungen + Informatik ( siehe Beilage schulautonomer Lehrplan)

2)       Unterschreitung in einem der beiden Fächer/ wird ausgeglichen in Deutsch ( siehe Beilage schulautonomer Lehrplan)  

 

Schulversuch „Musikhauptschule Freistadt – OÖ Mittelschule“

 

Kreativzweig

 

Pflichtgegenstände allgemein

1. Kl.

2. Kl.

3. Kl.

4. Kl.

Summe

Religion

2

2

2

2

 =SUM(LEFT) 8

Deutsch

4

4

4

4

16

Englisch

4

4

4

4

16

Geschichte und Sozialkunde, Politische Bildung

1

1

1

2

5

Geographie u. Wirtschaftskunde

2

2

1

2

7

Mathematik und Geometrisches Zeichnen

4

4

4

4

16

Biologie und Umweltkunde

2

1

1

2

61)

Chemie

 

 

 

1

11)

Physik

 

 

2

2

41)

Naturwissenschaftliche Übungen

0,5*)

0,5*)

0,5*)

 

1,5

Informatik

0,5*)

0,5*)

0,5*)

 

1,5

Bewegung und Sport

2

2

2

2

8

Summe

BSP

12

Wahlfach: Musik und Bewegung oder Sportspiele

1*)

1*)

1*)

1*)

4

Bildnerische Erziehung

2

2

2

1**)

6-72)

Werkerziehung

2

2

1

1 / 1**)

6-72)

Berufsorientierung

 

 

*

*

2 integriert

Musikerziehung

2

2

1

 

53)

Instrument oder Kreatives Gestalten

1*)

1*)

1*)

1*)

4

Ernährung und Haushalt

 

1

1

 

2

 

 

 

 

 

 

Wahlbereich Sprache

 

 

 

 

 

Zweite lebende Fremdsprache (Spanisch)

 

2***)

3

3

8

 

 

 

 

 

 

Wahlbereich Naturwissenschaft

 

 

 

 

 

Naturwissenschaftliches Labor / Lernwerkstatt

 

 

1

2

3

Informatik

 

 

 

1*)

1

 

 

 

 

 

 

Gesamtwochenstundenanzahl

30

30

-

32

30

-

32

32

 

122

-

126

 

Freigegenstände

Maschinschreiben                                                                                                     1            

Djembenworkshop                                                                                                                   1

Theater                                                                                                                                    1          1           1

Tschechisch                                                                                                                                            1          1              

*)  verbindliche Übung (ohne Note)

**)  Wahlpflichtfach ( entweder BE oder Werken)

***)  Freigegenstand ( mit Note )

      

1)       Unterschreitung  / wird ausgeglichen im Bereich NW Übungen + Informatik ( siehe Beilage schulautonomer Lehrplan)

2)       Unterschreitung in einem der beiden Fächer/ wird ausgeglichen in Deutsch ( siehe Beilage schulautonomer Lehrplan)

3)       Unterschreitung / wird ausgeglichen im Bereich Instrument und Deutsch ( siehe Beilage schulautonomer Lehrplan)