In Ranshofen gibt es von der Frühgeschichte keine Aufzeichnungen, doch dass in Ranshofen in dieser Zeit Menschen gelebt haben, beweisen die Funde.
Auch aus der römischen Zeit gibt es einige Funde. Einer davon ist ein Geldschatz, der bei einem Bau einer Wasserleitung unter der Hoftaverne "Wolfsgruber" gehoben wurde.
Im Ranshofner Raum besiedelten die Bayern das Land. Überall fanden sie Wälder vor, sie begannen sie zu roden und Siedlungen zu gründen.
Das erste "Dorf" (aus Holz ) soll zwischen
500 und 700 von einem gewissem "Rant" oder "Rato"
" errichtet worden sein. Es soll aus einem Wirtschaftshof
mit Nebengebäude bestanden haben.
788: In einer Schenkung an die Passauer Kirche
wird erstmals der Name "Rantersdorf" schriftlich
erwähnt. Es werden ein Wirtschaftshof, ein Herrenhaus,
und auch eine Mühle an der Enknach errichtet. Obwohl die
Macht der bayerischen Herzöge auf die fränkische Karolinger
wechselt, die Könige waren, spreche die Urkunden dieser
Zeit teilweise noch vom Herzogshof, aber auch schon vom Königshof
in Ranshofen.
Pfalz: ("Königshof", zur vorübergehenden
Unterbringung des Herrschers für die Abwicklung seiner
Aufgaben.)
Auch die Brühl wird als Wildgehege erwähnt.
Brühlweg) Die Pfalz soll dort, wo sich die heutige Kirche
befindet, gestanden haben. Es gab Wirtschaftsgebäude, Herren-
und Gesindehäuser.
Nachdem bereits vorher eine kleinere Priestervereinigung in Zusammenhang mit der Pfalzkapelle bestanden hat, wurde 1125 das Augustiner Chorherrenstift gegründet. In der Folge entwickelte sich neben den eigentlichen Klostergebäuden auch das Dorf Ranshofen: kleinere Bauernhöfe, die aber zum Stift gehörten. Das Stift wurde mehrmals zerstört und wiederaufgebaut. Dasselbe widerfuhr auch den umliegenden Höfen, die zum Stift gehörten.
Im 1500 Jahrhundert bestand bereits ein einigermaßen
geschlossenes Siedlungsgebiet, welches sich aus der Unteren
und der Oberen Hofmark zusammensetzte.
Dort lebten vom Stift abhängige Kleinbauern
und Handwerker. Um diese Zeit bestand Ranshofen aus ca. 170
Häusern, worin über 300 Parteien beherbergt waren.
Durch die Errichtung einer Musterlandwirtschaft (gut bewirtschafteter
Hof) durch die Familie Wertheimer fanden zahlreiche Ranshofner
Arbeit.
1938 mussten die Wertheimer wegen ihrer jüdischen
Abstammung ihr Gut hergeben.
Am 15.Oktober 1938 wird die bisher selbstständige
Gemeinde Ranshofen der Gemeinde Braunau/Inn angeschlossen.
Eine der bedeutendsten Einschnitte in der Ortsgeschichte
war der Bau des Aluminiumwerkes 1939.
Kurze Zeit später entstand die Werkssiedlung,
die bald zu einem geschlossenem Wohngebiet heranwuchs. Auch
der Ortsteil Scheuhub entstand einige Jahre später.
1954 wurde das Laufkraftwerk Braunau-Simbach am
Inn fertiggestellt.
1957 wurde unsere Schule errichtet.
Durch die Krise der verstaatlichten Industrie wurde das Aluminiumwerk
in den letzten Jahren großteils privatisiert, damit war
auch ein Personalabbau verbunden.
Der Betrieb Austria Alu-Guss (Felgenwerk) wurde neu errichtet und
expandiert derzeit. Um die dörfliche Struktur Ranshofens
zu fördern, wird derzeit durch einen Arbeitskreis an der
Ortsgestaltung gearbeitet.
Pfalzstraße 15
5282 Braunau-Ranshofen
Tel.: 07722/63003, Fax: DW 2
e-Mail: Direktion .::. LehrerInnen
Inhalt: (C) NMS/HS Braunau-Ranshofen 2005/11 - Layout:(C) Christian Auinger 2005/11