Die alternativen Pflichtgegenstände (APG)
A) Allgemeines
- Die alternativen Gegenstände werden als Pflichtgegenstände
in den Fächerkanon aufgenommen.
- Die Zahl der Wochenstunden beträgt 2.
- Allen alternativen Pflichtgegenständen liegen Bildungs-und
Lehraufgaben zugrunde.
- Jede Schulstufe weist einen speziellen Schwerpunkt auf:
- Klassen: Schwerpunkt im kreativen Bereich
- Klassen: im ökologisch sozialen Bereich
B) Ziele
- Lernziele, die über den Erwerb von bloßem Prüfungswissen
hinausgehen
- Anstreben von Selbst-und Sozialkompetenz
- APG-Themen bilden eine Ergänzung zu Themen in herkömmlichen
Unterrichtsfächern
- Ganzheitlichkeit des Lernens, sowie kreatives und forschendes Lernen
- handlungs-, prozess- und produktorientierte Arbeitsweise
- Kontakte zu Experten - außerschulische Informationsbeschaffung
C) Organisation
- Die SchülerInnen melden sich zu Schulbeginn für einen
zweisemestrigen alternativen Gegenstand an
- Offene Formen des Lehrens und Lernens werden angewandt
- Selbst- und Mitbestimmung der SchülerInnen bei Auswahl der
Lernziele und Planung des Lernens
- Kooperative Arbeitsformen stehen im Vordergrund
- Aus diesen Gründen werden auch alternative Formen der Leistungsfeststellung
wie Lernzielkontrollen als Bestandteil des Lernprozesses, Diagnosetests,
praxisnahe Formen der Lernkontrolle, Selbstbewertung, direkte Leistungsvorlage,
... erprobt
Lernen in Bildungsbereichen (LBB)
3.und 4.Klassen
Diese Fächer werden beurteilt, die Noten scheinen im Zeugnis auf,
und teilweise werden neue Methoden der Leistungsbeurteilung erprobt.
1. Klasse
- Bildnerisches Gestalten
- Schreib- und Medienwerkstatt
- Musik und Musiktheater
Grundsätzlich geht es darum, die eigene Kreativität
auszuleben, einen künstlerischen Weg zu finden und diesen auch
zu verfeinern.
In diesem APG lernen die Kinder mit der Sprache spielerisch
und kreativ umzugehen. Der Schwerpunkt liegt im autobio- graphischen
Schreiben.
Musikalisch - gestaltender Unterricht, mit Tanzeinlagen
und Theateraufführungen. Der Schwerpunkt ist, die Beweglichkeit
und Schauspielkunst mit Musik und Tanz zu fördern.
2. Klasse
- Friedenserziehung und Kulturkunde
- Umwelt erleben und gestalten
- Informatik
Ziel des APGes ist es, die eigene kulturelle Entwicklung
zu verstehen, zu vergleichen, andere Kulturen schätzen zu lernen
und Phantasien zu entwickeln.
Die SchülerInnen lernen den Unterschied zwischen Stadt-
und Landleben kennen. Weiters lernen sie, die ökologischen Eingriffe
des Menschen in die Natur zu erforschen.
Informationstechnisches Vorwissen soll im APG Informatik
angewendet, erweitert und vertieft werden. Die erworbenen Fähigkeiten
und Kenntnisse sollen in den anderen Fächern angewendet werden.
3. und 4. Klasse
LBB/IBF - Lernen in Bildungsbereichen
Themenbezogene Arbeit zur individuellen
Interessens- und Begabungsförderung
Das Unterrichtsfach
LBB "Lernen in Bildungsbereichen"
ist ein neues Element im Ranshofner Schulkonzept.
Wir ermöglichen den SchülerInnen der 3. und 4. Klassen damit
schulstufenübergreifendes, themenbezogenes Arbeiten im Umfang
von 2 Wochenstunden.
Grundlage für den neuen Unterrichtsgegenstand:
-
Schulische Bildung ist mehr als die Summe des Wissens, das
in den einzelnen Unterrichtsgegenständen erworben werden
kann.
-
Der rasche gesellschaftliche Wandel erfordert zunehmend fächerübergreifende Vorgangsweisen.
-
Die im Lehrplan vorgesehenen fünf Bildungsbereiche
bilden dafür eine geeignete Basis.
-
Allgemeinbildung heute beinhaltet jedoch auch die Möglichkeit
von Spezialisierung, den Erwerb von
Selbstkompetenz
und sozialer Kompetenz, sowie die Entwicklung von
Verantwortungsbewusstseingegenüber der
eigenen Leistung.
Die 5 Bildungsbereiche (mit ihrer fachlichen Entsprechung) sind:
- Sprache und Kommunikation (Deutsch, Englisch)
-
Mensch und Gesellschaft
(Geographie/Wirtschaftskunde,
Geschichte/Sozialkunde,
Biologie/Umweltkunde)
-
Natur und Technik (Biologie/Umweltkunde, Physik,
Chemie, Informatik, ev. Mathematik)
-
Kreativität und Gestaltung (Musikerziehung, Bildnerische
Erziehung, Deutsch)
-
Gesundheit und Bewegung (Biologie/Umweltkunde,
Geschichte/Sozialkunde, Bewegungserziehung)
Organisation:
1. Einstieg in das Fach
Entsprechend der Interessen der einzelnen SchülerInnen werden die
Schwerpunkte innerhalb der fünf Bildungsbereiche ermittelt.
Dies geschieht an Hand eines für diesen Zweck entwickelten
Fragebogens.
Vor Beginn der Arbeit in LBB werden folgende
Grundlagen geschaffen:
- Erwerb von Kompetenz in der
Anwendung verschiedener Arbeitstechniken
- Kenntnisse bei der
Informationsbeschaffung (Bücher, Internet,...)
- Überblick bezüglich Material und
Konzeption von Unterlagen
2. Freiarbeit oder Projektarbeit:
Gemäß der Begabung der einzelnen SchülerInnen
wird die entsprechende Arbeitsform gewählt.
Freiarbeit heißt, bestimmte vorgegebene Materialien
zu einem Thema bearbeiten. Die Möglichkeit, sich individuelle
Ziele zu setzen, wird geboten.
Projektarbeit, sich selbst ein Spezialthema
im Schwerpunktbereich suchen. Eine eigenständige,
inhaltlich und formal geplante und durchdachte schriftliche
Arbeit muss erstellt werden.
Zur Entscheidungsfindung werden folgende
Kriterien herangezogen:
- Selbsteinschätzung des Kindes
- Notendurchschnitt des Vorjahres
- Einschätzung des LehrerInnen-Teams
Beide Arbeitsformen folgen einem konkreten, selbst
erstellten Arbeitsplan.
Ziel ist die erfolgreiche Selbsttätigkeit
der SchülerInnen.
LBB (Lernen
in Bildungsbereichen) ist ein Pflichtgegenstand; die Benotung
erfolgt wie in anderen Gegenständen.