Innovative Jugend in Österreich
Jugend forscht europäisch (3)


Das kreative Österreich war in Bergen durch die Gewinner des ersten und des zweiten Platzes des heurigen Landes-Wettbewerbs vertreten. Thomas Aumeyer und Thomas Morocutti sind die besten innovativen Schlauköpfe Österreichs 2001.

Das Sieger-Duo aus der HTL Braunau in Oberösterreich nimmt mit seiner Erfindung Hautkrankheiten ins Visier, wie Thomas Morocutti schildert: "Einer unserer Klassenkameraden hat auch Schuppenflechte gehabt, und wir haben gefragt, wie es mit der Behandlung derzeit ausschaut." Er habe gesagt, dass es keine überzeugende Behandlungsmethode gebe - "und dass die gesunde zu der kranken Hautstelle auch mitbestrahlt wird bei der Lichttherapie. Und da haben wir uns überlegt, dass wir das ändern müssen."


Die Bestrahlung mit UV-Licht unterscheidet normalerweise nicht zwischen kranker und gesunder Haut - mit der Folge: erhöhtes Krebs- und Hautalterungsrisiko. Damit macht "CURE" Schluss, die Erfindung der beiden: Die Apparatur schont die gesunde Haut, indem sie nur die erkrankten Hautstellen bestrahlt. Dazu ist ein komplexes Computer-Programm mitsamt Bilderkennung und Gerätesteuerung notwendig, von Thomas Aumeyer monatelang ausgetüftelt.


Eine Digitalfoto-Aufnahme der Haut wird in den Computer eingespeist. Mit der Maus kann der Arzt die kranken Bereiche genau umgrenzen. Das Bild wird in Signale für die Hardware umgesetzt und an den Bestrahlungsapparat geschickt. Den hat Thomas Morocutti gebaut. Die Strahlen strahlen nur mehr dort, wo sie sollen. Möglich wird das durch Dutzende winzige Spiegel, die durch das Computerprogramm automatisch ausgerichtet werden und das Licht ganz individuell auf die erkrankten Hautbereiche lenken - treffsicher und punktgenau.


"Es war irgendwie lustig", so Thomas Aumeyer, "dass man gemeinsam sich etwas Neues erarbeitet und dass man nicht einfach das nur vorgekaut bekommt in der Schule. Und man ist eben zu zweit, und da hat man ein Ziel vor Augen, und genau das will man erreichen. Da muß man eben wild daran hacken, dass das fertig wird. Das war eigentlich das, was so spannend dran war, und in echt ganz interessant war."
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