Innovationswettbewerb
"Jugend Innovativ" – Schülerinnen und Schüler beweisen Kreativität
Bildung ist mehr als nur reine Wissensvermittlung, sie muss die Entwicklung
der gesamthaften Persönlichkeit des jungen Menschen zum Ziel haben.
Zu dieser gesamthaften Persönlichkeitsbildung gehören grundlegendes
Wissen, Fähigkeiten und Kompetenzen, Wertevermittlung, eine musisch-kreative
Bildung und gesundheitliche und sportliche Erziehung. Wenn Schulen und
Bildungseinrichtungen Wissen nicht nur weitergeben, sondern auch
zur Anwendung des Erlernten motivieren, dann hat das einen besonderen Stellenwert.
Der Wettbewerb "Jugend
Innovativ", der Schülerinnen und Schüler dazu anspornt, ihr
Wissen in kreativer und innovativer Weise anzuwenden und Neues zu entwickeln,
leistet dazu einen wertvollen Beitrag. Darüber hinaus vermittelt er
den Jugendlichen "Soft-Skills", die heute in der Wirtschaft immer
mehr gefragt sind und die man vor allem durch "tun" erlernt, nämlich
Teamwork, Selbstständigkeit, Eigeninitiative, Verantwortung übernehmen
und fächerübergreifendes Planen und Denken.
Seit mehr als 10 Jahren findet der Projektwettbewerb "Jugend
Innovativ" statt, der vom Bildungsministerium gemeinsam mit der Innovationsagentur,
der Firma Air Liquide und dem Wirtschaftsministerium veranstaltet wird.
Alle vier Initiatoren sind seit Beginn dabei und stehen als Garanten für
einen fairen und gelungenen Wettbewerb.
Das hohe Niveau der eingereichten Projektarbeiten zeigt die Tatsache,
dass das Patentamt insgesamt bereits rund 20 Patente an Wettbewerbsteilnehmer
vergeben konnte. Da die Schülerinnen und Schüler in vielen Fällen
mit Wirtschaftsbetrieben zusammenarbeiten, ist der "Innovationswettbewerb"
auch eine gelungene Kooperation zwischen Unternehmen und Bildung.
Die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an "Jugend Innovativ"
steigt kontinuierlich. Waren es bisher im Durchschnitt 180 angemeldete
Projekte, so wurden heuer bereits 267 Projekte von Schulen aller
Art angemeldet. Die Organisatoren und eine Jury aus hochrangigen Expertinnen
und Experten sorgen dafür, dass der Wettbewerb ein großer Erfolg
ist.
Besonders hervorzuheben ist der Einsatz der Lehrerinnen und Lehrer,
die die Projekte über die Unterrichtszeit hinaus begleiten. Auch die
Schülerinnen und Schüler arbeiten mit großem Engagement.
Sie investieren zwischen 50 und 400 Stunden Arbeitszeit in ihre
Projekte. Erfreulich ist, dass sich so viele technische Schulen für
das Finale qualifiziert haben. Dies zeigt das hohe Niveau der HTLs und
deren Absolventen.
Europaweiter Wettbewerb: Herausforderung für die Gewinner
So sehen Sieger aus: Der mit 30.000 Schilling dotierte
erste Preis wurde für einen neuen Bestrahlungsapparat gegen Hautkrankheiten
an Schüler der HTL Braunau verliehen. vlnr: Thomas Aumeyer, Thomas
Morocutti und Bildungsministern Elisabeth Gehrer.
Den Siegerteams winken neben den Preisen weitere attraktive Herausforderungen:
sie werden Österreich unter anderem am "European Union Contest for
Young Scientists (EU-Wettbewerb für junge Wissenschaftler)" vertreten.
Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler zwischen 15 und 20 Jahren
der 60 besten Projektteams, die sich in den nationalen Wettbewerben qualifizieren
konnten, treten dort zur internationalen Konkurrenz an. Den besten von
ihnen winken nicht nur attraktive Geldpreise in der Höhe von insgesamt
rund öS 400.000,-- sondern auch Reisen zu internationalen wissenschaftlichen
Veranstaltungen wie zur Nobelpreisverleihung nach Stockholm, zu einem Wissenschaftsfestival
nach London oder zur Norwegischen Polarforschungsstation nach Spitzbergen.
Bildungsministerin Elisabeth Gehrer gratuliert den Preisträgerinnen
und Preisträgern der acht im Finale ausgezeichneten Projekte.
Wie die vergangenen Jahre zeigen, haben die österreichischen Teams
dabei gute Chancen, mit einem Preis nach Österreich zurückzukommen.
In den letzten 10 Jahren haben österreichische Nachwuchswissenschaftlerinnen
und –wissenschaftler 3 erste Preise, 2 zweite, 1 dritten und mehrere Reisepreise
gewonnen.
Seit 14 Jahren gibt es bereits den Wettbewerb für europäische
Nachwuchswissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Heuer wird die Konkurrenz
in Norwegen ausgetragen, nächstes Jahr findet sie erstmals in Wien
statt.
Für nähere Informationen Jugend
Innovativ
