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BRAUNAU. Dass die beiden Braunauer
HTL-Maturanten Thomas Aumeyr und Thomas Morocutti allerhand drauf
haben, bewiesen sie im Laufe ihrer HTL-Jahre mehrmals. Nun haben sie
es sogar schwarz auf weiß, dass sie zu den besten Nachwuchsforschern
Europas gehören.
Die zwei HTLer errangen, wie bereits kurz
berichtet, vor gut einer Woche Platz eins beim "13th EU-Contest for
young scientists" im norwegischen Bergen. Zuvor waren Thomas Aumeyr
und Thomas Morocutti, die von ihrem Projektbetreuer Friedrich
Plötzeneder bestens auf ihren großen Auftritt vorbereitet worden
waren, schon beim österreichischen Wettbewerb "Jugend innovativ" mit
ihrem Projekt "CURE" erfolgreich gewesen. Bei diesem Bewerb werden
alljährlich die besten Nachwuchsforscher Österreichs gekürt. Der
Sieg bedeutete seinerzeit für die Tüftler die Fahrkarte nach
Norwegen. OÖN-Leser kennen die Vorgeschichte der zwei Schüler
bereits. Thomas Aumeyr und Thomas Morocutti hatten vor einiger Zeit
die Erkrankung eines Mitschülers, der an Schuppenflechte leidet, zum
Anlass genommen, um Abhilfe gegen den Juckreiz, den diese Erkrankung
mit sich bringt, zu schaffen. Nachdem bislang nur
Gesamtbestrahlungen mit UV-Licht möglich waren, die wieder für
gesunde Hautstellen eine beschleunigte Alterung und ein gewisses
Hautkrebsrisiko bedeuten, entwickelten sie ein Gerät, das eine
selektive Bestrahlung erkrankter Hautteile möglich macht. Ihr
Ingenieurprojekt erhielt die Bezeichnung "Controlled Ultravilet
Radiation Equipment" (CURE) und besteht aus vier Teilen: einer
Digitalkamera, die die zu behandelnden Flächen aufnimmt, einem PC
mit entsprechender Software, einer Bestrahlungsquelle und einem
Paneel, das die selektive Behandlung ermöglicht. Das Projekt
überzeugte die Jury in Bergen so sehr - ihr gehörten unter anderen
der Vizepräsident des europäischen Patentamtes und ein leitender
Mitarbeiter der führenden Chipfirma "Intel" an -, dass sie den zwei
Braunauer HTL-Schülern den ersten Preis zuerkannten. Insgesamt waren
beim "13th EU-Contest for young scientists" von 95 Teilnehmern 65
Projekte aus 35 Staaten eingereicht worden. Als Siegesprämie gab
es für Aumeyr und Morocutti, die in Bergen auch die Gelegenheit
hatten, mit Nobelpreisträgern zu sprechen, ein stattliches
Preisgeld. Außerdem dürfen sie im kommenden Jahr einen
vierzehntägigen Aufenthalt bei einem "Science Forum" in London
genießen. Und demnächst wird ihnen auch noch die HTL Braunau den
roten Teppich aufrollen und einen Empfang bereiten.
( von Max Hofer ) |