"Die Wettervorhersage lügt"
Jugend forscht europäisch (2)

Sebastian Abel hat in diesem Jahr zum ersten Mal bei Jugend forscht mitgemacht. Das ist ungewöhnlich, denn
meist sind Bundessiege über viele Jahre hart erarbeitet. Das Wetter und die Wettervorhersage haben es dem
Jungforscher schon immer angetan. Seit Jahren ist sein erster Blick morgens in den Himmel, der zweite erst gilt
der Wetterprognose in der Zeitung.
Und weil die Prognose in der Zeitung oft nicht stimmt, hat Sebastian Abel begonnen, in der Satelliten-AG seiner
Schule, die die Daten eines Wettersatelliten empfängt, selbst nach Anhaltspunkten zu suchen, die die Vorhersage
präziser machen können. Friedrich-Wilhelm Duttke betreut seit mehr als zwanzig Jahren die Jungforscher
am Johanneum-Gymnasium in Herborn. Einige Landessieger und mehrere dritte und vierte Plätze beim Bundeswettbewerb
"Jugend forscht" sind aus dieser Arbeitsgemeinschaft schon hervorgegangen.
Ein Bundessieg und die Teilnahme am Europa-Wettbewerb aber ist bislang einmalig. Sebastian Abel hat neue Kombinations-Techniken
für die fünf unterschiedlichen Frequenz-Kanäle entwickelt, in der ein Wettersatellit Daten sendet.
Mit dieser Methode kann er die Zuverlässigkeit der Vorhersage um ein paar Prozentpunkte steigern. Anfang Oktober
präsentiert er seine Ergebnisse beim Deutschen Wetterdienst. Um so besser also mit einem Sieg aus Norwegen
in der Tasche.
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