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 Lokalnachrichten Innviertel Dienstag, 5. Juni 2001 21:20 
HTL-Erfindung lässt Kranke auf besseren Heilerfolg hoffen
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BRAUNAU. Viele Menschen leiden an Schuppenflechte und Neurodermitis. Beide Hautkrankheiten sind hartnäckig und mit einem sehr unangenehmen Juckreiz verbunden. Ein von zwei Braunauer HTL-Schülern entwickeltes Gerät macht eine bessere Behandlung möglich.

Auslöser des Ingenieurprojekts von Thomas Aumeyr und Thomas Morocutti war die Erkrankung eines Mitschülers an Schuppenflechte. Da UV-Bestrahlung Linderung bringt, bislang aber nur Gesamtbestrahlungen möglich waren, die für gesunde Hautstellen eine beschleunigte Hautalterung und ein gewisses Krebsrisiko bedeuteten, entwickelten sie ein Gerät, das eine selektive Bestrahlung der erkrankten Hautbereiche ermöglicht.
Der Prototyp des Projekts "Controlled Ultraviolet Radiation Equipment" (CURE) besteht aus vier Teilen: einer Digitalkamera, die die zu behandelnden Flächen aufnimmt, einem PC mit entsprechender Software, einer Bestrahlungsquelle und einem Paneel, das die selektive Bestrahlung möglich macht.
Die Aufnahme der erkrankten Stellen wird an den Computer weitergeleitet, der auf Grund eines von den beiden Schülern geschriebenen Programms die Unterscheidung zwischen erkrankten und gesunden Hautteilen ermöglicht. Dieses Programm steuert auch den Bestrahlungsverlauf. In dem Paneel werden kleine Spiegel durch Stromimpulse positioniert, die das ultraviolette Licht gezielt auf die befallenen Hautstellen lenken.
Was sich sehr einfach anhört, war für Thomas Aumeyr und Thomas Morocutti harte Arbeit. Denn zunächst mussten sich die beiden erst die medizinischen Grundkenntnisse aneignen, ehe sie sich in die entsprechende Programmiersprache einarbeiten und mit dem Auswählen und Zusammenbauen des Paneels beginnen konnten.
Die zwei Tüftler holten sich mit ihrer Erfindung den mit 30.000 S dotierten ersten Preis beim Wettbewerb "Jugend Innovativ 2001" und werden im September Österreich beim "13th EU Contest for young scientists" in Norwegen vertreten.

( von Max Hofer )

OÖN vom 05.06.01

(c) 2001 Medienhaus Wimmer
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 Innviertel


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