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BRAUNAU. Viele Menschen leiden an Schuppenflechte
und Neurodermitis. Beide Hautkrankheiten sind hartnäckig und mit einem
sehr unangenehmen Juckreiz verbunden. Ein von zwei Braunauer HTL-Schülern
entwickeltes Gerät macht eine bessere Behandlung möglich.
Auslöser des Ingenieurprojekts von Thomas Aumeyr
und Thomas Morocutti war die Erkrankung eines Mitschülers an Schuppenflechte.
Da UV-Bestrahlung Linderung bringt, bislang aber nur Gesamtbestrahlungen
möglich waren, die für gesunde Hautstellen eine beschleunigte
Hautalterung und ein gewisses Krebsrisiko bedeuteten, entwickelten sie
ein Gerät, das eine selektive Bestrahlung der erkrankten Hautbereiche
ermöglicht.
Der Prototyp des Projekts "Controlled Ultraviolet Radiation Equipment"
(CURE) besteht aus vier Teilen: einer Digitalkamera, die die zu behandelnden
Flächen aufnimmt, einem PC mit entsprechender Software, einer Bestrahlungsquelle
und einem Paneel, das die selektive Bestrahlung möglich macht.
Die Aufnahme der erkrankten Stellen wird an den Computer weitergeleitet,
der auf Grund eines von den beiden Schülern geschriebenen Programms
die Unterscheidung zwischen erkrankten und gesunden Hautteilen ermöglicht.
Dieses Programm steuert auch den Bestrahlungsverlauf. In dem Paneel werden
kleine Spiegel durch Stromimpulse positioniert, die das ultraviolette Licht
gezielt auf die befallenen Hautstellen lenken.
Was sich sehr einfach anhört, war für Thomas Aumeyr und Thomas
Morocutti harte Arbeit. Denn zunächst mussten sich die beiden erst
die medizinischen Grundkenntnisse aneignen, ehe sie sich in die entsprechende
Programmiersprache einarbeiten und mit dem Auswählen und Zusammenbauen
des Paneels beginnen konnten.
Die zwei Tüftler holten sich mit ihrer Erfindung den mit 30.000
S dotierten ersten Preis beim Wettbewerb "Jugend Innovativ 2001" und werden
im September Österreich beim "13th EU Contest for young scientists"
in Norwegen vertreten.
( von Max Hofer ) |