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 Lokalnachrichten Innviertel 1. Oktober 2001 17:26 

Europas beste Nachwuchs-Forscher holten sich ihr Wissen in Braunau

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BRAUNAU. Dass die beiden Braunauer HTL-Maturanten Thomas Aumeyr und Thomas Morocutti allerhand drauf haben, bewiesen sie im Laufe ihrer HTL-Jahre mehrmals. Nun haben sie es sogar schwarz auf weiß, dass sie zu den besten Nachwuchsforschern Europas gehören.


Die zwei HTLer errangen, wie bereits kurz berichtet, vor gut einer Woche Platz eins beim "13th EU-Contest for young scientists" im norwegischen Bergen. Zuvor waren Thomas Aumeyr und Thomas Morocutti, die von ihrem Projektbetreuer Friedrich Plötzeneder bestens auf ihren großen Auftritt vorbereitet worden waren, schon beim österreichischen Wettbewerb "Jugend innovativ" mit ihrem Projekt "CURE" erfolgreich gewesen. Bei diesem Bewerb werden alljährlich die besten Nachwuchsforscher Österreichs gekürt. Der Sieg bedeutete seinerzeit für die Tüftler die Fahrkarte nach Norwegen.
OÖN-Leser kennen die Vorgeschichte der zwei Schüler bereits. Thomas Aumeyr und Thomas Morocutti hatten vor einiger Zeit die Erkrankung eines Mitschülers, der an Schuppenflechte leidet, zum Anlass genommen, um Abhilfe gegen den Juckreiz, den diese Erkrankung mit sich bringt, zu schaffen.
Nachdem bislang nur Gesamtbestrahlungen mit UV-Licht möglich waren, die wieder für gesunde Hautstellen eine beschleunigte Alterung und ein gewisses Hautkrebsrisiko bedeuten, entwickelten sie ein Gerät, das eine selektive Bestrahlung erkrankter Hautteile möglich macht. Ihr Ingenieurprojekt erhielt die Bezeichnung "Controlled Ultravilet Radiation Equipment" (CURE) und besteht aus vier Teilen: einer Digitalkamera, die die zu behandelnden Flächen aufnimmt, einem PC mit entsprechender Software, einer Bestrahlungsquelle und einem Paneel, das die selektive Behandlung ermöglicht.
Das Projekt überzeugte die Jury in Bergen so sehr - ihr gehörten unter anderen der Vizepräsident des europäischen Patentamtes und ein leitender Mitarbeiter der führenden Chipfirma "Intel" an -, dass sie den zwei Braunauer HTL-Schülern den ersten Preis zuerkannten. Insgesamt waren beim "13th EU-Contest for young scientists" von 95 Teilnehmern 65 Projekte aus 35 Staaten eingereicht worden.
Als Siegesprämie gab es für Aumeyr und Morocutti, die in Bergen auch die Gelegenheit hatten, mit Nobelpreisträgern zu sprechen, ein stattliches Preisgeld. Außerdem dürfen sie im kommenden Jahr einen vierzehntägigen Aufenthalt bei einem "Science Forum" in London genießen. Und demnächst wird ihnen auch noch die HTL Braunau den roten Teppich aufrollen und einen Empfang bereiten.

( von Max Hofer )

OÖN vom 01.10.01
(c) 2001 Medienhaus Wimmer

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