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ALLGEMEINES

Österreichs erster international von der Weltnaturschutzunion (IUCN) anerkannter Nationalpark liegt in der Tiefebene östlich des Neusiedler Sees, im Seewinkel. Die benötigten Flächen, Privatgründe von mehr als 1 000 Eigentümern in sieben Gemeinden, sind von der Nationalparkgesellschaft gepachtet. Eine mehrjährige Planung in enger Zusammenarbeit mit der Bevölkerung trug zur hohen Akzeptanz des Nationalparks in der Region bei. Zeitgleich wurde auf angrenzendem ungarischen Staatsgebiet der "Fertö-Hanság Nemzeti Park" geschafften: "Fertö" für den Neusiedler See, "Hanság" für das ehemalige Niedermoor, den Waasen. Die Region Neusiedler See ist für viele Tier- und Pflanzenarten biogeographischer Grenzraum.

Der 320 Quadratkilometer große See mit einer durchschnittlichen Wassertiefe von 1,10 Metern gilt als westlichster Steppensee Europas. Gut die Hälfte seiner Fläche bedeckt der mächtige Schilfgürtel, wichtiger Lebensraum vor allem für die Vogelwelt. Der südlicher Teil und die angrenzenden Wiesen bilden die Naturzone des Nationalparks, in der jede Nutzung - Tourismus, Jagd, Fischerei, Schilfschnitt - eingestellt wurde.

In Verbindung mit Salzlacken, wechselfeuchten Wiesen und den durch Jahrhunderte entstandenen Hutweiden erinnert der Seewinkel noch heute an die Romantik der Puszta. Vor allem für den Vogelzug ist diese Verflechtung von Natur- und Kulturlandschaft von unersetzlicher Bedeutung. Watvögel wie Seeregenpfeifer, Säbelschnäbler oder Kampfläufer zählen zu den charakteristischen Sommergästen. Im Herbst bieten tausende Saat- und Blässgänse ein unvergessliches Schauspiel, wenn sie im "Ganslstrich" an ihren Schlafplätzen einfallen.

In der Region selbst löste der Nationalpark ungeheure Dynamik aus: große Flächen werden jetzt nicht mehr landwirtschaftlich genützt, Beweidungsmaßnahmen führen zur Wiederbelebung der Hutweiden, alte und selten gewordene Haustierrassen werden von der Nationalparkverwaltung gezüchtet. Schließlich ermöglichen Lenkungsmaßnahmen und Gebietsaufsicht dem Besucher ein Naturerlebnis ohne Gefährdung der einzelnen Lebensräume. Ob bei geführten Exkursionen zu Fuß, bei Rundfahrten mit dem Pferdewagen, bei Ausritten oder auf Fahrradtouren - die Schönheiten des Steppennationalparks lassen sich auf vielfältige Art erkunden.

NATIONALPARK NEUSIDLER SEE - SEEWINKEL

INFORMATIONSMATERIAL

Weiterführendes Informationsmaterial können Sie in der Infostelle des Nationalparks anfordern, z.B. 

eine Informationsmappe mit dem Exkursionsprogramm (kostenlos) 
die Nationalparkzeitung "Geschnatter" (4 x jährlich, Abo ÖS 100.-) 
eine Pflanzenbroschüre (Salzvegetation, ÖS 97.-) 
eine Poster-Serie mit 7 Motiven (Format A1, ÖS 150.-) 
Dreisprachige Wanderkarte ( 1 : 60.000 Tausend ) 30.- ATS inklusive Ungarischen Teil. 
Universium Video VHS 50 Minuten Speilzeit. Eine Produktion des ORF mit Unterstützungdes Nationalparks Neusiedlersee - Seewinkel, des
Bundesministerium füö;r Umwelt und des WDR. "Im Land des Sonnenaufgangs" Nationalpark Neusiedlersee 289.- Ats 
Vogelcheckliste aller Brut- u. Zugvögel ( 10.- ATS ) mit Bildern ( 60.- ATS ) 

Innerhalb Österreichs sind die Versandkosten inkludiert. Verrechnung mit Zahlschein (Österreich) oder Verrechnungsscheck (Ausland). 

http://www.npht.sbg.ac.at/

WIE MAN SICH DEN NATIONALPARK NEUSIDLERSEE-SEEWINKEL ERWANDERT

Wir gehen davon aus,daß Sie für eine Wanderung in einer Bewahrungszone nicht nur Fernglas oder Spektiv, Wanderkarten und Bestimmungsbuch, sondern auch wenigstens drei,vier Stunden Zeit im Gepäck haben.Falls Sie bei der Planung Ihres Ausflugs Fragen haben, wenden Sie sich an die Informationsstelle des Nationalparks (02175/3442) Inder Bewahrungszone selbst ist einer der Gebietsbetreuer Ihr Ansprechpartner. Generell gilt,daß das Verlassen bestehender Wege verboten ist. Beachten sie bitte auch die Fahrverbotsschilder auf den meisten Seitenwegen.

 

IM FRÜHLING

...sollte man in jeder Bewahrungszone unterwegs sein, um nicht zu versäumen, daß es täglich Neues zu beobachten gibt.Neben den Wasserflächen der Lacken sind jetzt auch die unter Wasser stehenden Feuchtwiesen ornithologisch ergiebige Wanderziele.

 

ZITZMANNSDORFER WIESEN

Da der Radweg am seeseitigen Rand des Gebietes wenig Ruhe zum Beobachten bietet,empfiehlt sich zum Kennenlernen der vielfältigen Fauna und Flora der sogenannte "Mitterweg",ausgehend vom ersten Seitenweg der Landstrasse nach dem Ortsrand von Weiden/See (Richtung Gols). Radfahren ist auf diesem Weg nicht gestattet.

 

ILLMITZ-HÖLLE

Der Ausgangspunkt für eine Wanderung ist leicht zu finden - der Gasthof Sattler in der "Hölle",mit dem Auto erreichbar über den Güterweg, der von der Bushaltestelle ca.4 km südlich von Podersdorfer/See rechts abzweigt.Beginnend mit dem Oberen Stinkersee kann man hier in Richtung Süden eine Reihe von Wasser- vogelschutzgebieten erreichen. Je nach Sonnenstand wandern Sie zuerst am Ostrand oder im Seevorgelände bis zur Zicklacke.

 

LANGE LACKE/APETLON

An der Landstra&szlige von Apetlon Richtung Wallern liegt rechts ein Parkplatz. Von dort wandern Sie am Rund- wanderweg der Langen Lacke zum Südstrand der Wörthenlacken, wo Sie sicher mehrere interessante Stel- len zum Beobachten der Vogelwelt finden. Am Ostrand der Langen Lacke zeigt der WWF im EMCO-Seewinkelhof eine ausführliche Dokumentation über dieses Gebiet.

 

WAASEN-HANSAG

Ab der Ortsmitte von Tadten ist der Güterweg zum Schutzgebiet der Großtrappe beschildert. Die Trasse der Dammstraße erlaubt ungehinderte Sicht auf weite Wiesen, am rechten Straßenrand steht ein Beobachtungsturm. Auch von Andau aus kann diese Bewahrungszone mit dem Auto erreicht werden.

 

IM SOMMER...

...ist die beste Zeit für Beobachtungswanderungen natürlich auf den Morgen und den Spätnachmittag beschränkt. Einige Lacken sind im Hochsommer ausgetrocknet, weiße Flächen zeigen den Salzgehalt des Lackenbodens an.

 

ILLMITZ-HÖLLE

Der Untere Stinkersee Hält von allen Lacken des Seewinkels sein Wasser am Längsten. Von der Zicklacke (Seestraße) kommend erreicht man die Westseite dieser Lacke über den Güterweg nach Norden. Vom Wegrand aus lassen sich hier auch im Hochsommer verschiedene Durchzügler beobachten.

 

LANGE LACKE/APETLON

Während der vergangenen Jahre war die Lange Lacke im Hochsommer meist ausgetrocknet, die Wörthenlacke hingegen eignet sich auch zu dieser Jahreszeit als Wanderziel. Diese ist vom Güterweg Apetlon-Frauenkirchen oder vom Parkplatz an der Straße nach Wallern erreichbar.

 

SANDECK-NEUDEGG

Dieses Gebiet südlich der beiden Orte Apetlon und Illmitz gilt als Puffer zur gesperrten Naturzone. Eine Wanderung kann von Apetloner Seite (einer der Güterwege oder von der Seestraße Illmitz (beim Wäldchen nach links) beginnen. Vor allem in der Dämmerung können hier die großen Vögel des Schifgürtels im Flug beobachtet werden.

 

IM HERBST...

...machen moderate Temperaturen wiederlängere Wanderungen auch während der Tagesmitte interessant. Von Ende August bis Mitte Oktober dauert die Weinlese im Seewinkel-holen Sie sich doch einen zusätzlichen Wandertip von den Weinlesern!

 

AN ALLEN WASSWERFÜHRENDEN LACKEN BZW. IM SEEBEREICH

In den Morgenstunden brechen die Gänse von ihren Schlafplätzen am Wasser zu den Äsungsflächen auf und kehren in der Dämmerung zurück. Umgekehrt verhalten sich die Enten, die meist am Morgen auf den Wasser- flächen einfallen.

IM WINTER...

...laden viele windstille Tage zu Wanderungen ein. Das gesamte Ostufer des Neusiedler Sees von Weiden bis zum Sandeck kann entlang des Seedamms erwandert werden. Am Sandeck und südlich des Apetloner Hofs stehen zwei ehemalige ungarische Grenztürme, die einen hervorragenden Ausblick auf die Naturzone des Nationalparks erlaubt.

http://www.tourist-net.co.at/podd1.htm