Frühlingshaftes im gewundenen Kranz“

Grundtechnik – Gewundener Kranz
Da gewundene Kränze sehr leicht und transparent wirken und in der Werkstoffauswahl sehr reduziert sind, wird die Schwierigkeit und der Arbeitszeitaufwand oftmals unterschätzt.

Im Idealfall wird ein Kranz ohne weitere technische Hilfsmittel, aus einem Stück gewunden. Bei einigen Werkstoffen ist dies möglich, weil sie sich gut ineinander verhaken. Rosenranken, Brombeerranken, Birkenreisig, Weiden oder lange Ranken von Asparagus eignen sich dafür. Der Ansatz der einzelnen Stiele soll möglichst verborgen sein und darf nicht abstehen. Selten sind aber die Werkstoffe in einer so langen Form vorhanden, deshalb müssen sie, um Stabilität zu gewährleisten, aneinander befestigt werden. Mehrere Lagen können mit einem Schmuckdraht, Rebdraht oder Bast verbunden werden. Je nach Beschaffenheit der Werkstoffe können auch andere technische Hilfsmittel zum Einsatz kommen. Außerdem besteht die Möglichkeit, die Zusammenfügungen ein paar Tage später noch einmal nachzuziehen. Denn durch den Feuchtigkeitsverlust werden Äste und Ranken dünner und die Verdrahtungen in der Folge wieder locker. Neben der Form liegt der Schwierigkeitsgrad bei den gewundenen Kränzen in der richtigen Proportion.

Der Werkstoffbedarf wird, genauso wie der Arbeitsaufwand, häufig unterschätzt. In der Folge fallen die Kränze zu dünn aus. Dies ist bei gewundenen Kränzen besonders augenfällig, weil sie sowieso schon leicht und filigran wirken. Die Kranzöffnung sollte deshalb nicht größer als das Eineinhalbfache des Kranzkörperquerschnittes sein.

Anleitung:
Zuerst wird die Größe des Kranzes bestimmt und mit dem vorhandenen Material wird ein Grundköper gelegt. Wenn dieser Grundkörper vorhanden ist, zieht man immer wider Birkenreisig oder Weiden ein, damit der Kranz einen Körper bekommt. Wenn man die Größe und Fülle des Kranzes erreicht hat kann man die Lagen mit Draht befestigen um zu vermeiden, dass sich der Kranz wieder auflöst.

Benötigtes Material:
• Birkenreisig / Weiden / Efeu
• Moos
• Narzissen (im Topf mit Zwiebel)
• Heu
• Dekorationsmaterialien: nach freier Wahl - Schneckenhäuser, Schleifen, Bänder, Federn, Sisalgras,
• Klebepistole

So wird es gemacht!

  1. Kranz winden
  2. Die Narzissen werden jeweils aus dem Anzucht-Töpfchen herausgenommen und die Wurzelballen werden kurz ins Wasser getaucht.
  3. Diese werden anschließend mit Moosstücken umlegt und diese mit Draht fixiert.
  4. Die Pflanzen im Kranz einarbeiten
  5. Die Narzissen brauchen jetzt nur noch eine Wasserversorgung mit der Sprühflasche, da sie durch das Moos feucht gehalten werden.
  6. Anschließend wird das Ganze noch nach Belieben, mit Bändern, Federn, Eierschalen, Heu und sonstigen Materialien, ausdekoriert.

Nun noch ein paar kleine Tipps!

  • Die Narzissen halten sich länger, wenn sie an einem eher kühlen Ort stehen wie zum Beispiel im Vorhaus oder überhaupt im Außenbereich. Je wärmer es ist umso schneller wachsen sie.
  • Der gewundene Kranz kann immer wieder verwendet und umdekoriert werden. Er verliert seine Form nicht, er trocknet nur ein. So ist eine Grundlage für eine immerwährende Dekoration geschaffen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos und Beitrag:
Dipl.Päd. Ing. Greinecker Christine

 
 
 

Dauerfloristik - floraler Wandschmuck

Drei Anforderungen werden an einen floristisch gestalteten Wandschmuck gestellt:
• Er darf die Wand nicht beschmutzen oder beschädigen
• Lange Haltbarkeit
• Keine oder geringe Pflegeansprüche (kein Wasser oder Licht benötigen)

 

Florale Bilder:

Materialien:
Quadratische Faserlochplatten, quadratische ca. 10 cm größere Spanplatten, Abtönfarbe oder Beize, Gummiringe, Trockenmaterialien zum Einklemmen, Hacken und Band zum Aufhängen.
Arbeitsablauf: siehe Bild florale Bilder Arbeitschritte 1
Gummiringe mit der Häkelnadel durch je zwei Löcher ziehen und auf der Rückseite mit Zahnstochern fixieren. Mehrere Gummibänder über die Platte verteilt anbringen. Die Gummiringe sollten leicht spannen.
Fruchtstiele, Schoten ect. unter die Gummiringe einklemmen.
Lochplatte auf die größere gebeizte Platte befestigen und in Reihe alle Bilder aufhängen.


Blätterbild:
Materialien:
Quadratische Styroporplatte, gepresste Blätter (2 unterschiedliche Farben), Nägel mit großem Kopf, Stecknadeln

Arbeitsablauf: siehe Bild Blätterbild Arbeitsschritte
Getrocknete Blätter auf Styroporplatte auflegen und mit Nägeln fixieren. Auch die Seiten bedecken und auf der Rückseite fixieren.
Tipp: sind die Blätter brüchig: leicht befeuchten oder über Nacht im Freien lassen und dann erst verwenden.
Kleinere andersfarbige Blätter mit Stecknadeln und mit Abstand anbringen. Die Struktur und das Spiel von Licht und Schatten ergeben den Reiz.