Rollentausch an der Fachschule!

Einen Eltern-Tochter-Austausch organisierten die Klassenvorstände der 1. Klassen der dreijährigen Fachschule Wels. Viele Mütter und ein Vater kamen an die Schule und ihre Töchter übernahmen die Aufgaben der Eltern zu Hause.

Reaktionen der Schülerinnen:
Ronja: Das Aufpassen auf die kleinen Brüder hat mir sehr gut gefallen
Carina: Ich durfte die Miniponys für den Pferdemarkt trainieren und auf die kleinen Geschwister aufpassen.
Nina: Wohnung putzen, kochen und mit den Geschwistern Hausübung machen, das war meine Arbeit.
Lisa: Ich durfte statt meiner Mutter im Kindergarten als Helferin mitarbeiten.

Von links nach rechts: Klassenvorstand Monika Viehaus,
Frau Geroldinger Carmen, Frau Mag. Dirnberger-Puchner,
Frau Steininger Siliva, Frau Krammel Bianka,
Klassenvorstand Michaela Sterrer

In der Schule wurden die Mütter bei einem gemeinsamen Frühstück willkommen geheißen.
Dem anschließenden Vortrag der Psychotherapeutin Mag. Silva Dirnberger-Puchner zum Thema „Pubertät ist, wenn die Eltern beginnen schwierig zu werden“ hörten die Eltern mit Begeisterung zu.
Es ist wichtig sich selbst anzunehmen, die eigene Körperlichkeit anzunehmen. Hier sind besonders die Mütter gefordert, da es einen gesellschaftlichen Hang zu Schönheitsidealen gibt. Die jungen Menschen sollen autonom werden und ein gutes Selbstbewusstsein aufbauen.
Die Erwachsenen dürfen und sollen Grenzen einfordern, viel mit den Jugendlichen reden und auch einmal klar „Nein“ sagen. Streitereien und Reibereien sind notwendig und das Argumentieren muss man lernen.
Kinder dürfen Fehler machen, sie müssen Anerkennung bekommen und Verständnis finden. Dies und vieles mehr beeindruckte Eltern und Lehrer gleichermaßen, da beide im täglichen Leben mit Jugendlichen in der Pubertät arbeiten dürfen. .
Einige Mütter sagten: „ Es wäre sehr hilfreich, wenn wir in regelmäßigen Abständen so gute Tipps für die Erziehungsarbeit bekommen könnten. Ganz besonders interessant wäre auch das Thema "Grenzen setzen“.
Beim gemeinsamen Mittagessen - gekocht und serviert von Schülerinnen - konnten noch viele Erfahrungen ausgetauscht werden.

 

   

Am Nachmittag bildeten 2 Workshops die Schwerpunkte. Eine Gruppe zauberte wunderschöne Ketten, während die andere Gruppe floristische Muttertagsherzen anfertigte.

Die begeisterten Eltern ließen den abwechslungsreichen Schultag bei Kaffee und Kuchen ausklingen.

Die Arbeit mit Jugendlichen und der Schulerfolg gelingen am besten,
wenn Eltern, Lehrkräfte und externe Fachkräfte zusammenarbeiten
und Erfahrungen austauschen!