ARTEN VON ALLERGIEN

 

~Akute Allergie
Bei akuten Allergien treten die Symptome innerhalb kürzester Zeit nach Kontakt mit dem Allergen auf. z.B. Insektenstichallergie, Sonnenallergie, akute Tierhaarallergie, Metallallergie, Nahrungsmittelallergie

~Verzögerte Allergie
Bei verzögerten Allergien treten die Symptome erst Stunden nach Kontakt mit dem  Allergenen auf. z.B. Pollenallergie, Allergie gegen Schimmelpilz in der Luft und in der Wohnung, Allergie gegen Hausstaubmilben, Allergie gegen chemische Düfte oder Gerüche

~Versteckte oder chronische Allergie
Bei versteckten oder chronischen Allergien treten die Symptome erst Tage nach Kontakt mit den Allergenen auf. z.B. Versteckte Nahrungsmittelallergie, Hefepilzallergie


Verschiedene Allergien

Nahrungsmittelallergie

Manche Menschen entwickeln nach dem Genuss bestimmter Nahrungsmittel Unverträglichkeitsreaktionen. Diese können allergischer, aber auch nichtallergischer Natur sein. Fast jedes Nahrungs- und Genussmittel kann als auslösender Faktor theoretisch in Frage kommen. Nahrungsmittelallergien sind schwer zu diagnostizieren. Man vermutet, dass bei etwa 5 % der Allergiker Lebensmittel als auslösende Faktoren eine Rolle spielen. Beschwerden können sowohl im Magen-Darm-Bereich als auch an der Haut sowie in Form von Schnupfen, Asthma, Migräne oder, was selten der Fall ist, in Form eines allergischen Schocks auftreten. Zu den Symptomen gehören Schwellungen im Bereich der oberen Atemwege. Eine weitere wichtige Erscheinungsform einer Nahrungsmittelallergie ist das sogenannte Nesselfieber.

Häufige Nahrungsmittelallergene sind:
Kuhmilch, Hühnerei, Fisch, Zitrusfrüchte, Hülsenfrüchte, Fleisch, Gemüse, Zwiebeln, Nüsse, Schokolade

Bei der Milch-und Ei-Allergie besteht das diagnostische Problem darin, dass sich Milch und Eier meist in verarbeiteter Form in anderen Nahrungsmittel verbergen. Manche Menschen vertragen Kuhmilch nicht, weil bei ihnen ein Mangelzustand an einem für den chemischen Abbau der Milch verantwortlichen Ferment, der sogenannten Lactase, vorliegt.

Bei der allergischen Reaktion einer Nahrungsmittelallergie ist besonders die Mundhöhle gefährdet. Allergische Reaktionen gleich im ersten Abschnitt des Verdauungskanals, der Mundhöhle, sind relativ häufig. Die akute Entzündung der Mundschleimhaut führt zu einer diffusen Rötung und Anschwellung. Als Ursache dieser bedrohlich empfundenen Reaktion kommen vor allem Nüsse, Schokolade und Mandeln in Betracht. Von Patienten als besonders gefährlich erlebt wird die akute Schwellung der Mundschleimhaut, bei der die Lippen sehr dick anschwellen und die Zunge sich als dicker Kloß anfüllt.

Die Symptome einer Nahrungsmittelallergie sind:

~ Schnupfen, Niesreiz
~ Atemnot
~ Hautausschlag
~ Migräne
~ Leibschmerzen
~ Blähungen
~ Durchfall
~ Gesichtsschwellungen

 

Ausschlag

 

Tierhaarallergie

 

Eigentlich sind es nicht die Haare der Tiere, auf die der Betroffene reagiert, sondern vielmehr Hautschuppen und Körpersekrete wie Speichel oder Kotreste, die an den Haaren haften. Treffen diese Allergene auf die Schleimhäute der Augen, der Nase oder der Bronchien, so können sie dort eine allergische Reaktion auslösen. Etwa jeder zehnte Haustierhalter entwickelt früher oder später eine Allergie. Auch Felle oder Produkte, die aus Tierhaaren hergestellt sind, wie Matratzen (Rosshaar), Federpolster, Pelzmäntel etc. können Symptome auslösen.
Für den Allergologen ist die Feststellung einer Tierhaarallergie stets mit der unangenehmen Aufgabe verbunden, den Kranken davon zu überzeugen, Haustiere zu entfernen bzw. überhaupt den Kontakt mit Tieren zu meiden.

Hohes Asthma Risiko! Im Normalfall bleibt eine Tierhaarallergie ein Leben lang bestehen. Am häufigsten besteht eine Allergie gegen Katze oder Hund. Wer schon unter Heuschnupfen leidet, der sollte sich die Anschaffung eines Haustieres gut überlegen. Durch den ständigen Kontakt mit dem Tier kann eine zusätzliche Allergie gegen Tierhaare entstehen. Katzenbesitzer, die sich nicht von ihrem Tier trennen, erkranken meist innerhalb von drei Jahren zusätzlich an Asthma. Bei einer Meerschweinchenallergie kann diese Erkrankungen bereits innerhalb von einem Jahr auftreten.

Die wichtigsten Tiere, die allergische Reaktionen auslösen sind:
Katze, Hund, Meerschweinchen, Hamster, Mäuse oder Pferd

Die Symptome einer Tierhaarallergie:

~ Augenjucken
~ Bindehautentzündung
~ Schnupfen
~ Niesattacken
~ Husten
~ Atemnot

 

 

Tierhaarallergie


Pollenallergie

Als Pollen werden die männlichen Keimzellen aller höheren Pflanzen bezeichnet. Diese Keimzellen enthalten die Hälfte einer Pflanze und damit viele komplizierte biologische Verbindungen. Pollen können in bestimmten Monaten des Jahres, besonders bei trockener, warmer Witterung und etwas Wind für den Allergiker zum Problem werden. Die Zeit des Pollenfluges ist länger als mancher glaubt. Sie reicht insgesamt von Februar bis Oktober und ist von Pollenart zu Pollenart unterschiedlich. Die Pollenkörner enthalten mehr als 12 verschiedene Substanzen, die Allergiker mit überschießender Reaktion beantworten. Normalerweise atmet jeder Mensch pro Tag 4000 bis 5000 Pollen ein, ohne dass sein Körper dagegen revoltiert. Bei Allergiker genügen 40 bis 50 Pollen, um den verhängnisvollen Mechanismus zu stören. 

Die wichtigsten Pollen, die allergische Reaktionen auslösen:
Baumpollen > Birke, Eiche, Buche
Kräuterpollen > Löwenzahn, Brennnessel, Gänsefuß
Gräserpollen > Weidegras

 

Die Symptome einer Pollenallergie:

~ Neuschnupfen
~ Augenjucken, Augenrötung
~ Kribbeln im Rachenbereich
~ hohe Lichtempfindlichkeit der Augen
~ eingeschränkter Geschmacks- und Geruchsinn
~ Kopfschmerzen

 

Pollenflugkalender

 

Hausstauballergie

Die Hausstaubmilbe stellt heutzutage den zweithäufigsten Allergieauslöser dar. Man kann sie nicht beseitigen, sondern bestenfalls reduzieren. Die Hausstaubmilbenallergie ist eine Überempfindlichkeit gegen die winzigen, eiweißhaltigen Kotballen der Milben. Werden diese Eiweiße mit den Kothäufchen und Staub durch Bewegungen von Textilien, z.B. das Ausschütteln der Bettdecke oder durch den Luftzug z. B. im Rahmen des Staubsaugens, aufgewirbelt und gelangen in die Atemwege, so können sie bei bestimmten, darauf sensibilisierten Menschen eine allergische Reaktion auslösen, woraufhin sich die typischen Symptome einer Allergie einstellen. Entgegen der weitverbreiteten Ansicht sind also nicht die Milben selbst in unseren Matratzen die Allergieauslöser, sondern der von ihr produzierte Kot, der allergisierende Stoffe enthält. Es wird geschätzt, dass bei Milbenallergiker 100-200 Hausstaubmilben pro Gramm ausreichen, um eine allergische Reaktion hervorzurufen.
Auch Hausstaub wirkt nicht, wie vielfach angenommen, als allergieauslösende Substanz (Allergen).

Im Gegensatz zu Pollen sind Hausstaubmilben das ganze Jahr hindurch in unserer Umgebung vorhanden. Eine Allergie gegen Hausstaubmilben wird deshalb auch als Ganzjahresallergie bezeichnet. Durch das Halten von Haustieren wird eine Vermehrung der Hausstaubmilben verursacht, bedingt durch die zusätzliche Nahrung und Luftfeuchtigkeit.

 

Beliebte Hausstaubplätze:
Teppich, Bibliotheken, Polstermöbel, Matratzen, Plüschspielzeug, Betten, Polster, textile Einrichtungsgegenstände


Die Symptome einer Hausstauballergie:

~ Niesen
~ Husten
~ Augenrötung
~ Dauerschnupfen
~ Asthmaanfälle
~ Lichtempfindlichkeit

 

 

 

 

Hausstaubmilbe

Schimmelpilzallergie

Schimmelpilze sind mikroskopische kleine Organismen, die in großer Zahl auftreten und aus einem Zellgeflecht und Sporen bestehen. Die Sporen dienen der Fortpflanzung. Sie haben Eigenschaften, wie sie auch bei Pollen zu finden sind. Schimmelpilze kommen in großen Mengen vor, sie haben ein geringes Gewicht und die Durchrittsgröße beträgt 5 bis 30 Mikrometer. Es gibt rund 250 000 Pilzarten. Am häufigsten lösen Alternaria und Cladosporium, die vor allem bei warmer und sonniger Witterung auftreten, allergische Reaktionen aus. Wichtig sind darüber hinaus noch Penicillium, Aspergillus und Mucor.
So findet man Schimmelpilz zwar überall, aber nur etwa 20 bis 30 sind als Auslöser von Allergien wichtig. Schimmel gedeiht in feuchter Umgebung. Viele Pilzsorten sind demzufolge bei warm-feuchter Witterung oder nach einem Gewitter zu erwarten. Die Sporen werden vom Wind verbreitet.

Die wichtigsten Schimmelpilzvertreter und ihr Vorkommen:

 

Alternaria

Mehl, Obst, Gemüse, Fensterrahmen

Aspergillus

Baumwolle, Polstermöbel, Schaumstoffmatratzen, Tapeten, Badezimmer, Keller

Penicillium

Zitrusfrüchte, Lebensmittel, Gummidichtungen, Polstermöbel

Mucor

Ledermöbel, werden viel beim Rasenmähen aufgewirbelt.

Aureobasidium

Blätter, Badezimmer, Küche

Botrytis

Erdbeeren, Weintrauben, Nüsse

Fusarium

Erdboden, Gras, Getreide, Luftbefeuchter

Phoma

Stockflecken

Neurospora

Brotschimmel

Cladosporium

Gewächshäuser, Kühlschrank, Fugenmassen

 

Die Symptome einer Schimmelpilzallergie:

~ Niesattacken
~ Schnupfen
~ Durchfall
~ Erbrechen
~ Husten
~ Fieber

 

 

 

Schimmelpilz

 

Organe in denen Allergiereaktionen auftreten können

 


 
Allergiereaktion Haut

~ Trockene Haut
~ Juckreiz/Hautrötung
~ Nesselsucht


 
Allergiereaktion Auge/Nase/Ohren

~ Juckreiz der Augen/Nase/Ohren
~ Tränen der Augen, Augenringe
~ Ohrensausen/Ohrendruck-Schmerz


 
Allergiereaktion Atemwege

~ Chronische Bronchitis/Atemnot
~ Schwellung des Rachens
~ Asthma

 
Allergiereaktion Magen/Darm

~ Speisenunverträglichkeit
~ Blähungen
~ Gastritis/Sodbrennen

 
Allergiereaktion Stoffwechsel

~ Gewichtsschwankungen
~ Wassereinlagerung
~ Unter- oder Übergewicht


 
Allergiereaktion Gelenke

~ Gelenkschwellungen
~Gelenkschmerzen
~ Steifigkeitsgefühl der Gelenke

 
Allergiereaktion Gehirn

~ Überaktivität
~ Migräne
~ chronische Müdigkeit

Allergiereaktion Psyche

~ Depression
~ Stimmungsschwankungen

 

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