Römische Funde
im Schulhof der Franziskanerinnen |
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| Die Grabungen im Hof und im Garten der Schule haben im Juli 2007 begonnen und dauerten bis zum Herbst 2008 |
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| Das 800 bis 1000 m² große Grabungsgelände liegt innerhalb der römischen Stadtmauer von Ovilava (Wels). |
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| Die Funde stammen aus dem Zeitraum 1. Jhdt. bis Mitte 3. Jhdt. nach Christi. Sie liegen in 80 bis 230 cm Tiefe. |
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| Gefunden wurden Mauerreste eines römischen Hauses. Es war ca. 12 mal 30 m groß und hatte mehrere Zimmer. Die beiden großen Zimmer hatten eine Fußbodenheizung, von der noch die Hypokausten (Podeste) und der Unterfußboden erhalten sind. |
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| An der nördlichen Außenseite des Hauses führten eine Straße und ein überdachter Fußweg vorbei. Schotter und Sand und der Fund von Schuhnäglen weisen darauf hin. |
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| Außerdem gab es einen gepflasterten Hof mit einer Feuerstelle und einem Wasserbecken in der Größe von 1,5 mal 1,5 m. |
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| Weitere Funde: |
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Teile von Wandmalerei |
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Keramik - ca. 30 000 Bruchstücke von Amphoren, Reibschalen, Trinkbechern, Tellern, Krügen, Deckeln, aber auch Bruchstücke des Luxusgeschirrs Terra Sigillata |
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Eisengegenstände - Messer, Schlüssel und Nägel |
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Öllämpchen |
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Webstuhlgewichte |
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Schleifsteine |
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Nadeln aus Bein - Nähnadeln und 28 Haarnadeln |
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Schmuck - Fibeln und Fingerringe |
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Gürtelbeschläge aus Bronze |
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ein Warenetikett aus Blei mit Aufschrift |
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Münzen - vor allem aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. |
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| Der Verwendungszweck dieses Gebäudes ist noch nicht vollständig geklärt. Vermutlich war es eine Thermenanlage, ein öffentliches Bad. Die großen beheizten Räume, die Wandmalerei und die zahlreichen Haarnadeln sprechen dafür. |
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| Bei den Funden auf dem Gelände der Schulen der Franziskanerinnen handelt es sich um die bedeutendsten der letzten Jahre für Wels. |
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