Corioliskraft

Scheinkräfte

Die Corioliskraft (nach dem frz. Physiker G. Coriolis, * 1792, + 1843) ist neben der Zentrifugalkraft die zweite Scheinkraft, die nur in rotierenden Bezugssystemen auftritt. Sie wirkt daher insbesondere auf jeden Körper, der sich auf der rotierenden Erde bewegt 

Für dieses Experiment bräuchten wir zwei Kinder, einen Ball und eine große rotierende Scheibe. Zunächst stehen beide Kinder einander zugewandt auf der Scheibe, eines steht im Mittelpunkt, das andere am Rand. Sie werfen sich den Ball zu.


a) Beobachter von außen (Beobachter im Inertialsystem)

Der Beobachter sieht: der Ball fliegt linear nach außen, das zweite Kind verpasst ihn allerdings, da es sich inzwischen nach links weiter gedreht hat.

b) Nun stellt sich auch der Beobachter auf die Scheibe.

Was nimmt der Beobachter auf der Scheibe (Mittelpunkt; beschleunigte Bewegung!) wahr?
1. Er beobachtet keine Drehung der Scheibe
2. Die Bahn der Kugel ist keine Gerade, der Ball wird scheinbar nach rechts abgelenkt. Die Scheinkraft, die den Ball auf einer parabelförmigen Bahn erscheinen lässt, ist die Corioliskraft.
Ein rotierendes Bezugssystem stellt ein beschleunigtes Bezugssystem dar und ist damit kein Inertialsystem.

Blick von oben auf das Karussell: Ein Ball rollt auf einer geraden Linie.
Mitbewegter Blick auf dem Karussell: Der Ball beschreibt eine gebogene Bahn
Movie from the University of Illinois WW2010 Project."

QuickTime (2.2M)MPEG (906 kB)

Links:

http://www.ph-weingarten.de/homepage/faecher/physik/muckenfuss/gebiete/Wetter/08Dynamik/DidaktikCoriol.pdf http://physik1.physik.uni-heidelberg.de/vrlsg/data/kap2/bezugsys.htm#coriolis

http://tpri6b.gsi.de/~vanhees/faq/coriolis/coriolis.html

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E-Mail: BRG Ried i. I - Physikauswahl Aktualisiert am 06.08.2003