Sonderpädagogisches Zentrum
Sonderpädagogisches Zentrum Linz-Land

Sonderpägagogisches Zentrum
Linz-Land


Kinderdorf St. Isidor 13 a
A - 4060 Leonding
Tel+Fax.: 0732/674201-7460

email: spz.linz-land@linzag.net

NAHTSTELLE SCHULE-BERUF

Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf besuchen in unserem Bezirk Integrationsklassen, Stützklassen, werden einzeln integriert oder besuchen eine Allgemeine Sonderschule. Nach Abschluss der Haupt- oder Allgemeinen Sonderschule ist es sinnvoll, dass die Schülerinnen und Schüler ein abschließendes, auf den Berufseinstieg vorbereitendes Schuljahr besuchen.


Möglichkeiten für Schüler mit SPF ab dem 9. Schuljahr im Schulbezirk Linz Land

- Besuch der letzten Schulstufe der betreffenden Sonderschulsparte
- Integrationsklasse an einer PTS (Schulversuch)
- Besuch einer Kooperationsklasse (Schulversuch PTS und ASO)
- Berufsvorbereitungsjahr an einer ASO (Schulversuch)
- Polytechnische Schule an einer ASO (Schulversuch )



Neben der Förderung der allgemeinen kognitiven Fähigkeiten besonders im Bereich der Kulturtechniken stehen in diesem berufsvorbereitenden Schuljahr drei Ziele im Vordergrund:

1. Das Erreichen der Berufswahlreife durch
- Information
- Förderung der Persönlichkeitsentwicklung
- Gesellschaftliche Normen anerkennen und pflegen
- Regelbewusstsein entwickeln
- Hinführung zur Teamfähigkeit und Flexibilität
- Entwicklung von Strategien zur Konfliktbewältigung
- Arbeitserprobung in verschiedenen Bereichen
- Realbegegnungen, berufspraktische Tage,

2. Herbeiführen der Berufswahlentscheidung
- erweiterte Informationen
- Reflexion über die Arbeitserprobung; Realbegegnungen; berufspraktischen Tage
- Abklärung der kognitiven, psychischen und physischen Eignung
- Persönlichkeitstraining im Sinne der Verbesserung des Akzeptanzverhaltens

3. Steigerung . . .
-
der persönlichen Kompetenz durch Verhaltenstraining und Alltagsbewältigung
- der fachlichen Kompetenz durch berufsrelevante Wissensvermittlung
- der praktischen Kompetenz durch den handwerklichen Unterricht und Entwicklung von Strategien bei der Arbeitsplatzsuche

Modelle im Bezirk Linz - Land

Integration an der PTS Leonding, der PTS Traun, der PTS Enns und an der PTS Haid

Modell für S-Kinder an der ASO Hart

Berufsvorbereitungsjahr an der LASO I und der LASO III

„Rahmenkonzept 9.-12.Schulstufe“

Rahmenkonzept des Landesschulrates für Oberösterreich
(Zum Download)


Um die Integration von Jugendlichen mit besonderen Bedürfnissen in den Arbeitsmarkt zu unterstützen gibt es in Linz-Land eine „Clearingstelle – Jugendarbeitsassistenz“
„Clearing“ ist ein Betreuungsangebot an der Schnittstelle zwischen Schule und Beruf. Beginnend mit dem letzten bzw. vorletzten Schuljahr werden berufliche Interessen, Neigungen und Fähigkeiten der Jugendlichen erarbeitet und abgeklärt. Der Wunschberuf wird in der Praxis überprüft, aus all den gesammelten Erkenntnissen wird mit den Jugendlichen ein Entwicklungsplan erarbeitet, der die Möglichkeiten für das Leben nach der Schule aufzeigt.

Nähere Informationen erhalten Sie im SPZ oder bei der Clearingstelle der Volkshilfe OÖ.

Ab Herbst des Jahres 2003 gibt es für die berufliche Ausbildung behinderter Jugendlicher neue gesetzliche Rahmenbedienungen, nämlich die Integrative Berufsausbildung(§ 8 BAG). Die Gesetzesänderung schafft die Möglichkeit, die Lehrzeit um bis zu zwei Jahre zu verlängern oder eine "Teilqualifizierungslehre" zu absolvieren. Jugendliche, die aufgrund einer intellektuellen oder physischen Beeinträchtigung keine komplette Lehre absolvieren können, haben so die Möglichkeit, über Teile der Ausbildung einen anerkannten Abschluss zu erlangen.

Die Lernziele werden vom Betrieb und dem Lehrling festgelegt, während der Lehrzeit gibt es spezielle Unterstützung (Berufsausbildungsassistenz) Ein Teilqualifizierungsvertrag schreibt die Lehrinhalte und Ausbildungsziele konkret fest. Am Zustandekommen dieses Ausbildungsvertrages sind der Lehrling, dessen Eltern, der Lehrherr, die Schulbehörde erster Instanz, die Berufsausbildungsassistenz und ein Vertreter der Berufsschule beteiligt

Gleichzeitig mit dem Abschluss des Ausbildungsvertrages eröffnet sich den Jugendlichen auch das Recht beziehungsweise die Pflicht, Teile der Berufsschule zu absolvieren In einer Verordnung werden die Landesschulräte ermächtigt, zusätzliche Lehrplanbestimmungen für Berufsschüler im Rahmen der integrativen Berufsausbildung zu erlassen.

Nähere Informationen beim AMS, Clearingstellen oder der Wirtschaftskammer.