Computer im Unterricht

Spielerei oder Qualitätssteigerung von Unterricht?

    Der Unterricht in der Grundschule entwickelt sich weiter. Lehrer öffnen ihn, setzen sich mit Formen freier Arbeit, mit Wochen- und Tagesplanarbeit, mit Projektorientierung und individualisierenden Konzepten auseinander. Und nun kommt noch der Computer als neues Medium dazu! (?) Oder ist die Idee, ihn im Unterricht der Volksschule einzusetzen, nur eine vorübergehende Erscheinung wie so manches, was schon Staub genug aufgewirbelt hat (siehe Mengenlehre, ...) und von den eigentlichen Aufgaben nur ablenkt?

    Unter bestimmten Voraussetzungen ist der Einsatz des Computers richtig, förderlich, ja unumgänglich. – Längst schon gehört der PC selbstverständlich zur Umgebung unserer Kinder; es gilt, verfügbares Werkzeug zu nutzen, wollen wir einerseits nicht als Lehrer gegenüber unseren Schülern in ein unaufholbares Hintertreffen geraten. Andererseits ist auch die Unkompliziertheit der Kinder, wie sie an diese neuen Medien herangehen, zu nutzen. Sie aber im Umgang damit zu begleiten, heißt sie auf den harten Wettbewerb, dem sie sich zu stellen haben werden, vorzubereiten!
    So stehen unseren Schülern acht Computer mit unterschiedlichen Lernprogrammen zur Verfügung

Budenberg
ein Programm, das viele Bereiche des gesamten Grundschulalters in den Gegenständen Deutsch, Mathematik und Englisch abdeckt.
Schoolware
Darin finden die Kinder vor allem im Deutsch-Lesebereich viel Nützliches; die Lehrer eine Fülle von Arbeitsblättern für Mathematik, deren Zahlen stets neu berechnet werden.
Winnie´s Welt
deckt vieles aus Musikerziehung sowie aus Sachunterricht/Natur ab. Damit kann aber auch das Wissen darüber abgefragt werden.
Interaktiv durch OÖ.
ist ein Programm, welches zum Kennenlernen unseres Heimatlandes Oberösterreich eingesetzt wird.
Eine CD-ROM-Sammlung
diverser Teilgebiete (Technik, Unser Körper, Ritterzeit, ...) ist erst im Aufbau begriffen.
    Als ergänzende und vertiefende Maßnahme konnte mit November 1999 eine weitere Unverbindliche Übung unter dem Titel „Interessen- und Begabungsförderung“ eingerichtet werden, zu der sich 14 Kinder aus der 4. Schulstufe spontan gemeldet hatten. Sie werden nun, nachdem die meisten ja selbst im Besitz eines Computers sind, Abschnitt für Abschnitt in den vielfältigsten Gebrauch eines PCs eingeführt, der ihnen zweifellos stets zum Startvorteil gereichen wird.

    Nachdem die Schule über den Education-highway OÖ. auch zum Internet Zugang hat, wird den Schülern damit pädagogisch begleitend eine Welt offen gelegt, in der sich zurecht zu finden nicht früh genug geübt werden kann, denn: „Gebildet ist, wer weiß, wo er findet, was er nicht weiß“ (Georg Simmel, Philosoph) oder: Auf eine Umfrage antwortend, was Kinder in der Schule unbedingt lernen sollten, rangiert „Computer + Unterricht“ hinter „Sehr gute Deutschkenntnisse“, „Fremdsprachen“ und „Selbstständig arbeiten“ mit 45% bereits an der 4. Stelle.