Wirtschaftskundliches Realgymnasium der Franziskanerinnen Wels

Comenius-Projekt geht ins dritte Jahr

Lettlandreise vom 17. - 22. Oktober 20007

  Unser Projekt Limited-Unlimited geht in sein letztes Jahr. Also auf zur Jahres-
  planung in den „hohen“ Norden nach Liepaja an der Ostsee, zu unseren lettischen   Freunden. Mit ein wenig Buchungsgeschick zum sparsamen Einsatz der finanziellen   Ressourcen und einem Beitrag der Schülerinnen ist es uns heuer möglich gewesen   statt der üblichen wenigen Schülerinnen gleich 8 aus der 7B-Klasse mit auf die   Reise zu nehmen.

  Die Begegnung mit einem Teil Europas, der vielen bei uns fremd ist, geriet sicher
  zu einem bleibenden Erlebnis. Wir konnten vor der Reise ins Landesinnere fast
  einenTag die Hauptstadt Riga kennen lernen, eine pulsierende Weltstadt, mit
  großartigen Bauten und faszinierenden Jugendstilensembles. Nirgends in Lettland   dürfte der Unterschied zwischen (neu)reich und arm, zwischen farbenfroh und
  „sozialismusgrau“ größer sein als in der absolut sehenswerten Hauptstadt.

  Die Reise durchs fremde Land bot dann völlig andere Eindrücke: Farbiger Herbst,   flaches Land, dünn besiedelt, neue Infrastruktur, alte Dörfer, vernachlässigte und   verfallende ehemalige Kolchosen. In Liepaja, einer sich ständig verändernden und   aufstrebenden Stadt (90 000 Einw.) ein herzlicher Empfang durch alte und neue   Freunde.

  Team Austria „wins“ competition!!

  Als Team nahmen unsere Schülerinnen am alljährlichen Wettbewerb der höheren   Schulen der Stadt Liepaja teil, der da unter dem Motto „Bürgergesellschaft und   Engagement (der Jugend)“ stand. Aufgaben waren: Eine vierminütige Rede zu   diesem Thema vor Jury und Publikum; ein Wissenstest über die EU, ein   Wissenstest über europäische Orte/Kunstdenkmäler mithilfe von Fotos. Sprache:   logischerweise alles in Englisch. Am letzten Teil, einem Test zu Lettlands   Verfassung, nahmen wir mangels Sprachkenntnissen nicht Teil. Aber – große   Überraschung: Im Gesamten hät(te) unser Team den Sieg davongetragen
  und das obwohl uns die Regeln sehr kurzfristig bekannt wurden. Das hebt die   Freude und das Selbstvertrauen. Gratulation! Wir Lehrer aus Österreich (Koll.   Peterleithner und Wolfram) und Ungarn durften in der Jury mit auswerten.

  Leben unter Freunden

  Die Schülerinnen waren bei durchaus unterschiedlichen Familien untergekommen.   Sie konnten viele Eindrücke gewinnen und gewiss neue Erfahrungen machen:   Unser Wohlstand ist groß, nicht selbstverständlich, die Gastfreundschaft fast   beschämend und vieles ist noch so, wie es bei uns vor 40 Jahren war. Bei einer   Reise die Küste entlang und ins Landesinnere gab es neue und „echte“ Eindrücke.   Die Gegensätze sind (noch) enorm.

  Den Sonntag verbrachten die Schülerinnen mit ihren Gastfamilien, wir Lehrer   durften mit unseren Kolleginnen „flott“ durch und ins Land reisen und Eindrücke   gewinnen, die Touristen sicher verborgen bleiben. Am Montag wieder dreieinhalb   Stunden mit dem Bus nach Riga, diesmal in München gelandet und ab nach   Hause. Fazit: Europa ist viel größer als man glaubt und Danke, liebe Freunde!

  Projekt Limited – Unlimited

  Im heurigen (Schul)jahr wird es noch ein Treffen in Ungarn geben um letzte Details   für die Abschlussveranstaltung in Wels im Mai 2008 zu besprechen, die bei den   Minoriten stattfinden soll und zu der wir uns viele Teilnehmer und Gäste erwarten.

  Im Sinne unserer Beschäftigung mit Grenzen, Regeln und dem oft schwierigen   Miteinander in Europa, konkret im Umgang mit Minderheiten bzw. Nationalitäten   wollen wir heuer eine Revue unter dem Titel „At home in Europe“ erarbeiten, zu   der jedes der drei Länder zwei Beiträge (verschiedener Schülergruppen bzw.   Klassen) vorbereitet. Musikumrahmung geschieht durch uns. Die Moderation wird   durch SchülerInnen aller Länder gemeinsam und mehrsprachig sein. Die Arbeit   kann beginnen, Kreativität und Einsatz sind gefordert.

  Mag. Anton Wolfram

projekt

 

 

  

  

  

  

  

 

 

 

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